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Die Firewall in Windows 7 optimal nutzen

22.06.2014 | 15:15 Uhr |

Die Firewall in Windows 7 ist eine wichtige Systemfunktion, wenn es um die Sicherheit Ihres Computers geht. Sie kontrolliert, dass nur solche Programme Daten aus dem Internet abrufen, die dazu auch autorisiert sind.

Achten Sie daruaf, dass nur eine Firewall aktiv ist.
Vergrößern Achten Sie daruaf, dass nur eine Firewall aktiv ist.

1. Firewall-Status prüfen

Wenn Sie keine zusätzliche Desktop-Firewall nutzen wollen, verwenden Sie die in Windows 7 eingebaute Firewall. Sie wird automatisch installiert und ist standardmäßig eingeschaltet, dennoch sollten Sie kontrollieren, ob das Bordmittel tatsächlich aktiv ist: Das geht in der Systemsteuerung unter „System und Sicherheit ➞ Windows-Firewall“. Ob überhaupt eine Firewall aktiv ist, sehen Sie auch direkt auf der Startseite im Wartungscenter von Windows. Wenn Sie probehalber eine andere Firewall-Software auf Ihrem PC installiert hatten, hat diese die Windows-Firewall bei der Deinstallation wahrscheinlich nicht wieder eingeschaltet. Dann holen Sie das in der Systemsteuerung unter „Windows-Firewall“ nach.

Die erste Abwehr: Schutz dank Router und Firewall

Achtung: Sollten Sie aber eine Desktop-Firewall-Software installiert haben, so darf nur diese aktiv sein. Die Windows-Firewall muss deaktiviert sein. Ob das wirklich geschehen ist, überprüfen Sie an derselben Stelle, nämlich unter „Systemsteuerung“ und dann unter „Windows-Firewall“.

Sie sollten genau prüfen, welche Programme oder Anhänge die Firewall passieren dürfen.
Vergrößern Sie sollten genau prüfen, welche Programme oder Anhänge die Firewall passieren dürfen.

2. Freigaben prüfen

Nach außen ist Ihr Rechner durch die Windows-Firewall abgeschottet. Denn sie verwirft sämtliche Datenpakete, die unaufgefordert ankommen. Aber: Sie lässt alle Pakete durch, die an Programme auf der Ausnahmenliste gesendet werden. Diese Liste sollten Sie regelmäßig kontrollieren, um sicher zu sein, dass dort nur erwünschte Tools stehen. Das geht über in der Systemsteuerung über „Ein Programm oder Feature durch die Windows-Firewall zulassen“.

Sollten auf dieser Liste Programmnamen auftauchen, die Ihnen nichts sagen, markieren Sie diese und schauen sich nach einem Klick auf „Details“ den Pfad und den Dateinamen an. In der Regel ist es unproblematisch, Tools von der Ausnahmeliste zu nehmen (Häkchen entfernen). Sollte ein Online-Tool danach nicht mehr richtig arbeiten, setzen Sie das Häkchen einfach wieder.

Wichtig: Vergewissern Sie sich, dass Ihr Antivirenprogramm und das zugehörige Update-Modul Zugriff aufs Internet haben, sonst kann sich das Tool keine aktuellen Infos über neue Viren holen und in der Folge Ihren Computer nicht mehr vernünftig schützen.

Ein nützliches Tool ist die kleine Ergänzung "Firewall Controll"
Vergrößern Ein nützliches Tool ist die kleine Ergänzung "Firewall Controll"

3. Zwei-Wege-Schutz einschalten

Wenn Sie den Zwei-Wege-Schutz in der Windows-Firewall unter „Erweiterte Einstellungen ➞ Eigenschaften“ einschalten, kann diese auch den ausgehenden Datenverkehr regulieren. Haben Sie diese Option aktiviert, müssen Sie manuell jedes einzelne Programm eintragen. Eine recht zeitraubende Aufgabe, bei der man schnell ein wichtiges Tool vergisst. Das Gratis-Tool Windows 7 Firewall Control ist eine Ergänzung zu der in Windows 7 eingebauten Firewall. Nach der Installation meldet das Tool jede Anwendung, die Daten ins Internet senden will – so, wie man es von anderen Desktop-Firewalls her kennt. Wenn Windows 7 Firewall Control ein Programm meldet, das Zugriff aufs Internet fordert, können Sie für dieses Programm den gesamten Datenverkehr erlauben beziehungsweise verbieten. Eine Beschränkung auf den nur ein- oder ausgehenden Verkehr ist ebenfalls möglich.

Infomeldungen können Sie unterbinden, wenn Sie das Kästchen Benachrichtigungen deaktivieren anklicken.
Vergrößern Infomeldungen können Sie unterbinden, wenn Sie das Kästchen Benachrichtigungen deaktivieren anklicken.

4. Infomeldungen unterbinden

Normalerweise teilt Ihnen die Firewall mit, wenn sie die Verbindungsanfrage einer Software gesperrt hat. Das dann angezeigte Fenster enthält auch die Option, die Sperrung für das betreffende Programm aufzuheben. Wünschen Sie im Falle einer Programmsperre vorübergehend oder dauerhaft keine Hinweismeldung mehr, gehen Sie zum Dialog zum Ein- und Ausschalten der Firewall (siehe Schritt 1) und deaktivieren das Kontrollkästchen „Benachrichtigen, wenn die Windows-Firewall ein neues Programm blockiert“.

Windows-Firewall per Kommandozeile steuern - Workshop

Beim Surfen in einem unsicheren Netzwerk, können Sie kommende Verbindungen sperren.
Vergrößern Beim Surfen in einem unsicheren Netzwerk, können Sie kommende Verbindungen sperren.

5. Kommende Verbindungen sperren

Beim Surfen über eine unsichere Netzwerk- oder WLAN-Verbindung kann die Firewall in Windows 7 vorübergehend sämtliche eingehenden Verbindungen blockieren. Dabei sperrt das System alle ankommenden Verbindungsversuche einschließlich der Software, die in der Liste der zugelassenen Programme steht. Gedacht ist dieser Modus etwa für ein Hotelnetzwerk oder einen öffentlichen Hotspot an Bahnhof oder Flughafen, bei denen man sich eine maximale Absicherung des Rechners wünscht. Den Sperrmodus aktivieren Sie in der Systemsteuerung unter „System und Sicherheit ➞ Windows-Firewall“. Klicken Sie links auf „Windows-Firewall ein- oder ausschalten“ und setzen Sie ein Häkchen vor „Alle eingehenden Verbindungen blockieren, einschließlich derer in der Liste der zugelassenen Programme“. Sobald Sie wieder mit einem geschützten Netzwerk verbunden sind, entfernen Sie das Häkchen wieder.

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