Das Mauerwerk ist bei dieser Aktion unter die Räder gekommen. Es gilt, den blauen Himmel und das korrekt eingestellte Mauerwerk aus der darunter liegenden Ebene zu vereinen. Dazu markiere ich die Himmelebene und erzeuge eine schwarze Ebenenmaske, indem ich bei gedrückter [Alt]-Taste auf das Icon „Vektormaske hinzufügen“ klicke. Eine schwarze Maske blendet den kompletten Inhalt der Ebene aus. Nun nehme ich einen weißen Pinsel und male damit den Himmel aus. Schneller geht’s, wenn Sie den Himmel etwa mit dem Zauberstab auswählen. Dann erzeugen Sie eine weiße Ebenenmaske, in dem Sie auf das Icon in der Palette klicken.
Farben im Lab-Format
Um die Farben des gesamten Fotos weiter zu optimieren, wende ich einen wenig bekannten Trick an. Als Erstes fasse ich alle Ebenen zu einer einzigen zusammen. Dann ändere ich dazu das Farbformat über „Bild, Modus, Lab-Farbe“ in das Lab-Format, klicke auf „Bild, Bildberechnungen“, aktiviere die Vorschau und stelle als Füllmethode „Weiches Licht“ ein. Unter „Kanal“ teste ich anschließend die Kanäle a und b auf ihre Farbwirkung. Im aktuellen Fall gefällt mir Kanal a besser, wobei die Wirkung zu stark scheint.
Deswegen ändere ich die Deckkraft für diese Änderung auf 40 Prozent, bevor ich mit „OK“ bestätige und das Bild anschließend wieder ins RGB-Farbformat ändere. Abschließend schärfe ich das Foto, in dem ich die Aktion „Scharfzeichnen – Künstliche Kanten“ über den Hotkey [F3] abrufe.
Camera Raw lernt mit jeder Version neue Bearbeitungsfunktionen hinzu, mit denen sich ein wachsender Teil von Routineänderungen direkt in der RAW Datei erledigen lassen. Das beschleunigt die professionelle Fotonachbearbeitung ganz erheblich.
Verlaufsfilter in Camera Raw
Betrachten Sie noch einmal das Bild der Kapelle in Camera Raw, und stellen Sie es wie zuvor beschrieben ein, damit Sie die nächsten Schritte nachvollziehen können. Während der ersten Nachbearbeitung habe ich den Himmel mit Hilfe einer zusätzlichen Ebene und einer Ebenenmaske blau getönt. Innerhalb von Camera Raw erreiche ich einen ähnlichen Effekt über das Verlaufsfilter-Werkzeug. Es wird über das vierte Icon von rechts in der Werkzeugleiste aktiviert. Dann setze ich den Mauszeiger auf die linke obere Ecke des Fotos und ziehe ihn bei gedrückter linker Maustaste in Richtung Mitte der rechten Bildkante, bis der Zeiger den Bogen der Kapelle berührt. Danach klicke ich rechts neben „Farbe“ auf die Box und wähle ein schönes Himmelblau, das Camera Raw wie eine farbige Folie über den zuvor markierten Bereich legt. Anders als die Photoshop-Lösung zuvor schmiegt sich der Verlauf nicht an die Kontur der Kapelle an, doch optisch ist das kein Nachteil.
Mit Hilfe von Verlaufsfiltern können Sie auch gezielt die Belichtung von Bildbereichen sowie Sättigung, Klarheit und Bildschärfe optimieren. Ein grobes, aber doch flexibles Werkzeug.
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