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Windows 8.1: Tipps und Tricks zum Update

31.01.2014 | 10:31 Uhr |

Seit dem 17. Oktober ist mit Windows 8.1 das erste große Windows-8-Update verfügbar. PC-WELT hat die besten Tipps und Tricks für Sie zusammengestellt.

Am 18. Oktober 0 Uhr neuseeländischer Zeit stellte Microsoft das Update auf Windows 8.1 weltweit für Nutzer des aktuellen Betriebssystems kostenlos zur Verfügung. In Deutschland war es also schon am 17. Oktober mittags um 13 Uhr so weit.
Die Aktualisierung auf dem Windows 8 PC ist entweder direkt aus dem laufenden Betrieb über den WindowsStore möglich, dafür benötigen Sie nicht einmal einen Lizenzschlüssel. Anders verhält es sich, wenn Sie das Update als ISO-Datei herunterladen und daraus eine Installations-DVD brennen oder einen USB-Stick für das Update konfigurieren.
 
Windows 8.1 - die Neuerungen im Überblick
 

Wenn Sie die Datei „csversion.ini“ aus den Installations-Dateien von Windows 8.1 löschen, klappt das In-Place-Upgrade mit Übernahme der installierten Programme (hier als „Apps“ bezeichnet) auch von der 8.1 Preview.
Vergrößern Wenn Sie die Datei „csversion.ini“ aus den Installations-Dateien von Windows 8.1 löschen, klappt das In-Place-Upgrade mit Übernahme der installierten Programme (hier als „Apps“ bezeichnet) auch von der 8.1 Preview.

Programme beim Umstieg von der Preview-Version übernehmen

Beim Update von Windows 8 haben Sie die Möglichkeit, neben den persönlichen Dateien und den Windows-Einstellungen auch die bereits installierten Programme zu übernehmen. Mit einer Ausnahme: Wer bereits eine Vorabversion von Windows 8.1 ( Preview ) nutzt, muss für die Übernahme zu einem Trick greifen – sonst sind die Programme nach dem Update weg.
So geht’s: Kopieren Sie zunächst den Inhalt der Windows 8.1-DVD in einen beliebigen leeren Ordner oder entpacken Sie die ISO-Datei des Abbildes mit einem Packprogramm wie 7-Zip auf die Festplatte. Dann öffnen Sie den enthaltenen Ordner „Sources“ und löschen dort die Datei „csversion.ini“. Alternativ erledigen Sie dies mit dem kleinen Tool „ cversion.ini Removal Utility “ über eine grafische Oberfläche.
Nach dem Löschen der Sperrdatei rufen Sie die Datei „Setup.exe“ im Hauptverzeichnis auf, starten die Installation und geben Ihren Produktschlüssel ein. Wählen Sie die Option „Windows-Einstellungen, persönliche Dateien und Apps behalten“ und folgen Sie den weiteren Schritten.

Update auf Windows 8.1 vo der DVD installieren

Alternativ bietet das neue Betriebssystem Windows 8.1 eine gute Gelegenheit, den PC ganz neu aufzusetzen. Also von der Setup-DVD oder von dem über das Windows 7 USB/DVD Download Tool präparierten USB-Stick booten und los geht’s. Doch dann verweigert das System das Setup unter Umständen mit der Meldung „ Windows kann auf dem Datenträger nicht installiert werden. Der ausgewählte Datenträger enthält eine MBR-Partitionstabelle. Auf EFI-Systemen kann Windows nur auf GPT-Datenträgern installiert werden“.
Der Grund: Neuere Rechner mit dem BIOS-Nachfolger UEFI booten standardmäßig häufig im EFI-Modus. Läuft die Festplatte aber im traditionellen MBR- und nicht im GPT-Betrieb ( Guid Partition Table ) verweigert Windows 8.1 die Installation.
Abhilfe schafft hier das Booten des Setup-Mediums über die Auswahl „Legacy Boot Sources“, die Sie durch Drucken der Taste zum Aufrufen der Boot-Reihenfolge auswählen können (meist eine der Funktionstasten (F9 bis F12). Anschließend läuft das Setup wie gewohnt.
Alternativ erlaubt es das Tool AOMEI Partition Assistant Standard , die Daten-Partitionen der Festplatte ohne Datenverlust von MBR nach GPT zu konvertieren. Mehr zur AOMEI-Software lesen Sie in unserem Online-Ratgeber .

„Geht doch“, fühlt sich mancher Kritiker bestätigt: Nach dem Update auf Windows 8.1 kommt nicht nur der Start-Button zurück, sondern auch die Möglichkeit, die App-Oberfläche vollständig auszublenden.
Vergrößern „Geht doch“, fühlt sich mancher Kritiker bestätigt: Nach dem Update auf Windows 8.1 kommt nicht nur der Start-Button zurück, sondern auch die Möglichkeit, die App-Oberfläche vollständig auszublenden.

„Metro“-Oberfläche ade: starten mit dem klassischen Desktop

Welchen Sinn macht die früher mit „Metro“ bezeichnete Startoberfläche auf einem Schreibtisch-PC ohne Touch-Monitor? Die Antwort erübrigt sich und statt die PC-Anwender jedes Mal zu einem zusätzlichen Mausklick oder zur Installation eines Tools wie NoTilesPlease oder Skip Metro Suite zu zwingen, hatte Microsoft ein Einsehen. Im Update auf Windows 8.1 können Sie die App-Oberfläche mit einer Einstellung überspringen, Sie gelangen nach dem Anmelden mit Ihrem Windows-Konto also sofort zur klassischen Desktop-Oberfläche.
So geht’s: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste am unten Bildschirmrand, anschließend im Kontextmenü auf „Eigenschaften“ und wechseln Sie auf die Registerkarte „Navigation“. Hier aktivieren Sie die Option „Beim Anmelden anstelle der Startseite den Desktop anzeigen“, um zukünftig gleich den Desktop zu kommen.
Ebenfalls zurück ist der Start-Button links unten, allerdings ohne das aus früheren Windows-Versionen bekannte Startmenü. Das müssen Sie nach wie vor mit einem Zusatzprogramm wie Classic Shell aufspielen. Immerhin bietet der Start-Button per Rechtsklick ein neues Kontextmenü (oder per Shortcut „Win + X“), das 17 häufig verwendete Funktionen bietet: darunter die Systemsteuerung und die Option zum Ausschalten.

„Hilfe und Tipps“ heißt eine neue App von Microsoft, bei der Name Programm ist. Sie führt in das Bedienkonzept von Windows 8 ein und erklärt wichtige Alltagsaktionen.
Vergrößern „Hilfe und Tipps“ heißt eine neue App von Microsoft, bei der Name Programm ist. Sie führt in das Bedienkonzept von Windows 8 ein und erklärt wichtige Alltagsaktionen.

Hilfe und Tipps in neuer Microsoft-App

„Hilfe und Tipps“ heißt eine neue App von Microsoft zutreffender Weise, die das grundlegenden Bedienkonzept von Windows 8 und damit auch vom Update auf 8.1 erläutert und wichtige Alltagsaktionen in kurzen Videos erklärt: Wie man mit der Maus bzw. auf einem Touchscreen mit dem Finger navigiert, zwischen mehreren Apps wechselt und so weiter. Die Neuerungen fasst die Microsoft-App in der Rubrik „Neuigkeiten“ zusammen.
„Hilfe und Tipps“ finden Sie in der App-Ansicht mit einem Mausklick bzw. Fingertipp auf den Pfeil nach unten: „alle Apps anzeigen“.

Skype I: Video-Messenger im Betriebssystem integriert

Eine der Neuerungen, die Microsoft erst in einer späten Phase in das Update integrierte, ist der firmeneigene Video-Messenger Skype. Skype ist nun integraler Bestandteil des Betriebssystems und erscheint damit auch als App auf dem Startbildschirm, die Installation aus dem Windows Store ist also nicht erforderlich.

Der Video-Messenger Skype ist in Windows 8.1 nun vollständig integriert und bietet damit auch einige neue Funktionen, unter anderem das Arbeiten im Snap-View-Modus.
Vergrößern Der Video-Messenger Skype ist in Windows 8.1 nun vollständig integriert und bietet damit auch einige neue Funktionen, unter anderem das Arbeiten im Snap-View-Modus.

Experten-Tipps: So holen Sie aus Skype alles raus
 
Beim ersten Aufrufen tippen Sie nochmals das Passwort für Ihr Microsoft-Konto ein. Also das, mit dem Sie sich in aller Regel auch bei Windows anmelden. Danach fragt das System, ob Sie bereits einen Skype-Account besitzen. Trifft dies zu, bestätigen Sie dies mit „Ich habe ein Skype-Konto“ und wählen im nächsten Schritt das Skype-Konto aus, das mit dem Windows- bzw. Microsoft-Konto zusammengeführt werden soll. Nach Eintippen ihres bisherigen Skype-Passworts meldet Skype, dass Sie sich von nun an mit Ihrem Microsoft-Konto anmelden müssen. Damit ist der Video-Messenger startklar.
Für Skype-Einsteiger wichtig: Über das Lupensymbol können nach bei Skype angemeldeten Personen suchen, indem Sie deren Mail-Adresse eintippen. Erscheint dabei „Keine Ergebnisse für …“, fahren Sie mit einem Klick auf „Verzeichnis durchsuchen“ und den nach kurzer Zeit aufgeführten Kontakt fort. Drücken Sie die Schaltfläche „Zur Kontaktliste hinzufügen“, um der Person eine Anfrage zur Freigabe der Kommunikation per Skype zu schicken – sehr praktisch. Finden Sie den gewünschten Kontakt nicht gleich, probieren Sie eine alternative Mail-Adresse.

Skype II: Die neuen Funktionen

Neu in Windows 8.1 ist die „Click-to-Call“-Funktion , über die sich Gesprächspartner per Skype direkt aus dem Internet Explorers 11 kontaktieren lassen können. Dabei erkennt der der Microsoft-Browser Telefonnummern auf Websites, die man dann durch einfaches Antippen oder Anklicken anrufen kann. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, dass eingehende Anrufe auch dann sofort angenommen werden können, wenn der PC über den Sperrbildschirm inaktiv ist. Ein vorheriges Entsperren ist nicht mehr nötig. Schließlich wechselt der Rechner in den Snap-View-Modus , sobald in einer Skype-Nachricht auf einen Link oder ein mitgeschicktes Dokument geklickt wird. Die Messenger-App rutscht zur Seite, der Großteil des Monitors steht für den Browser oder für das Dokument zur Verfügung.

Wie Skype ist nun auch der Cloud-Speicher Bestandteil von Windows. Verbessert wurden unter anderem die Offline-Funktionen.
Vergrößern Wie Skype ist nun auch der Cloud-Speicher Bestandteil von Windows. Verbessert wurden unter anderem die Offline-Funktionen.

SkyDrive: Offline-Funktionen und mehr Komfort

Obwohl Microsoft im Sommer einen Namenstreit mit dem TV-Konzern BSkyB verloren hat und die Bezeichnung „SkyDrive“ im Prinzip aufgeben muss, läuft der Cloud-Speicher auch im 8.1-Update erst einmal unter dieser Bezeichnung weiter. Demnächst wird Skydrive dann in OneDrive umbenannt.


Funktionell wurde SkyDrive deutlich aufgewertet und wurde wie Skype ebenfalls in das Betriebssystem integriert. SkyDrive steht sowohl in der App- als auch in der Desktop-Ansicht als Laufwerk zum Speichern zur Verfügung, wenngleich ohne Buchstabe wie beim lokalen Laufwerk.

Die SkyDrive-Daten speichert Microsoft zunächst nur in der Wolke, erst die Funktion „Offline verfügbar machen“ (erreichbar per Rechtsklick über das Kontextmenü) speichert Dateien oder Ordner auch lokal. Selbst auf den gesamten Cloud-Speicher lässt sich die Offline-Funktion anwenden. Die so gekennzeichneten Inhalte lassen sich nun auch ohne Internet-Verbindung bearbeiten. Sobald das Gerät wieder online ist, steht die aktuelle Version auch in der Cloud und damit überall zur Verfügung. Aktiviert man die Offline-Funktion auf mehreren Geräten, lässt sich SkyDrive auch zum Synchronisieren lokaler Verzeichnisse einsetzen.
Bei nicht als lokal markierten Inhalten arbeitet Microsoft mit Platzhaltern, welche die Dateibezeichnung, einige Metadaten und bei Fotos eine kleine Vorschau (Thumbnail) enthalten. So lässt sich durch eine Fotosammlung scrollen, ohne die gesamte Datenmenge aus dem Web zu laden. Der tatsächliche Platzbedarf liegt bei Bildern bei rund fünf Prozent: Ein GByte Digitalfotos auf Skydrive beansprucht also rund 500 MByte für die Vorschau auf mobilen Geräten. Aktionen wie das Löschen, Kopieren oder Verschieben von Dateien ist auch über die Platzhalter möglich.


Weitere Infos zum neuen Skydrive gibt es in einem Microsoft-Blog – die Frage nach der Verschlüsselung und der Sicherheit bleibt allerdings unbeantwortet.

Die besten Shotcuts zu Windows 8

Windows 8.1 ohne Microsoft-Konto nutzen

Die Zusammenführung von Skype- und Microsoft-Konto macht deutlich: Der Software-Konzern möchte – so wie Google dies beim Smartphone vormacht – die Nutzer seines Betriebssystems personalisiert ansprechen. Das Installationsmenü des 8.1er-Updates bietet deshalb im Gegensatz zu Windows 8.0 keine Option mehr, sich mit einem lokalen Benutzerkonto anzumelden. Ein Online-Account bei Microsoft wird erst einmal vorausgesetzt.
Wenn Sie dies nicht wünschen, tippen Sie eine fiktive Mail-Adresse inklusive Passwort ein. Sie erhalten daraufhin eine Fehlermeldung mit der Möglichkeit, sich doch mit einem lokalen Konto anzumelden. Alternativ ziehen Sie vor dem Setup von Windows 8.1 den Netzstecker.

Microsoft hat die Suchfunktion im 8.1-Update gegenüber Windows 8.0 deutlich verbessert: Sie funktioniert nun wieder systemübergreifend – wie unter Windows 7.
Vergrößern Microsoft hat die Suchfunktion im 8.1-Update gegenüber Windows 8.0 deutlich verbessert: Sie funktioniert nun wieder systemübergreifend – wie unter Windows 7.

Deutlich verbesserte Suchfunktion

Ist die Systemsteuerung nun eine App oder eine Einstellung? Mit solchen Fragen musste man sich unter Windows 8.0 herumschlagen, weil das neue Betriebssystem bei der Suche zwischen Apps, Einstellungen und Dateien unterschied. Das ist mit dem 8.1-Update vorbei, denn die Suche funktioniert nun wieder systemübergreifend. Suchen Sie beispielsweise das „Windows Update“, tippen Sie den Suchbegriff nach Öffnen der Charm-Leiste rechts einfach ins Suchfeld ein. Windows zeigt sogleich alle passenden Treffer. Auch das Internet wird über die Bing-Suche eingebunden ebenso wie der Cloud-Speicher SkyDrive.
Tipp: In der App-Ansicht müssen Sie die Charm-Leiste gar nicht öffnen, sondern können die Suche sofort durch Tippen des Suchbegriffs starten.

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