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Windows 8.1 unbegrenzt als virtuellen PC testen

14.03.2015 | 08:44 Uhr |

Wer Windows 8.1 ausprobieren möchte, kann das mit der Enterprise- Version tun, die es 90-Tage-Testversion kostenlos zum Download gibt. Als virtuelles Gastsystem lässt sich Windows dauerhaft verwenden.

1. Windows 8.1 Enterprise laden

Die Endanwender-Version von Windows 8.1 lässt sich – anders als Windows 7 – nicht ohne Lizenzschlüssel installieren. Möchten Sie Windows 8.1 ausprobieren und seine Funktionen testen, dann laden Sie die 90-Tage-Testversion von Windows 8.1 Enterprise herunter, die Microsoft kostenlos zum Download bereit stellt. Für die Freischaltung benötigen Sie lediglich eine Live-ID von Microsoft, aber keinen Lizenzschlüssel. Eine solche Live-ID besitzen Sie etwa als Nutzer von Outlook.com und zahlreichen anderen Microsoft-Diensten.

Dieser Artikel stammt aus der PC-WELT Tech - Linux statt Windows

So nutzen Sie mehrere Systeme auf Ihrem PC - das und mehr lesen Sie in der neuen PC-WELT Tech - Linux und Windows .

Besuchen Sie das TechNet Evaluierungscenter von Microsoft und wählen Sie in dem grauen Kasten im Aufklappfeld aus, ob Sie eine 32- oder 64-Bit-Version von Windows 8.1 Enterprise laden möchten und drücken Sie den Button „Jetzt starten“. Melden Sie sich dann mit einer bestehenden Live-ID an oder erstellen Sie ein neues Microsoft-Konto. Vervollständigen Sie ein Profil mit einigen Antworten zur geplanten Nutzung von Windows 8.1 Enterprise, erlauben Sie die Installation des Akamai-Download-Managers und geben Sie ein Zielverzeichnis auf Ihrer Festplatte an. Das rund 4 GB große ISO-Image von Windows 8.1 Enterprise wird nun geladen.

Für einen virtuellen Test-PC mit Windows 8.1 Enterprise ist die Freeware Virtualbox ideal geeignet. Der Assistent hilft Ihnen beim Einrichten des Gast-Rechners.
Vergrößern Für einen virtuellen Test-PC mit Windows 8.1 Enterprise ist die Freeware Virtualbox ideal geeignet. Der Assistent hilft Ihnen beim Einrichten des Gast-Rechners.

2. Virtuellen PC einrichten

Sie haben die große Auswahl, welche Virtualisierungs-Software Sie für den Test-Rechner von Windows 8.1 Enterprise verwenden wollen. Unter Windows 7 steht mit Virtual PC eine kostenlose Software von Microsoft bereit, unter Windows 8 dann der Nachfolger Hyper-V. Alternativen sind die Open-Source-Software Virtualbox und der kostenlose Vmware Player .

Wir entscheiden uns für Virtualbox und starten das Programm in die Konsole. Praktisch: Für die Installation unter Virtualbox müssen Sie die geladene ISO-Datei nicht auf eine DVD brennen, denn Virtualbox kann die ISO-Datei direkt zur Installation eines Betriebssystems verwenden. Klicken Sie auf den Button „Neu“ in der Toolbar, um eine neue virtuelle Maschine zu erstellen. Den ersten Dialog bestätigen Sie mit einem Klick auf den „Weiter“-Button. Geben Sie der virtuellen Maschine eine Bezeichnung und wählen Sie dann Windows 8.1 als „Betriebssystem“ aus. Fahren Sie fort und übernehmen Sie die Einstellungen. In Virtualbox wird nun das neue Betriebssystem links in der Liste aufgelistet.

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Wählen Sie in den Einstellungen des Gast-System die zuvor geladene ISO-Datei als Installationsquelle für Windows 8.1 Enterprise aus
Vergrößern Wählen Sie in den Einstellungen des Gast-System die zuvor geladene ISO-Datei als Installationsquelle für Windows 8.1 Enterprise aus

3. Setup-DVD als ISO-Image einlegen

Als Installationsmedium verwenden Sie das zuvor geladene ISO-Image. Richten Sie jetzt ein virtuelles CD-ROM-Laufwerk ein. Markieren Sie den virtuellen PC und klicken Sie rechts unter „Details“ auf den Eintrag „Massenspeicher“. Im folgenden Fenster verwalten Sie die virtuellen Festplatten und die DVD/CD-Laufwerke. In der Liste unter „Massenspeicher“ klicken Sie auf das CD-Symbol und dann rechts auf ein weiteres CD-Symbol. Im folgenden Menü gehen Sie zum Eintrag „Medium für virtuelles CD/DVD-Medium auswählen“. Wechseln Sie in das Verzeichnis mit der gewünschten ISO-Datei, und wählen Sie sie mit einem Doppelklick aus. Klicken Sie auf den Button „OK“.

Ganz ohne Eingabe einer Seriennummer lässt sich die Installation von Windows 8.1 Enterprise ausführen. Übernehmen Sie die Vorgaben und schließen Sie das Setup ab.
Vergrößern Ganz ohne Eingabe einer Seriennummer lässt sich die Installation von Windows 8.1 Enterprise ausführen. Übernehmen Sie die Vorgaben und schließen Sie das Setup ab.

4. Windows 8.1 Enterprise installieren

Nun booten Sie die virtuelle Maschine mit Klick auf den großen „Starten“-Button. Das virtuelle System bootet über das virtuelle DVD-Laufwerk die dort eingelegte Windows-Setup-DVD. Nun installieren Sie das Betriebssystem, indem Sie einfach den Anweisungen folgen. Nach der Installation richten Sie die Gasterweiterungen von Virtualbox ein. Im Fenster der VM gehen Sie zum Menü „Geräte“ und klicken auf „Medium mit Gasterweiterungen einlegen“. Falls der Setup- Assistent nicht automatisch startet, führen Sie ihn im Windows-Explorer manuell aus. Folgen Sie den Anweisungen mit Klicks auf „Weiter“, und schließen Sie die Einrichtung ab.

Frieren Sie den aktuellen Zustand des virtuellen Rechnern ein. Geben Sie dem neuen Sicherungspunkt einen aussagekräftigen Namen und beschreiben Sie seinen Zustand.
Vergrößern Frieren Sie den aktuellen Zustand des virtuellen Rechnern ein. Geben Sie dem neuen Sicherungspunkt einen aussagekräftigen Namen und beschreiben Sie seinen Zustand.

5. Sicherungspunkte erstellen

Mit der Snapshot-Funktion lassen sich Systemzustände als 1:1-Abbild einzufrieren und als Sicherungspunkt speichern. Zu diesen Sicherungspunkten kann man jederzeit zurückkehren – die Änderungen am Gast-System werden verworfen. Für einen neuen Sicherungspunkt klicken Sie im rechten Fensterbereich auf die Registerkarte „Sicherungspunkte“. In der Symbolleiste am oberen Rand drücken Sie das Kamerasymbol. Geben Sie im folgenden Fenster einen Namen für den Sicherungspunkt ein. Um zu einem Zustand zurückzukehren klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Eintrag. Im folgenden Menü wählen Sie dann „Sicherungspunkt wiederherstellen“ aus.

Die besten Tools für Windows 8.1

Tipp: Testzeitraum von Windows verlängern

Die Evaluierungsversion von Windows 8.1 Enterprise lässt sich 90 Tage lang testen. Danach ist Schluss – Windows 8.1 lässt sich zwar noch booten, fährt sich aber nach einer Stunde selbstständig herunter. In einer virtuellen Maschine umgehen Sie diese Einschränkung.

Wir wollen Ihnen an dieser Stelle keine illegalen Anleitungen geben, sondern eine ganz triviale Methode aufzeigen, mit der Sie die Evaluierungsversion von Windows 8.1 Enterprise auch über den von Microsoft vorgegebenen Testzeitraum verwenden können. Einen Nachteil hat der Trick: Der virtuelle PC besitzt nicht das aktuelle Datum, sondern ein älteres innerhalb des 90-Tage-Zeitraums. Bevor Sie beginnen, sollten Sie eine Kopie des Ordners sichern, der den virtuellen Rechner erhält. Wenn Sie den Pfad nicht kennen, dann gehen Sie in der Virtualbox-Konsole zu „Maschine > im Explorer zeigen“. Ist das Kopieren erledigt, erstellen Sie wie in Schritt 5 beschrieben einen neuen Sicherungspunkt, um den aktuellen Systemzustand zu sichern. In diesem Zustand ist die Restlaufzeit der Testversion fest verankert. Ein Zurücksetzen des Datums innerhalb der virtuellen Maschine mittels des Kommandos „VBoxManage modifyvm VM-Name ---biossystemtimeoffset -Millisekunden“ funktioniert übrigens nicht – das haben wir ausprobiert. Es bleibt also nur der Weg über einen Sicherungspunkt. Damit beginnt der Zähler erneut.

Wer sich daran stört, dass das Datum innerhalb der virtuellen Maschine nicht stimmt, der sollte sich alle 90 Tage etwa eine Stunde Zeit nehmen und eine neue virtuelle Maschine mit der Testversion von Windows 8.1 Enterprise aufsetzen. Für eine Produktivumgebung und das dauerhafte Speichern von Daten eignet sich das virtuelle System eh nur eingeschränkt.

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Was ist Windows 8?

Das neue Microsoft-Betriebssystem ist der Nachfolger von Windows 7 und erschien am 26. Oktober 2012. Windows 8 baut auf seinen sehr erfolgreichen Vorgänger auf und enthält den neuen Kachel-Startbildschirm, der sich an der Oberfläche mit rechteckigen Kästen orientiert, die Microsoft mit Windows Phone 7 eingeführt und später auch bei der Xbox 360 integriert hat. Der zunächst eingeführte Begriff der "Metro-Oberfläche" wurde kurz vor dem Start aus rechtlichen Gründen zurückgezogen. Inzwischen spricht Microsoft von "Windows-Live-Tiles".

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