Wissen zu Drucktechnik

Drucken mit Flüssig-Gel

Tropfenvergleich: Gel enthält weniger Flüssigkeit als herkömmliche Tinte
Vergrößern Tropfenvergleich: Gel enthält weniger Flüssigkeit als herkömmliche Tinte
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Eine Sonderform der Tintenstrahltechnik ist das Drucken mit Flüssig-Gel. Hersteller Ricoh sieht die Technik im Büroumfeld als Alternative zu Laserdruckern. Wir zeigen, wie die Technik funktioniert und klären im Praxistest des Ricoh Aficio GX 5050N, ob es der Gel-Drucker mit Laser aufnehmen kann.Von Ralph Novak/iwc
Wozu ein Gel-Drucker, wenn es doch Tintenstrahler gibt? Diese Frage stellen sich viele, die zum ersten Mal von Ricohs Drucktechnik hören. Ricoh will mit dem Gelsprinter die Vorteile des Tintenstrahlers nutzen - dazu gehört die einfache, wartungsfreie Technik bei hoher Druckqualität. Gleichzeitig sollen Schwächen wie langsamer Druck und verschmierende Ausdrucke umgangen werden.

Der Trick mit dem Gel

Die Tinte enthält Pigmente. Das pulverförmige Farbmittel lagert sich in den oberen Faserschichten ab und sorgt für eine hohe Dokumentenechtheit. Lediglich geringe Mengen des als Transportmittel eingesetzten Gels werden vom Papier aufgesogen. Da bei dieser Technik merklich weniger Flüssigkeit vom Papier aufgesogen wird, wellt sich das Normalpapier weniger als bei einem Tintenstrahler.

Eine Besonderheit ist der 32,3 Millimeter große Druckkopf: Er ist deutlich breiter als bei herkömmlichen Tintenstrahlern. Dieser ist mit 384 Düsen bestückt. Insgesamt schafft der Gelsprinter eine native Auflösung von 1200 dpi. Das Flüssig-Gel wird mit rund 1 Megapascal durch den Druckkopf gedrückt und ein automatischer Reinigungszyklus bläst wie bei Inkjets bei langen Standzeiten durch die Düse.

Eine weitere Besonderheit ist der Papiertransport: Dieser findet nicht via Rollen statt, sondern mittels eines elektrostatischen Transportbands. Der Vorteil: Beim Duplexdruck kann nahezu randlos gedruckt werden, ohne dass Walzen die Tinte verschmieren.

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