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Windows optimal fürs Heimnetz einrichten

01.07.2014 | 09:06 Uhr |

Die Netzwerk-Hardware ist das eine, Windows das andere. Nur wenn Sie im Betriebssystem die richtigen Schalter umgelegt haben, kommt das Heimnetzwerk auf Geschwindigkeit.

Ein einwandfrei funktionierendes Netzwerk bekommen Sie in der Regel problemlos zum Laufen, wenn Sie ein paar grundsätzliche Regeln beachten. Auf keinen Fall sollten Sie noch Computer mit Windows XP in ein Netzwerk integrieren, da Microsoft den Support seit Anfang April 2014 für diese Windows-Version eingestellt hat. Netzwerke mit Vista-, Windows-7- und Windows-8-Rechnern sind hingegen kein Problem. Zunächst müssen Sie sicherstellen, dass alle Rechner des geplanten Netzwerkes der gleichen „Arbeitsgruppe“ angehören. Dazu klicken Sie unter Vista und Windows 7 auf „Start“ und wählen nach einem Rechtsklick auf „Computer“ die Option „Eigenschaften“ aus. Bei Windows-8-Rechnern gehen Sie mit der Maus in die rechte obere Bildschirmecke, klicken auf „Suchen“, geben im Suchfeld „System“ ein, und klicken dann auf den Begriff, sobald ihn die Suchfunktion anzeigt.

So arbeiten verschiedene Windows-Versionen im Netzwerk zusammen

Im Abschnitt „Einstellungen für Computername, Domäne und Arbeitsgruppe“ finden Sie den Namen der „Arbeitsgruppe“. Um den Namen zu ändern, klicken Sie rechts neben dem „Computernamen“ auf „Einstellung ändern“. Im dem sich nun öffnenden „Systemeigenschaften“-Menü klicken Sie auf „Ändern…“ und geben ganz unten unter „Arbeitsgruppe“ den gewünschten Namen ein. Bestätigen Sie die Änderung mit „OK“, und führen Sie den geforderten Neustart aus.

Als nächstes müssen Sie die Netzwerkadresse aller Rechner, die Ihrem neuen Heimnetzwerk angehören sollen, prüfen und gegebenenfalls anpassen. Dazu klicken Sie auf „Start, Systemsteuerung, Netzwerk und Internet“ und wechseln in das „Netzwerk- und Freigabecenter“. Im Abschnitt „Aktive Netzwerke anzeigen“ sollte im Idealfall bereits „Heimnetzwerk“ stehen. Ist das nicht der Fall und steht dort in blau unterlegter Schrift „Arbeitsplatznetzwerk“ oder „Öffentliches Netzwerk“, klicken Sie auf die blau unterlegte Schrift und wählen Sie als Netzwerkadresse „Heimnetzwerk“ aus.

Per Mausklick wählt der TCP Optimizer die besten Einstellungen für eine schnelle Internet-Verbindung.
Vergrößern Per Mausklick wählt der TCP Optimizer die besten Einstellungen für eine schnelle Internet-Verbindung.

Mehr Tempo durch Windows-Bordmittel

Häufig können fehlerhafte Einstellungen Ihre Verbindung ins Internet ausbremsen. Mit optimierten TCP/IP-Einstellungen zünden Sie den Internet-Turbo. Wo der Schuh drückt, verrät Ihnen das kostenlose Tool TCP Optimizer (auf DVD). Wählen Sie nach einem Rechtsklick auf die ausführende Datei „TCPOptimizer_3.0.8.exe“ die Option „Als Administrator ausführen“, um die Software zu starten. Klicken Sie dann links oben auf „File“, wählen die Option „Backup current settings“, und sichern Sie mit „Speichern“ Ihre aktuellen Einstellungen. Geht etwas beim Optimieren schief, können Sie ganz einfach über „File, Restore backed up settings“ die alten Einstellungen wiederherstellen, indem Sie mit der linken Maustaste „current.spg“ markieren und abschließend auf „Öffnen“ klicken.

Und so optimieren Sie Ihre TCP/IP-Einstellungen: Stellen Sie unter „General Settings“ mit dem Schieberegler die theoretisch von Ihrem Provider zugesicherte Bandbreite der Internetverbindung ein, beispielsweise die „Connection Speed 16 Mbps (16.000 kbps) für ein DSL-Modem mit 16 Mbit/s. Den Netzwerkadapter Ihres Rechners sollte der TCP Optimizer normalerweise selbstständig ermitteln. Falls dies nicht der Fall sein sollte, wählen Sie Ihren LAN-Adapter über die „Drop-down“-Liste im Abschnitt „Network Adapter Selection“ aus. Welcher Adapter in Ihrem Rechner werkelt, verrät der Geräte-Manager, wenn Sie auf die Pfeilspitze vor dem Eintrag „Netzwerkadapter“ klicken. Der TCP Optimizer stellt jetzt automatisch die besten TCP/IP-Einstellungen ein, wenn Sie unten rechts unter „Choose settings:“ mit der linken Maustaste die Option „Optimal“ aktivieren. Bestätigen Sie die Änderung mit „Apply changes“, verlassen Sie das Programm via „Exit“-Knopf, und führen Sie einen Neustart aus.

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