127136

Windows und Linux parallel

09.06.2007 | 15:30 Uhr |

Windows oder Linux? Keine Sorge, Sie müssen sich nicht entscheiden. Installieren Sie beide Betriebssysteme parallel auf einem PC, und profitieren Sie von den Vorzügen beider Welten.

Die richtige Partitionierung

Die meisten PCs sind mit nur einer Festplatte ausgestattet, und die Windows-Partition belegt den gesamten Platz. Linux benötigt allerdings mindestens zwei eigene Partitionen. Eine davon nimmt das System auf, die andere die Auslagerungsdatei (Swap-Partition). Wir empfehlen, außerdem eine weitere FAT32-Partition für den Datenaustausch zwischen Linux und Windows einzurichten beide können auf eine Partition mit dem Dateisystem FAT32 lesend und schreibend zugreifen.

Platz schaffen: Ist bisher nur eine Partition vorhanden, müssen Sie diese verkleinern oder eine weitere Festplatte einbauen. Die meisten aktuellen Linux-Distributionen bieten gleich während der Installation die Möglichkeit, Partitionen zu verkleinern. Das funktioniert sowohl mit FAT32- als auch mit NTFS-Partitionen. Bevor Sie diese Aktion durchführen, sollten Sie jedoch unbedingt ein Backup anlegen und unter Windows mit Hilfe von Scandisk mögliche Fehler im Dateisystem beheben. Anschließend starten Sie dort die Defragmentierung und verschieben damit die Dateien an den Anfang der Partition. Das beschleunigt später den Verkleinerungsprozess unter Linux.

Auslagerungsdatei deaktivieren: Falls Sie unter Windows eine permanente Auslagerungsdatei eingerichtet haben, sollten Sie diese vorübergehend deaktivieren. Sonst lässt sich die Partition in einigen Fällen nicht wie gewünscht verkleinern. Gehen Sie dazu in der Systemsteuerung auf ,,System" und dann auf die Registerkarte ,,Erweitert". Wählen Sie hier den Punkt ,,Systemleistung, Einstellungen, Erweitert", aktivieren Sie die Option ,,Keine Auslagerungsdatei", und klicken Sie auf ,,Festlegen". Schließen Sie anschließend alle geöffneten Dialoge, und starten Sie den Rechner neu.

Installieren: Booten Sie den PC von der Linux-Installations-CD oder -DVD. Das Installationsprogramm beispielsweise Yast von Open Suse analysiert dabei die Festplatte und schlägt die Größenänderung bei Bedarf automatisch vor. Nach einem Klick auf ,,Partitionierung" können Sie den angebotenen Wert auch ablehnen und der Windows-Partition mehr oder weniger Platz zuweisen.

Die Installation von Fedora Core läuft ähnlich ab, nur Ubuntu macht hier eine Ausnahme. Booten Sie, wie oben beschrieben, das Ubuntu-System als Live-Distribution, und klicken Sie dann auf das Icon ,,Install" auf dem Desktop, um die Installationsroutine zu starten. Die Installation der Systeme Fedora Core 6, Open Suse 10.2 sowie Ubuntu Linux 6.10 beschreibt der 2 Artikel ,,Desktop-Linux installieren. Alternative: Sollte das Linux-System Ihrer Wahl keine entsprechende Funktion bieten, lässt sich die Partition auch mit einem von CD oder DVD gestarteten Knoppix- oder Ubuntu-System (oder einer anderen derart ausgerüsteten Live-CD) verändern. Starten Sie dazu unter Knoppix das einfach zu bedienende Partitionierungsprogramm über ,,System, Qtparted".

0 Kommentare zu diesem Artikel
127136