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Windows Service Center - Alles unter einem Dach mit PC-WELT-Tool

03.07.2014 | 09:15 Uhr |

Windows läuft ohne regelmäßige Pflege weder zuverlässig noch stabil. Mit den Tools aus dem neuen PC-WELT Windows Service-Center 2014 können Sie die Wartungsaufgaben automatisieren.

Mit Windows ist es wie mit allen technischen Geräten: Ab und zu ist eine Service-Inspektion fällig. Damit wartet man besser nicht, bis Schäden auftreten, die sich dann nur noch schwer beheben lassen. Eine regelmäßige Wartung erspart viel Ärger. Sie erfordert aber auch einen gewissen Zeitaufwand, wenn man sein eigener Administrator ist.

Das muss jedoch nicht so sein, wenn Sie das neue PC-WELT Windows Service-Center 2014 (4.0) für Windows XP, Vista, 7 und 8 verwenden. Wir haben viele nützliche Tools unter eine einheitliche Oberfläche gepackt. Fast alle Helferlein sind portable Anwendungen, die mit einem Klick funktionsbereit sind. Das Tool-Paket eignet sich daher auch zur Mitnahme auf einem USB-Stick.

Eine Besonderheit ist die „1-Klick-Wartung“. Dafür konfigurieren Sie zunächst die Tools, mit denen Sie beispielsweise überflüssige Dateien löschen, die Festplatte defragmentieren oder die Registry regelmäßig sichern wollen, und stellen daraufhin einen Zeitplan für die Aufgaben auf. Die Wartung erfolgt dann automatisch ohne Ihr Zutun zum festgelegten Zeitpunkt.

1. PC-WELT Windows Service-Center installieren

Starten Sie zunächst das Setup-Programm und entpacken Sie das PC-WELT Windows Service Center. Wenn Sie das Tool auf ihrem oder einem anderen PC verwenden, muss die .Net-Laufzeitumgebung vorhanden sein. Bei Windows 7 ist das standardmäßig der Fall, Windows 8 schlägt die Installation – wenn notwendig – automatisch vor. Das Setup-Programm für die Laufzeitumgebung mit dem Namen dotnetfx35setup.exe finden Sie außerdem im Verzeichnis „Tools“.

Aufräumen unter Windows: Klicken Sie bei Ccleaner zuerst auf „Analysieren“ und lassen Sie sich dann per Doppelklick die Details anzeigen.
Vergrößern Aufräumen unter Windows: Klicken Sie bei Ccleaner zuerst auf „Analysieren“ und lassen Sie sich dann per Doppelklick die Details anzeigen.

2. Wieder Ordnung schaffen unter Windows

Nach einer gewissen Betriebsdauer des Systems sammeln sich etliche überflüssige Dateien auf dem Rechner an, die unnötig Platz auf der Festplatte belegen. Einige Programme, die Sie vielleicht gar nicht mehr nutzen, starten automatisch und bremsen das System aus. Mit den Tools aus dem PC-WELT Windows Service-Center räumen Sie Ihr System auf und verbessern damit die Leistung.

Überflüssige Dateien löschen: Beenden Sie alle laufenden Programme. Gehen Sie in PC-WELT Windows Service-Center auf „PC aufräumen“, klicken Sie auf „CCleaner einstellen“ und dann auf „Analysieren“. Das Programm zeigt an, welche Dateien bei einer Reinigung gelöscht würden. Per Doppelklick auf einen Eintrag bekommen Sie genauere Informationen. Wenn Sie etwas nicht löschen möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen „Als Ausnahme hinzufügen“. Danach klicken Sie auf „Gesamtergebnis ansehen“. Um ganze Rubriken auszuklammern oder hinzuzufügen, entfernen oder setzen Sie die Haken davor auf den Registerkarten „Windows“ und „Anwendungen“. Schließen Sie Ccleaner wieder. Mit einem Klick auf „Überflüssige Dateien löschen“ im Service-Center führt Ccleaner die gewählten Aufgaben aus. Damit das in Zukunft automatisch geschieht, verwenden Sie die „1-Klick-Wartung“.

Wartungsaufgaben automatisch durchführen

Das PC-WELT Windows Service-Center kann eine Menge Wartungsaufgaben vollautomatisch für Sie erledigen. Voraussetzung ist, dass Sie die Aufgaben angepasst haben wie im Beitrag beschrieben.

Service mit einem Klick: Klicken Sie im Windows Service-Center auf „1-Klick-Wartung“. Es erscheint eine Liste mit allen automatisch ausführbaren Wartungsaufgaben. Setzen Sie einen Haken vor diejenigen, die Sie verwenden wollen. Klicken Sie anschließend auf „Starten“, um die gewählten Wartungsarbeiten durchzuführen.

Wartung planen: Klicken Sie auf „Planen“, wählen Sie das gewünschte Planungsintervall und die gewünschte Uhrzeit aus, geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort eines Benutzers mit Administrator-Rechten ein und klicken Sie auf „Planen“. Über einen Klick auf „Aufgabenplaner öffnen“ im Planungsfenster öffnen Sie den Windows-Aufgabenplaner und können den Task „PC-WELT-ServiceCenter“ ändern oder löschen.

Autostart aufräumen: Viele Programme richten sich so ein, dass Windows sie automatisch startet. Das bremst den Windows-Start aus und kostet Leistung. Mit einem Klick auf „Autostart aussortieren“ starten Sie Ccleaner. Gehen Sie nun hier auf „Autostart“ und die Registerkarte „Windows“. Deaktivieren Sie per Doppelklick alle Einträge, die Sie nicht benötigen.

Shell-Erweiterungen ausmisten: Eine weitere Gattung von Programmcode, der potenziell das Betriebssystem zumüllt, sind Shell-Erweiterungen für Windows. Zusätzliche Kontextmenü- Einträge und Symbolleisten sind prinzipiell nützlich, allzu viele beeinträchtigen allerdings die Übersicht im Kontextmenü des Explorers. Mussten zusätzliche DLLs im System registriert werden, besteht theoretisch sogar ein Sicherheitsrisiko. Die Freeware Shellexview listet alle Shell-Erweiterungen auf.

Sie starten das Tool im PC-WELT Windows Service-Center per Klicks auf „PC aufräumen“ und „Shell-Erweiterungen bearbeiten“. Markieren Sie alle überflüssigen Erweiterungen und drücken Sie die F7-Taste, um sie zu deaktivieren. Um eine Erweiterung komplett zu entfernen, müssen Sie zusätzlich die in der Liste angegebene Datei löschen beziehungsweise die zugehörige Anwendung de-installieren.

Software de-installieren: Auch Programme, die Sie nicht mehr nutzen, belegen unnötig Speicherplatz auf der Festplatte. Hier hilft ein Klick auf „Software deinstallieren“. Es startet das Programm Revo Uninstall und zeigt Ihnen die installierte Software an. Klicken Sie das Programm an, das Sie entfernen möchten, und anschließend auf „Uninstall“. Revo Uninstall entsorgt auch Programmreste im Dateisystem und in der Registry.

Updates herunterladen: WSUS Offline Update archiviert alle Updates für das ausgewählte System. Die Installation ist später ohne Internetverbindung möglich.
Vergrößern Updates herunterladen: WSUS Offline Update archiviert alle Updates für das ausgewählte System. Die Installation ist später ohne Internetverbindung möglich.

3. Windows-Updates für mehr Sicherheit und Stabilität

Windows aktualisiert sich automatisch, wenn Sie das „Windows-Update“ entsprechend eingestellt haben. Allerdings werden die Updates direkt in das System integriert und stehen für eine Neuinstallation oder einen anderen PC nicht zur Verfügung. Mit einem frisch installierten Windows sollte man aber nicht ins Internet gehen. Das gilt vor allem für ältere Systeme wie Windows XP und 7.

Windows-Updates herunterladen: Über das Windows Service-Center legen Sie ein Update-Archiv an, das Sie auch ohne Internetverbindung nutzen können. Gehen Sie auf „PC aktualisieren“ und klicken Sie nun auf „Windows- Updates laden/speichern/installieren“. Damit starten Sie das Tool „WSUS Offline Update“. Setzen Sie ein Häkchen bei dem gewünschten Betriebssystem, beispielsweise unter „Windows 7 / Server 2008 R2“ bei „x64 Global (mehrsprachige Updates), wenn Sie die 64-Bit- Version von Windows 7 im Einsatz haben. Unter „Optionen“ legen Sie fest, ob auch C++- und .Net-Laufzeitumgebungen und Service Packs eingeschlossen werden sollen. Klicken Sie zum Abschluss auf „Start“. WSUS Offline Update lädt daraufhin die Update-Dateien herunter, was einige Zeit dauert.

Updates automatisch herunterladen: Die Updates lassen sich auch über die „1-Klick- Wartung“ automatisch in regelmäßigen Abständen herunterladen. Die Optionen dafür müssen Sie aber zuerst konfigurieren. Klicken Sie auf „WSUS-Offline Autostart- Datei bearbeiten“. Damit öffnen Sie die Datei Do-Update.bat aus dem Ordner „Tools\Wsusoffline“ im Windows-Editor Notepad. Mit dem Wert hinter „SET mySYS=“ bestimmen Sie das System, für das Updates heruntergeladen werden sollen, und hinter „SET PARAMS=“ die Parameter. Eine Erklärung für die Abkürzun- gen steht unter den Befehlszeilen. In der mitgelieferten Batch-Datei ist Windows 8.1 mit 64-Bit voreingestellt.

Windows Updates installieren: Die Updates liegen danach unter „Tools\Wsusoffline\Client“ in dem Verzeichnis, in das Sie PC-WELT Windows Service-Center installiert haben. Updates für Windows 7 64-Bit beispielsweise finden Sie unter „w61-x64“, die für Windows 8.1 64-Bit unter „w63-x64“. Kopieren Sie sich am besten den kompletten Ordner „Wsusoffline“ auf einen USB-Stick oder eine externe Festplatte. Um die Updates zu installieren, starten Sie nach einer Windows-Neuinstallation oder auf einem anderen PC das Programm UpdateInstaller. exe aus dem Verzeichnis „Wsusoffline\Client“.

Automatische Software-Updates: Secunia PSI hilft Ihnen dabei, die Software auf Ihrem PC aktuell zu halten. Das Tool kann Updates auch vollautomatisch installieren.
Vergrößern Automatische Software-Updates: Secunia PSI hilft Ihnen dabei, die Software auf Ihrem PC aktuell zu halten. Das Tool kann Updates auch vollautomatisch installieren.

4. Software schnell und einfach aktuell halten

Fehlende Updates für Anwendungs-Software stellen beinahe ein ebenso großes Risiko dar wie ein veraltetes Windows. Über das Windows Service-Center können Sie zwei Programme aufrufen, mit denen Sie Ihren Rechner nach veralteter Software durchsuchen und aktualisieren lassen können.

Filehippo-Update-Checker: Starten Sie das Programm über „PC aktualisieren > Software-Updates mit FileHippo-Update-Checker finden“. Der Update-Checker sucht die auf dem Rechner installierte Software und öffnet im Anschluss daran eine Webseite mit einem Bericht. Sie können die aktuellen Versionen herunterladen und installieren.

Secunia Personal Software Inspector (PSI): Secunia PSI überprüft Betriebssystem und installierte Anwendungen auf veraltete Versionen, die bekannte Sicherheitslücken enthalten. PSI 3.0 lädt verfügbare Updates unabhängig von den Aktualisierungsmechanismen der jeweiligen Hersteller herunter.

Wenn Sie das Programm nutzen möchten, gehen Sie auf „PC aktualisieren > Secunia PSI installieren“. Folgen Sie den Anweisungen des Installations-Assistenten. Der Assistent bietet Ihnen drei Optionen an. Sie können alle Programme automatisch aktualisieren lassen, nur die Updates herunterladen und über die Installation selbst entscheiden oder nur eine Prüfung durchführen und bei Bedarf Download und Update aktivieren. Wenn die Installation abgeschlossen ist, gehen Sie auf „PC aktualisieren > Updates für installierte Software mit Secunia PSI finden“. Klicken Sie auf „Jetzt überprüfen“. Secunia PSI sucht dann nach veralteten Programmversionen und installiert die Updates automatisch, wenn Sie diese Option bei der Installation aktiviert haben. Über „Einstellungen > Update-Behandlung“ können Sie die Update-Optionen auch nachträglich ändern.

Festplatte optimieren: Für schnellere Dateizugriffe sollten Sie die Festplatte regelmäßig defragmentieren. Auslogics Diskdefrag bietet dafür eine ausgereifte und komfortable Lösung.
Vergrößern Festplatte optimieren: Für schnellere Dateizugriffe sollten Sie die Festplatte regelmäßig defragmentieren. Auslogics Diskdefrag bietet dafür eine ausgereifte und komfortable Lösung.

5. Dateien löschen und Festplatte defragmentieren

Wenn Dateien gelöscht und anschließend neue abgelegt werden, landen die neuen Dateien zumeist nicht in einem Stück auf der Festplatte. Denn es werden nacheinander die als frei markierten Bereiche beschrieben, auch wenn diese nicht zusammenhängen. Dies führt zu unnötigen Bewegungen der Schreib-/Leseköpfe, wodurch sich die Transferrate der Platte reduziert. Durch Defragmentierung werden die Dateien so umsortiert, dass sich möglichst große zusammenhängende Bereiche ergeben.

Hinweis: Auf SSDs werden die Dateien anders organisiert. Hier ist eine Defragmentierung unnötig und aufgrund der zahlreichen Löschoperationen sogar schädlich.

Vor der Defragmentierung empfiehlt es sich, möglichst viel Platz auf der Festplatte zu schaffen. Löschen Sie unnötige Dateien, wie unter > Punkt 2 beschrieben. Wenn der freie Platz trotzdem knapp ist, sollten Sie selten genutzte und besonders große Dateien wie etwa Videos oder Backups auf eine externe Festplatte auslagern. Wo diese liegen, verrät Ihnen Win Dir Stat. Sie starten das Programm über „PC aufräumen > Platzfresser finden“.

Danach klicken Sie auf „PC aufräumen > Defrag einstellen“. Setzen Sie ein Häkchen vor den Laufwerken, die Sie defragmentieren möchten. Wählen Sie hier aber keine SSD aus. Über das Menü „Einstellungen > Programmeinstellungen“ können Sie auf der Registerkarte „Algorithmen“ weitere Optionen festlegen. Setzen Sie beispielsweise ein Häkchen vor „Systemdateien an den Anfang des Datenträgers verschieben“. Damit beschleunigen Sie den Zugriff auf häufig verwendete Dateien. Schließen Sie das Programm und klicken Sie im Windows Service-Center auf „Laufwerke defragmentieren (AusDefrag)“. Damit starten Sie die Defragmentierung mit den ausgewählten Optionen. Auslogics Disk Defrag lässt sich auch in die „1-Klick-Optimierung“ einbinden.

Backup-Jobs erstellen: Mit dem Tool Toucan sichern Sie nach einer Erstkonfiguration vollautomatisch Ihre wichtigsten Dateien. Geben Sie einfach die Ordner an, die Sie sichern wollen.
Vergrößern Backup-Jobs erstellen: Mit dem Tool Toucan sichern Sie nach einer Erstkonfiguration vollautomatisch Ihre wichtigsten Dateien. Geben Sie einfach die Ordner an, die Sie sichern wollen.

6. Wichtige Daten sichern und Komplett-Backup

Zu den besonders lästigen, aber auch absolut notwendigen Arbeiten gehören regelmäßige Backups. Das PC-WELT Windows Service-Center bietet Ihnen unter „PC sichern“ mehrere Tools für diese Aufgabe. Sie können hier Wiederherstellungspunkte anlegen, die Registry sichern und wiederherstellen oder ein Image- Backup erstellen. Mit an Bord ist auch PC-WELT Backup Pro, das Sie 30 Tage kostenlos testen können. Eine Besonderheit des Programms ist die „Infinite Reverse Incremental“-Technologie, bei der das erstellte Backup bis zu 50% kleiner ist als bei anderen inkrementellen Systemen. Das spart Speicherplatz und Zeit.

Es muss aber nicht immer ein komplettes Backup sein. Für den alltäglichen Gebrauch genügt es auch, nur die wichtigsten Dateien zu sichern. Klicken Sie auf „Backup konfigurieren und starten“. Damit starten Sie das Tool Toucan. Auf der Registerkarte „Backup“ wählen Sie in der linken Spalte den Ordner, den Sie sichern wollen, in Windows 7 beispielsweise den Ordner „Documents“ in Ihrem Benutzerprofil unter „C:\Users“. Klicken Sie auf das grüne „+“ in der Mitte, um den Ordner in die rechte Spalte zu übertragen. Klicken Sie unter „Backup Ort auf...“ und wählen Sie einen Zielordner für die Sicherung. Danach wählen Sie unter „Typ“ die Option „differenziell“. Zuletzt klicken Sie oben auf das Diskettensymbol, geben dem Backup- Job einen Namen und speichern ihn. Per Klick auf „Run“ starten Sie die Sicherung. Schließen Sie daraufhin das Programm. Im Windows Service-Center wählen Sie jetzt unter „Eigene Dateien sichern“ den eben erstellten Backup- Job aus. Setzen Sie bei der „1-Klick-Wartung“ ein Häkchen vor „Eigene Dateien sichern“, um die Sicherung in Zukunft zeitgesteuert und automatisch vorzunehmen.

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