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YouTube spielt ab Sommer Virtual-Reality-Videos

28.05.2015 | 21:37 Uhr |

Mit Cardboard hat Google letztes Jahr eine Bastellösung für eine Virtual-Reality-Brille vorgestellt. Jetzt soll es eine ähnliche Anleitung zur Aufnahme von VR-Filmen geben.

Auf der Keynote zur Entwicklerkonferenz I/O verkündete Google, dass bereits eine Million Menschen Google Cardboard nutzen. Cardboard ist eine faltbare Karton-Hülle, mit der sich ein Android-Smartphone zu einer Virtual-Reality-Brille umbauen lässt. Passende Apps gibt es im Google Play Store.

In die neue Cardboard-Hülle passen auch 6-Zoll-Smartphones
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© Google

Ab Sommer sollen VR-Videos auch auf YouTube gezeigt werden. Mit einem Smartphone und der Cardboard-Hülle kann man sich also passendes VR-Video-Material direkt dort ansehen. Außerdem gibt es eine neue Cardboard-Hülle, in die auch Smartphones mit einem 6-Zoll-Display passen.

Video: Alles über Oculus, Gear VR & Co.

Für entsprechende Videos will Google durch eine passende Kamera sorgen – genauer gesagt 16 davon: Jump ist ein Kameraaufbau mit 16 Kameras, die kreisförmig angeordnet sind. Dieser Aufbau ist auf den Jump Assembler abgestimmt. Diese Software erstellt aus den Einzelaufnahmen der Kameras ein komplettes VR-Bild, indem es beispielsweise die Farben abgleicht und für einen Tiefeneindruck sorgt.

Die 16 Kameras müssen wie von Google vorgeschrieben angeordnet sein, damit die passende Software aus den Einzelbildern VR-Filme berechnen kann
Vergrößern Die 16 Kameras müssen wie von Google vorgeschrieben angeordnet sein, damit die passende Software aus den Einzelbildern VR-Filme berechnen kann

Wer mit dem Jump VR-Aufnahmen machen will, kann sich dafür auf der Cardboard-Webseite bei Google anmelden. Außerdem wird Action-Kamera-Hersteller Go Pro einen Jump-Aufbau mit 16 Hero4-Kameras anbieten.

Schulen will Cardboard und Virtual Reality mit „Expeditions“ näherbringen. Diese App soll künftig Klassenfahrten ersetzen. Sie wird zusammen mit einem Tablet, Smartphones und Cardboard-Hüllen ausgeliefert. So soll die ganze Klassen auf eine VR-Klassenfahrt gehen können, die vom Lehrer per Tablet gesteuert wird.

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