Vista bietet auf der Setup-DVD ein umfangreiches Rettungsmenü. Auch mit der Installations-CD von Windows XP können Sie den Bootbereich und sogar Ihre ganze Windows-Installation reparieren lassen. Bevor Sie dies in Angriff nehmen, sollten Sie sich aber darüber im Klaren sein, was Sie von einer Reparatur erwarten können – und was nicht. Die eingerichteten Benutzer und deren Dateien bleiben erhalten. Das bedeutet, dass Sie danach zumindest wieder an die Benutzerdaten herankommen, um sie etwa zu sichern. Der Aufwand einer solchen Reparaturinstallation ist jedoch einer Neuinstallation praktisch ebenbürtig: Die Systemdateien, die bei der Reparatur verwendet werden, sind mindestens so alt wie die CD selbst. Auch ist es wahrscheinlich, dass viele der installierten Programme nicht mehr laufen. Es empfiehlt sich natürlich auch hier eine vorherige Datensicherung. Zudem sollten Sie das neueste Service Pack für Ihre Windows-Version etwa auf einer separaten CD bereitliegen haben, denn dieses müssen Sie ebenfalls wieder aufspielen.
So funktioniert’s: Im ersten Startbildschirm der Setup-CD drücken Sie zuerst <Return>, als ob Sie Windows neu installieren wollten. Im zweiten Schirm des Assistenten (Lizenzvertrag) drücken Sie <F8>, um dem Vertrag zuzustimmen. Nun sucht die Setup-CD nach bestehenden Windows-Installationen. Die gefundene wird Ihnen angezeigt. Möchten Sie die angezeigte Windows-Version reparieren, drücken Sie an dieser Stelle die <R>-Taste und bestätigen die Meldung. Nun versucht das Setup eine Reparatur. Dabei werden haufenweise Systemdateien überschrieben und der PC neu gestartet. Danach ist eine Installationsorgie fällig: Service Packs und neueste Updates sowie alle Programme, die jetzt nicht mehr laufen.
Wenn alle Stricke reißen: Dann ist eine vollständige Neuinstallation nicht mehr zu vermeiden, es sei denn, Sie hätten zu einem früheren Zeitpunkt ein Image Ihres noch funktionierenden Windows erstellt.
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