Ratgeber Netzteil

Wirkungsgrad von Schaltnetzteilen

Samstag, 05.12.2009 | 09:18 von Bernhard Haluschak
Ein selten beachteter Parameter bei Schaltnetzteilen ist der Wirkungsgrad. Dieser liegt bei den gängigen Modellen zwischen 60 und 80 Prozent. Somit vergeudet das Netzteil rund ein Fünftel der eingesetzten Energie als nutzlose Wärme. Nimmt zum Beispiel ein Rechnersystem an der Steckdose eine elektrische Leistung von 500 Watt auf, so entfallen bei einem Wirkungsgrad von 80 Prozent allein 100 Watt auf das Netzteil. Die restlichen 400 Watt stehen den Rechnerkomponenten als Nutzenergie zur Verfügung.

Cisco-Netzteil: Das Diagramm zeigt die Abhängigkeit des
Wirkungsgrades von der Gesamtausgangsleistung im Verhältnis zur
maximalen Eingangsleistung bei unterschiedlichen
Belastungen.
Vergrößern Cisco-Netzteil: Das Diagramm zeigt die Abhängigkeit des Wirkungsgrades von der Gesamtausgangsleistung im Verhältnis zur maximalen Eingangsleistung bei unterschiedlichen Belastungen.
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Der Wirkungsgrad errechnet sich aus dem Verhältnis der Wirkleistung am Ausgang und am Eingang. Je höher der Wert, desto effektiver arbeitet das Netzteil. Die aktuellen ATX- und EPS-Spezifikationen schreiben bei einer Belastung von 20 Prozent einen Wirkungsgrad von mindestens 65 Prozent vor. Bei halber Last soll der Energieversorger mit einem Wirkungsgrad von 72 Prozent arbeiten, und bei Vollbelastungen genügen 75 Prozent. Allerdings empfehlen beide Spezifikationen für diese drei Lastbereiche einen Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent.

Das Bild zeigt eine typische Kurve des Wirkungsgrades eines Schaltnetzteils (Cisco 34-0873-01). Das Gerät arbeitet bis etwa 5 Prozent Belastung mit einem Wirkungsgrad von 0 bis 60 Prozent relativ unökonomisch. Den höchsten Wirkungsgrad von zirka 85 Prozent erreicht das Schaltnetzteil bei einer Last von 50 Prozent. Bei maximaler Belastung sinkt der Wirkungsgrad auf etwa 82 Prozent ab.

Samstag, 05.12.2009 | 09:18 von Bernhard Haluschak
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