Booten mit Turbo

Zeitgesteuert booten: Was tun an Urlaubs- und Feiertagen?

Freitag, 17.06.2011 | 10:36 von Christian Löbering, Hermann Apfelböck, Thorsten Eggeling
Bios oder Zeitschaltuhr wissen natürlich weder etwas von Ihrer Urlaubsplanung noch von nationalen Feiertagen – und können schon gar nichts ausrichten, wenn etwa die Grippe zuschlägt. Einer simplen mechanischen Zeitschaltuhr können Sie in der Regel nicht mal erklären, dass es ein arbeitsfreies Wochenende gibt. Der Rechner wird nach den oben beschriebenen Alternativen folglich von Montag bis Freitag auch an Feier- oder Krankheitstagen starten, bei einfachen Zeitschaltuhren sogar am Wochenende. Der simpelste und effektivste Weg, bei längerer geplanter Abwesenheit den automatischen PC-Start zu verhindern, ist das rechtzeitige Abziehen des Stromkabels etwa vor Urlaubsantritt. Aber es geht auch flexibler und eleganter.

Für alle Fälle gerüstet: Für den Shutdown an Urlaubs- oder
Krankheitstagen sorgt ein Script.
Vergrößern Für alle Fälle gerüstet: Für den Shutdown an Urlaubs- oder Krankheitstagen sorgt ein Script.

Auto-Shutdown an freien Tagen : Es gibt einen Ausweg aus dem Dilemma, dass der Rechner zwar an jedem Tag um eine bestimmte Uhrzeit frisch gebootet parat stehen, aber im Falle Ihrer Abwesenheit wieder herunterfahren soll. Wir bieten Ihnen dafür eine einfache, flexible und zuverlässige Batchlösung an: pcwAutoShutdown . Voraussetzung ist zunächst, dass Sie für Ihr Konto ein automatisches Log-in einrichten. Dies ist kein Sicherheitsrisiko – warum, das erläutern wir weiter unten näher. Automatisches Log-in einschalten: Das Auto-Log-in können Sie ohne Zusatz-Tool über „Start, Ausführen“ mit dem Dialog „control userpasswords2“ einrichten. Hier sind auf der Registerkarte „Benutzer“ alle Konten aufgeführt, und die Option „Benutzer müssen Benutzernamen und Kennwort eingeben“ ist aktiviert. Jetzt klicken Sie auf Ihr Konto, wählen diese Option genau für dieses Konto ab und bestätigen mit „OK“. PC-WELT-Script einsetzen: Im zweiten Schritt kopieren Sie die Batchdatei pcwAutoShutdown.cmd in einen Ordner, in dem sie dauerhaft bleiben kann, und starten sie per Doppelklick. Das Script trägt sich damit in die Registry ein und wird bei jedem Windows-Start automatisch geladen.

So arbeitet das Script : Die Batchdatei sorgt zunächst dafür, dass der Rechner nach automatischem Start und nach dem Auto-Log-in in Windows umgehend wieder gesperrt wird. Wenn Sie am Morgen Ihren Arbeitsplatz erreichen, zeigt der Windows-PC folglich den Anmeldebildschirm mit Ihrem gesperrten Konto. Nachdem Sie Ihr Kennwort eingegeben haben, können Sie sofort loslegen – alle Kontodaten und selbst die Autostarts sind ja bereits geladen. Dabei wird auch das Script beendet. Erfolgt jedoch eine Stunde lang (Voreinstellung) keine Entsperrung durch das Kennwort – etwa bei Urlaub oder Krankheit –, dann fährt der PC wieder automatisch herunter. Wenn Sie täglich sehr pünktlich zur Arbeit kommen, lässt sich – um Strom zu sparen – die Wartefrist von einer Stunde im Script verringern, im umgekehrten Fall erhöhen. Die Zeile, wo Sie das tun können, ist im Batchcode gut kommentiert. Die Wartefrist sollte jedenfalls immer so großzügig angelegt sein, dass Sie rechtzeitig vor Ort sind. Andernfalls droht das, was wir hier abschaffen wollen – beim Booten zuschauen und warten müssen …

Freitag, 17.06.2011 | 10:36 von Christian Löbering, Hermann Apfelböck, Thorsten Eggeling
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