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Im Web entsteht eine neue Art der Zusammenarbeit

15.05.2008 | 10:42 Uhr |

Tools für die Online-Zusammenarbeit gibt es reichlich, doch wie setzt man sie am besten ein? Die Antwort könnte in der Integration von Online- und Offline-Anwendungen liegen.

Das deutsche Wort "Zusammenarbeit" trifft nicht ganz das, was mit dem englischen Wort "Collaboration" gemeint ist, zumindest nicht im informationstechnischen Sinn. Darunter versteht man eine spezielle Art der Zusammenarbeit, nämlich das gemeinsame Arbeiten an Inhalten, an der Weiterentwicklung von Ideen und dem Teilen von Wissen zwischen allen Beteiligten. Softwarehersteller tun alles, um dem Wort möglichst viel Hype zu verschaffen, doch nicht nur die: Auf dem letzten World Economic Forum in Davos wurde unter dem Begriff "Collaborative Innovation" intensiv diskutiert.

Durch die elektronischen Medien sind effiziente Zusammenarbeit und Wissensaustausch in den vergangenen Jahren anspruchsvoller geworden (siehe auch: Selbstcheck für das Wissens-Management ). Das bestätigen fast 90 Prozent der Fachbereichsleiter größerer deutscher Unternehmen in einer repräsentativen Umfrage von Berlecon Research im Auftrag des Softwarehauses Coremedia aus Hamburg. Die Gründe für die zunehmende Bedeutung von Collaboration sind zahlreich und sie wirken sich stark auf unser tägliches Arbeitsumfeld aus:

– Unternehmen sind immer mehr innnerhalb von globalen Wertschöpfungsnetzen aktiv. Die Zahl der in Unternehmensprozesse eingebundenen Partner steigt sowohl in der Beschaffung, Entwicklung und Produktion als auch im Vertrieb und bei kundennahen Prozessen.

– Die alten Strukturen nach Abteilungen gelten nicht mehr, zumindest was die Zusammenarbeit betrifft. Die Arbeit wird immer seltener in einzelnen Abteilungen definiert, sondern erfolgt häufiger projektbasiert und unternehmensübergreifend. Teams arbeiten oft zeitlich begrenzt und in unterschiedlichen Konstellationen an Projekten zusammen. Und das in aller Regel nicht nur unternehmensintern und von einem Standort aus, sondern über Unternehmensgrenzen, Länder und auch Zeitzonen hinweg.

– Arbeitsort und Uhrzeit werden weniger relevant. Teams müssen mobil sein und ihre Aufgaben unabhängig von Ort und Zeit erledigen können: ob beim Kunden in London, beim Lieferanten in China oder vom Schreibtisch in Oberbayern aus.

– Gleichzeitig müssen diese Teams schnell und flexibel reagieren, Entscheidungen treffen und Ergebnisse liefern können; lange Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse sind da hinderlich.

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