31.07.2008, 11:39

Hans-Christian Dirscherl

Google Earth & Co

Yahoo! Local Maps und NASA World Wind

Fast möchte man mit Yahoo! Mitleid haben. Da bietet der Internet-Pionier mit Yahoo! Local Maps ebenfalls einen Online-Kartendienst an - und keiner spricht darüber. Auch Yahoo! Local Maps lässt dem Nutzer die Wahl zwischen Kartendarstellung, Hybridansicht und Satellitenbild. Auch bei Yahoo! Local Maps gibt es die Möglichkeit zur Routenplanung. Und auch bei Yahoo! Local Maps kann man Kartenpunkte sofort per Mail versenden. Für die USA steht ebenfalls der Service zur Verfügung, die aktuelle Verkehrslage mit Staus und anderen Ärgernissen anzeigen zu lassen.
Um die Yahoo!-Karten in die eigene Website einzubauen, gibt es den Yahoo! Maps Web Service. Er umfasst verschiedene APIs für Anwender mit und ohne Programmierkenntnisse, für Adobe-Flex-Programmierer und Flash-Experten.
Um die Yahoo!-APIs nutzen zu können, benötigt man ebenfalls eine ID. Wenn Sie vorhaben, Yahoo! Local Maps in Ihre eigene Website einzubauen, müssen Sie natürlich ebenfalls die AGBs beachten.
NASA World Wind
NASA World Wind setzt ähnliche wie Google Earth die Installation einer Software voraus - die aktuelle Version trägt die Nummer 1.4. Anders als Google Earth unterstützt die Software der US-Raumfahrtbehörde aber nur Windows. Immerhin steht auch eine deutschsprachige Oberfläche zur Verfügung. Ähnlich wie bei Google Earth kann der Benutzer zahlreiche Informationen nach Bedarf ein- und ausblenden, beispielsweise Staatsgrenzen oder Nationalflaggen. Naturkatastrophen lassen sich ebenfalls anzeigen.
Der Anwender kann allerdings nur Satellitenbilder betrachten, Luftbildaufnahmen oder Karten gibt es nicht. Der Anwender kann aber zwischen mehreren Satelliten wechseln. Zudem kann man Wolken ein- und ausblenden und Lichteffekte und Sonnenstände so einplanen, dass Sie die Erde je nach gewählter Tageszeit anders angeleuchtet sehen.
Der besondere Clou von NASA World Wind sind jedoch die spezialisierten Teilprogramme, mit denen man Mars, Mond und Venus betrachten und eine Reise durch den Sternenhimmel unternehmen kann (hier kann Google Earth aber auch mithalten). Toll: Sämtliche Bilddaten sind frei verwendbar. Somit ist NASA World Wind vor allem auch ein Programm für astronomisch interessierte Internetanwender, wer sich dagegen in erster Linie auf der Erde umschauen will, fährt mit Google Maps/Earth und Windows Local Maps besser.
Sie benötigen für Nasa World Wind Direct X 9.0c sowie das .NET-Framework 2.0. Unterstützt werden Windows 2000, XP und inoffiziell auch Vista. Nasa World Wind unterstützt übrigens auch KML- und KMZ-Erweiterungen.
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