14.05.2009, 10:01

Jörg Thoma

Windows und Linux parallel

Mit VMware Server virtuelle Betriebssysteme einrichten

Mit Vmware-Server nutzen Sie gefahrlos mehrere Systeme parallel – etwa Windows in einem Fenster unter Linux. Und das ganz ohne die Festplatte zu partitionieren.
Die Installation eines virtuellen Betriebssystems im VMware-Server birgt keine Gefahren, Sie ersparen sich das Partitionieren der Festplatten und können so beispielsweise bequem die zahlreichen Linux-Varianten testen, bevor Sie diese im Produktiveinsatz nutzen. Ein weiterer Vorteil für Linux-Benutzer: Auch Windows können Sie in der virtuellen Umgebung installieren und dort Programme nutzen, die Sie unter Linux vermissen, beispielsweise Adobe Photoshop und Dreamweaver.
Mit Vmware-Server installieren Sie Betriebssysteme so, als liefen sie auf einem normalen Rechner. Diese so genannten Gastsysteme benutzen eine virtuelle Festplatte und greifen auf Grafikkarte, Netzwerkkarte, USB-Schnittstelle, serielle und parallele Ports zu. Auf CD-ROM-Laufwerke und Prozessor greift Vmware- Server direkt zu, bei einem Dualcore-Prozessor haben Sie sogar die Wahl, einen oder beide Kerne dem virtuellen System zur Verfügung zu stellen. Vom Host-System, also dem System, auf dem Vmware-Server installiert ist, zwackt sich das Programm einen Teil des Arbeitsspeichers ab. Hier sollten Sie mindestens 1GB RAM besitzen, damit Host- und Gastsysteme beispielsweise mit jeweils 512 MB flüssig laufen.
Die kostenlose Server-Variante bietet Benutzern eine bequeme Umgebung, um sowohl unter Linux als auch Windows weitere Systeme zu installieren und auszuprobieren. Vor allem die Unterstützung für USB-Geräte klappt seit Version 2.0 besser: Anstelle des langsamen 1.1-Protokolls unterstützt Vmware Server ab Version 2.0 Geräte mit USB 2.0, also mit höherer Geschwindigkeit. Zudem hat Vmware die Oberfläche zur Benutzung im Browser portiert und lässt sich so etwa mit Firefox nutzen. Für Profis bietet die Software zahlreiche erweiterte Optionen. Trotzdem können Sie Vmware-Server weiterhin kostenlos einsetzen, Sie müssen sich lediglich registrieren, um eine Seriennummer zu erhalten. Auf Multimedia-Anwendungen und Spiele, die auf Direct X zugreifen, müssen Sie in dieser Version allerdings verzichten. Lediglich die kostenpflichtige Workstation- Variante unterstützt seit einiger Zeit Programme, die Direct X 9.0 benötigen.
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