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Zeitung: Chinesische Hacker planen Großangriff

01.04.2003 | 13:37 Uhr |

Chinesische Hacker wollen mit großangelegten Angriffen auf US-amerikanische und britische Websites gegen den Irak-Krieg protestieren. Diese Information entschlüpfte unfreiwillig dem US Department of Homeland Security.

Chinesische Hacker wollen mit großangelegten Angriffen auf US-amerikanische und britische Websites gegen den Irak-Krieg protestieren. Diese Information entschlüpfte unfreiwillig dem US Department of Homeland Security (DHS).

Die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit gedachte Neuigkeit postete das DHS versehentlich auf einer seiner Websites, wie unsere Schwesterpublikation Tecchannel unter Berufung auf die Washington Post berichtet. Die amerikanischen Heimatschützer bestätigten die Meldung. Es habe sich um einen internen Alarm gehandelt, der nicht veröffentlicht werden sollte. Um eine geheime Information im engeren Sinne handele es sich aber nicht.

Das DHS hatte den Alarm über das Wochenende an verschiedene Adressaten in der Regierung und der Industrie verschickt, gleichzeitig aber versehentlich einen entsprechenden Link auf die NIPC -Homepage (National Infrastructure Protection Center) gesetzt. Er wurde erst nach einigen Stunden entdeckt und entfernt.

Seine Kenntnis über die geplanten Attacken bezieht das DHS nach eigenen Angaben aus dem Abhören eines Online-Meetings, das die potentiellen Angreifer am Wochenende abgehalten haben. Die Hacker planen dem zufolge massive DDoS-Attacken sowie Defacements ausgewählter Websites. Ein Angriffszeitpunkt sei allerdings nicht genannt worden.

Die potentiellen Angreifer zählen offenbar zu Umfeld der "Honker Union of China". Dieser lose Zusammenschluss von Hackern (als "Honker" bezeichnen sich die chinesischen Hacker) hatte sich im Mai 2001 schon einmal durch Angriffe gegen Dutzende US-Regierungs-Sites profiliert.

Irak-Krieg hinterlässt Spuren im Internet (PC-WELT Online, 25.03.2003)

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