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Zeitung: Musikindustrie plant einzelne Anwender zu verklagen

03.07.2002 | 15:11 Uhr |

Nachdem die großen Musikstudios erfolgreich mehrere Tauschbörsen zu Tode geklagt haben, soll nun der nächste logische Schritt folgen: Klagen gegen Privatpersonen, die eine große Zahl von MP3-Dateien anbieten.

Nachdem die großen Musikstudios erfolgreich mehrere Tauschbörsen zu Tode geklagt haben, soll nun der nächste logische Schritt folgen: Klagen gegen Privatpersonen, die MP3-Dateien anbieten. Das berichtet das "Wall Street Journal" . Daneben soll eine breit angelegte Werbekampagne dazu beitragen, dass Musikliebhaber künftig die Urheberrechte respektieren.

Konkret sollen die Studios gegen diejenigen Anwender vorgehen wollen, die eine große Anzahl illegaler MP3-Titel über Tauschbörsen anbieten, ohne Gebühren an die Studios oder die Künstler zu entrichten. Daneben hat die Industrie auch die so genannten "Supernodes" im Visier. Diese liefern zentrale Verzeichnisse zum Online-Tausch.

Bislang stehen die Pläne, dem Bericht zufolge, noch in der Anfangsphase, Klagen wurden noch nicht eingereicht. Auch die Unternehmen sind, angesichts der harten Methoden, gespaltener Ansicht. Während Sony und Vivendi Universal eine solche Vorgehensweise befürworten, sieht AOL Time Warner auch die Gefahren, die von derartigen Klagen ausgehen können.

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