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XP-Zwangsaktivierung

18.02.2002 | 11:57 Uhr |

Seit Sommer 2001 macht Microsoft Ernst mit dem Kampf gegen Software-Piraterie: Office und Windows XP lassen sich pro Lizenz nur noch auf einem PC installieren. Dafür sorgt die Zwangsaktivierung. Sorgt? Oder: Soll sorgen? Wie reagieren die Hacker? Lesen Sie die aktuelle Bilanz.

Als Microsoft mit den ersten Windows-XP-Betas die "Produkt-Aktivierung" (PA) einführte, antworteten Hacker postwendend - zum Teil schon Stunden später - mit erfolgreichen Cracks. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis die PA auch in der finalen Version der Findigkeit eines Hackers zum Opfer fallen würde. Und einmal gecrackt heißt in Zeiten weltweiter Vernetzung: weltweit gecrackt.

Auch bei Office XP, das im Juni auf den Markt kam, leistete die Zwangsaktivierung der kriminellen Energie der Byte-Bastler nur geringen Widerstand. Im Herbst 2001 war die allgemeine Einschätzung, die PA bedeute keine technische Barriere, sondern diene letztlich nur dazu, Cracks wenigstens nachweisen zu können. Doch dann kam es ganz anders.

Aktivierungs-Dialog: Office XP erinnert den Anwender bei jedem Programmaufruf an die ausstehende Prozedur und informiert ihn, wie oft er Office noch starten darf.

Windows XP ist seit Monaten auf dem Markt, und die Hacker waren fleißig: Mindestens 30 Cracks kursieren im Web, doch sprechen weder die Anzahl noch die verschiedenen Methoden für den Triumph der Hacker. Vielmehr hat sich gezeigt, dass alle Cracks erhebliche Nebenwirkungen haben. Selbst "Reset3", einige Zeit als der Crack gehandelt, erwies sich letztlich als untauglich.

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