Wundermittel Bios-Flash

Bios unter Windows aktualisieren

Mittwoch, 16.12.2009 | 12:31 von Christian Helmiss
Um aktuelle Hardware mit voller Leistung zu nutzen, muss das neueste Bios installiert sein. Nicht selten räumt ein Bios-Update auf einen Schlag viele Systemärgernisse aus dem Weg.
Schreiben Sie vor dem Update Ihre aktuellen
Bios-Einstellungen auf
Vergrößern Schreiben Sie vor dem Update Ihre aktuellen Bios-Einstellungen auf
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Ein Bios-Update für Desktop-PC oder Notebook ist manchmal unumgänglich. Das Bios ist die zentrale Schnittstelle zwischen Hard- und Software. Seine Aufgabe ist es, die Komponenten eines Rechners zu erkennen und in das System einzubinden. Ein Update des Bios ist oft sinnvoll, weil damit Fehler behoben und die Kommunikation zwischen den Komponenten verbessert werden. Aktuelle Bios-Versionen unterstützen zum Beispiel oft neuere Prozessoren und Stromsparmechanismen. Oder sie optimieren die CPU- und Speicheransteuerung, damit der Prozessor mit geringerer Spannung läuft und weniger Hitze produziert. Mit Boot-Disketten oder mit startfähigen CDs müssen Sie sich nicht mehr herumplagen, wenn Sie das Hauptplatinen-Bios aktualisieren wollten. Immer mehr Hersteller bieten Tools für ein Bios-Update unter Windows an. Aber selbst beim einfachen Aktualisieren per Mausklick sollten Sie überlegt vorgehen. Denn auch unter Windows ist das Schreiben des Bios nicht ungefährlich, da der Flash-Vorgang auf gar keinen Fall unterbrochen werden darf.

Hersteller finden
Ein neues Bios bekommen Sie normalerweise vom Hersteller Ihrer Hauptplatine. Bei Notebooks und bei einigen Komplett-PCs müssen Sie sich jedoch an den Rechnerhersteller wenden. Das gilt insbesondere für PCs, in denen speziell angepasste Platinen verbaut wurden, etwa für Dell-Rechner. Möglicherweise wissen Sie nicht, von welchem Hersteller Ihre Platine stammt. Das Tool Sisoft Sandra Lite 2009 verrät es Ihnen. Rufen Sie Sandra auf. Es läuft unter allen Windows-Versionen. Sie finden die Daten mit dem Menübefehl „Hardware-Information“ und dann unter dem Punkt „Mainboard“.

Bringen Sie Ihr Bios auf den neuesten Stand
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Einstellungen sichern
Schreiben Sie sich die aktuelle Bios-Konfiguration auf, damit Sie sie nach dem Update wiederherstellen können. Laden Sie dann im Bios die Default-Einstellungen. Achten Sie darauf, dass keine Bios-Option aktiviert oder dass auf der Platine kein Jumper gesetzt ist, der das Update verhindert. Ob das der Fall ist, erfahren Sie aus dem Handbuch. Falls Sie den Rechner zur Tuning-Zwecken übertaktet haben, nehmen Sie die Einstellungen zurück. Beenden Sie außerdem alle Windows-Anwendungen, und deaktivieren Sie für das Bios-Update den Virenscanner. So vermeiden Sie, dass Windows während des Update-Vorgangs abstürzt.

Live-Update
Fein raus sind Sie, wenn Ihrem Rechner ein Tool für ein Live-Update des Bios beiliegt. In diesem Fall müssen Sie nicht selbst nach der passenden Bios-Datei fahnden. Vielmehr sucht die Software automatisch beim Hersteller des Mainboards nach Bios-Updates für die installierte Platine. Dazu prüft das Programm den Platinentyp und zeigt Modellnamen sowie Bios-Version an. Per Klick auf den Update-Button stellen Sie eine Verbindung zum Server her, auf dem das Tool nach einem neuen Bios sucht. Hat es eine entsprechende Datei gefunden, lädt es sie zusammen mit einem Installationsprogramm herunter.

Mittwoch, 16.12.2009 | 12:31 von Christian Helmiss
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