XP und Co.: So blockieren Sie die Datenspionage

Ihr PC ist ein Verräter: XP und viele Anwendungen plaudern via Internet ungefragt mehr oder minder vertrauliche Daten über Sie aus. Doch das können Sie unterbinden.

Ausgeschnüffelt und gegängelt werden Anwender mit zunehmender Tendenz. Nicht nur Software wie das Windows-Update und der Media Player, sondern sogar Treiber stehen im Verdacht, die Privatsphäre der Benutzer ungenügend zu respektieren. Die meisten Hersteller behaupten, ihre Programme würden keine Personendaten wie Name und Adresse übermitteln. Vielmehr seien es lediglich Hersteller behaupten, ihre Programme würden keine Personendaten wie Name und Adresse übermitteln. Vielmehr seien es lediglich technische Daten über den verwendeten PC, die helfen sollen, ihre Produkte zu verbessern.
Wer Windows XP oder MS Office installiert, muss die Software bei Microsoft entweder per Internet oder telefonisch aktivieren, sonst versagt sie nach 30 oder 60 Tagen ihren Dienst. Die Programme fordern Sie dazu unmissverständlich auf. Die Internet Aktivierung ist mit wenigen Klicks erledigt. Welche Daten dabei an Microsoft übermittelt werden, hat unsere Schwester-Publikation Tecchannel bereits vor drei Jahren im Detail untersucht: Zuerst war es lediglich die Produkt-ID des Systems, die Sie nach einem Rechtsklick auf „Arbeitsplatz“ im Menü „Eigenschaften“ finden. Diese Zahl wird aus dem Produkt-Key errechnet, den Sie während der Installation eintippten.
Seit dem Service Pack 1 für Windows XP werden beim Aktivieren zusätzlich mindestens folgende Infos vollständig übermittelt: Eine aus den Hardware-Komponenten errechnete eindeutige Nummer, der Produkt-Key, die Spracheinstellungen sowie eindeutige Hardware-Kennungen wie die MAC-Adresse der Netzwerkkarte und die Seriennummer des Prozessors.
Diese Daten sollen vor der Übertragung so verschlüsselt werden, dass offenbar auch Microsoft selbst nicht mehr feststellen kann, wie die ursprüngliche MAC-Adresse oder Prozessor-ID lautete. Unklar ist die Aufgabe des mehr als 2000 Zeichen langen Ziffernblocks, der nur aus Nullen besteht. Die Produktaktivierung via Internet darf trotzdem noch immer als harmlos gelten. Wer aber gerne und öfter Hardware-Komponenten austauscht, dem ist Microsofts Aktivierungsfimmel aber sehr lästig.
Windows-Aktivierung per Telefon
Aufs Telefon weicht aus, wer Windows XP oder Office nicht via Internet aktivieren möchte. Der Anwender diktiert dem Microsoft-Mitarbeiter eine 50-stellige Nummer, die der PC aus Produkt-Key und Hardware-Komponenten berechnet hat. Daraus errechnet Microsoft eine Bestätigungs-ID, die der Anwender in seinem System eintragen muss. Diese Aktivierungsmethode ist ebenfalls harmlos. Andererseits: Wenn Sie nicht mit unterdrückter Rufnummer unterwegs sind, hat Microsoft jetzt theoretisch Ihre Telefonnummer.
Software bei Hersteller registrieren
Ganz anders sieht es bei der Registrierung aus: Beim Registrieren von Software sollen Sie personenbezogene Daten wie Name und Adresse angeben. Das ist unter Umständen problematisch, da Sie nie sicher sein können, ob Sie danach unerwünschte Werbung erhalten werden. Und sollte die Kundendatenbank eines Herstellers in falsche Hände geraten, sind Sie froh, wenn Ihre Adresse da nicht drinsteht.
Die meisten Programme laufen auch ohne persönliche Anwender-Registrierung beim Hersteller ganz normal und ohne jegliche Nachteile für Sie. Sofern es beispielsweise für den Online-Kauf oder zum Freischalten von Shareware nicht erforderlich ist, raten wir aus Präventionsgründen eher ab, Anwendungsprogramme wie im Ladengeschäft oder Versandhandel gekaufte Microsoft-Produkte überhaupt zu registrieren. Grundsätzlich gilt: Je mehr Daten Sie preisgeben, desto leichter fällt es einem Hersteller, Ihr PC-Nutzungs- und Surfverhalten zu durchleuchten
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