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Das Ende des Kabelsalates

13.10.2008 | 09:33 Uhr |

Wireless USB ist seit Anfang des Jahres auch in Deutschland möglich. Gehört also der Kabelsalat hinter dem Schreibtisch schon bald der Vergangenheit an? Wie kabelloses USB funktioniert, wie sicher es ist und welche Möglichkeiten es bietet, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Kennen Sie das auch: Auf, neben und hinter dem Schreibtisch türmen sich Scanner, Drucker, Festplatten und andere Geräte. Die dazugehörigen Kabel hängen überall herum und laden zum Verheddern ein. Ihr natürlicher Feind ist der Staubsauger. Es könnte sich ja ein Kabel lösen, welches dann nie wieder seinen Stecker findet. Zugegeben: Nicht überall sieht es so aus, doch Kabelsalat gibt es eigentlich überall. Die Lösung oder vielmehr die Zerschlagung des gordischen Knotens könnte Certified Wireless USB (CWUSB) heißen.

D-Link bietet ein Starter Kit für Wireless USB an. Die Geräte sollen bald auch in Deutschland erhältlich sein.
Vergrößern D-Link bietet ein Starter Kit für Wireless USB an. Die Geräte sollen bald auch in Deutschland erhältlich sein.
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Die Technik basiert auf Kurzstreckenfunk. Auf dem so genannten Ultrawideband (UWB) können im Prinzip sämtliche USB-Geräte erreicht werden. Externe Festplatten, Scanner oder Drucker müssen dabei nicht neu angeschafft werden. Einige Hersteller von Netzwerkhardware, etwa D-Link , bieten sogenannte Wireless-USB-Starter-Kits an. Die bestehen aus einem Stecker, der einem USB-Stick ähnelt. Der wird in den USB-Port des Rechners gesteckt. An einem USB-Hub mit vier oder mehr Ports werden dann die Geräte angeschlossen. So müssen Drucker, Scanner oder Festplatten nicht mehr auf dem Schreibtisch stehen.

Relativ hohe Reichweite
Die angeschlossenen CWUSB-Geräte sollten nicht weiter als zehn Meter vom Empfänger, also vom Computer, aufgestellt sein. Müssen längere Strecken überbrückt werden, sollte man sich eher mit WLAN oder LAN ausrüsten. Bei einer Entfernung von zehn Metern werden per CWUSB noch etwa 110 MBit/s übertragen. Optimal ist die Transferrate bei einer Entfernung von höchstens drei Metern: Dann beträgt die Übertragungsrate etwa 480 MBit/s. Das entspricht der Bandbreite von drahtgebundenem USB 2.0.

Übertragen wird normalerweise im Frequenzbereich von 3,1 bis 10,6 Gigahertz. Der Bereich ist in fünf Bandgruppen eingeteilt. Jedes Band ist dabei 528 Megahertz breit. In Deutschland ist die Nutzung seit Januar 2008 freigegeben.

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