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Windows perfekt stylen

18.03.2014 | 09:45 Uhr |

Windows ab und zu mal einen neuen Anstrich zu verpassen, steigert die Laune und die Arbeitsmotivation. Dazu sind nur ein paar Mausklicks oder kostenlose Design-Packs aus dem Web nötig.

Der Windows-Einheitslook wird auf Dauer langweilig. Das weiß auch Microsoft und hat daher Personalisierungsfunktionen in das Betriebssystem eingebaut. Und damit ist nicht nur das Verändern des Desktop-Hintergrundbilds und des Bildschirmschoners gemeint, sondern auch von Icons, Mauszeiger und System-Sounds. Statt alle Optionen einzeln anzupassen, können Sie im Web kostenlose Design-Pakete („Themes“) herunterladen, die aufeinander abgestimmte Elemente enthalten. Einige besonders lohnende Anlaufpunkte finden Sie in diesem Beitrag. Im Folgenden erklären wir Ihnen, wie Sie die Design-Pakete installieren und individuelle Anpassungen vornehmen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie animierte Hintergründe in Windows 7 und den Transparenz-Effekt („Aero“) in Windows 8 aktivieren. Design-Stellschrauben von Windows

Die visuellen Optionen von Windows 7, 8 und 8.1 finden Sie in der Systemsteuerung im Punkt „Anpassung“. Hier können Sie zwischen den mitgelieferten Design-Paketen wechseln. Einige Themes bestehen aus mehreren Desktop-Hintergrundbildern, die standardmäßig alle 30 Minuten wechseln. Wenn Sie auf „Desktophintergrund“ klicken, können Sie das Verhalten detailliert beeinflussen. Zum einen lässt sich gezielt auswählen, welche Bilder beim Durchwechseln berücksichtigt werden sollen. Per Klick auf die linke obere Ecke eines Miniaturbildes fügen Sie es der Auswahl hinzu oder wählen es ab. Die Einblenddauer pro Bild stellen Sie über das Drop-Down-Menü unten auf einen Wert zwischen 10 Sekunden und einem Tag ein. Wenn Sie die Option „Mischen“ aktivieren, werden die Bilder in zufälliger Reihenfolge ausgetauscht. Möchten Sie keine „Diashow“, sondern nur ein fixes Bild als Desktop-Hintergrund anzeigen, klicken Sie die dazugehörige Miniaturansicht mittig an. Dadurch wird die Auswahl der anderen Bilder aufgehoben. Um eigene Bilder hinzuzufügen, erstellen Sie unter C:\Windows\Web\Wallpaper\ einen oder mehrere Unterordner und kopieren Sie die Dateien dort hinein.

Fensterrahmen anpassen und Transparenz aktivieren

Zurück im Systemsteuerungs-Element „Anpassung“ können Sie die „Fensterfarbe“ ändern. Damit ist der Fensterrahmen inklusive der Titelleiste gemeint. Neben einigen vordefinierten Farbtönen steht auch ein Farbmixer zur Verfügung. In Windows 8 und 8.1 erscheint dieser erst, wenn Sie eine der einfarbigen Farbflächen anklicken. In Windows 7 lässt sich im Bereich „Fensterfarbe“ auch der Transparenzeffekt „Aero Glass“ ein- und ausschalten. In Windows 8 und 8.1 hat Microsoft „Aero Glass“ entfernt. Um es nachträglich hinzuzufügen, eignet sich zum Beispiel das Freeware-Tool Aero Glass for Windows 8 . Für Windows 8.1 stand zum Recherchezeitpunkt dieses Artikels nur eine Beta-Version zur Verfügung, die nur unter der 64-Bit-Version von Windows 8.1 läuft.

Aber zurück zu den Windows-eigenen Konfigurationsmöglichkeiten: Windows 7 bietet unter „Anpassung -> Fensterfarbe -> Erweiterte Darstellungseinstellungen“ weitere Optionen: Hier lassen sich Farben, Schriftart und -größe von einzelnen Fenster-Bereichen und Dialogfeldern anpassen. Dazu klicken Sie in der Beispiel-Darstellung im oberen Bereich auf das gewünschte Element und nehmen unten die Änderungen vor.

Hunderte Windows-Designs kostenlos herunterladen

Microsoft bietet im Windows-Channel seiner Homepage jede Menge Design-Pakete zum Gratis-Download an.
Vergrößern Microsoft bietet im Windows-Channel seiner Homepage jede Menge Design-Pakete zum Gratis-Download an.

Im Internet finden sich hunderte weiterer kompletter Windows-Designs. Diejenigen, die Microsoft selber kostenlos zur Verfügung stellt , lassen sich einfach per Doppelklick installieren. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass das gewünschte Design-Pack für die von Ihnen genutzte Windows-Version geeignet ist. Am besten filtern Sie die Liste zuvor entsprechend über den Link „Kompatibel mit Windows 7“ beziehungsweise „Kompatibel mit Windows 8.1 und Windows RT 8.1“ in der linken Spalte unten. Designs aus unbekannten Quellen lässt Windows normalerweise nicht zu. Diese Einschränkung lässt sich mit dem Freeware-Tool Ultrauxthemepatcher für alle Windows-Versionen von XP bis 8.1 aufheben. Designs, die Sie im Datei-Archiv (zum Beispiel ZIP oder RAR) aus dem Web herunterladen, müssen Sie zunächst entpacken. Wenn im Archiv eine Datei mit der Endung .themepack liegt, installieren Sie diese per Doppelklick. Falls die Endung .theme lautet, verschieben Sie diese plus eventueller Unterverzeichnisse nach C:\Windows\Resources\Themes. Die neuen Designs lassen sich dann unter „Systemsteuerung -> Anpassung“ aktivieren.

System-Sounds: Der passende Ton zum guten Bild

Sie können in Windows auch festlegen, welche Sounds bei Warnmeldungen, Hinweisen, An- und Abstecken eines USB-Geräts und anderen Aktionen wiedergegeben werden sollen. Dazu klicken Sie unter „Systemsteuerung -> Anpassung“ unten rechts auf "Sounds". Über „Durchsuchen“ haben Sie die Möglichkeit, eigene Klang-Dateien im WAV-Format einzubinden. Und wenn Sie aus dem Drop-Down-Menü „(Kein)“ auswählen, deaktivieren Sie die Soundausgabe für den die ausgewählte Aktion. Wenn es Sie zum Beispiel nervt, dass beim Öffnen eines Ordners und beim Auswählen eines Links im Internet Explorer das „Klick“-Geräusch ertönt, wählen Sie für „Navigation starten“ im Abschnitt „Windows-Explorer“ als Sound „(Kein)“ aus.

System-Icons und Mauszeiger austauschen: Langeweile war gestern

Als nächstes knöpfen wir uns die System-Icons vor. Über den Link „Desktopsymbole ändern“ links oben im Systemsteuerungs-Element „Anpassung“ lassen sie sich einzeln auf dem Desktop ein- und ausblenden. Um ein Icon auszutauschen, klicken Sie es in dem Dialogfeld an und wählen „Anderes Symbol“. Sie haben anschließend die Wahl, eine Datei zu öffnen, die Icons enthält, zum Beispiel eine EXE-, DLL- und ICO-Datei. Sie können auf der Suche nach passenden Symbolen einige dieser Dateien im Windows-Ordner und den Unterverzeichnissen durchprobieren. Standardmäßig bietet Ihnen Windows die Icons an, die in der Imageres.dll im Verzeichnis C:\Windows\System32\ enthalten sind. Eine weitere ergiebige Quelle ist die Shell32.dll im gleichen Ordner.

Verspielte Naturen können anschließend auch noch über den entsprechenden Link unterhalb von „Desktopsymbole ändern“ den Mauszeiger anpassen. Eine große Auswahl an kostenlosen Icons und Mauszeigern finden Sie zum Beispiel unter www.rw-designer.com/gallery .

Eigenes Windows-Design speichern und weitergeben

Wenn Sie alle gewünschten Anpassungen vorgenommen haben, klicken Sie im Systemsteuerungs-Element „Anpassung“ auf „Design speichern“ und vergeben einen Titel. Nun können Sie blitzschnell zwischen den mitgelieferten und Ihrem individuell angepassten Design hin- und herwechseln. Um selbsterstellte Design-Einstellungen auf einen anderen PC zu übertragen oder an einen Freund weiterzugeben, klicken Sie den entsprechenden Eintrag erst mit der linken und dann mit der rechten Maustaste an und wählen „Design für die Freigabe speichern“. Der Empfänger muss die Datei dann nur doppelt anklicken, um das Design zu aktivieren.

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