Ratgeber Windows
Windows kaputt? So retten Sie Ihr System gratis
Wenn Windows nicht mehr startet, ist guter Rat nicht teuer: Mit der Notfall-DVD der PC-WELT erhalten Sie gratis alle Werkzeuge, mit denen Sie Ihren PC flott reparieren.
Eine Notfall-DVD zur Rettung in Not geratener Windows-Installationen sollte jeder verantwortungsbewusste PC-Nutzer besitzen. Dennoch zieht es nahezu jeder zweite noch immer vor, Windows neu zu installieren. Dabei lassen sich nahezu alle schwerwiegenden PC-Probleme mit einem Notfallsystem lösen. Aber nicht jedes System löst auch jedes PC-Problem.
Deshalb haben wir für die Notfall-DVD gleich drei Systeme zusammendestellt, die gemeinsam nahezu jede Ursache aus dem Weg schaffen können, die Windows am Starten hindert. Ausgenommen sind natürlich Hardware-Defekte. Lesen Sie hier, wie Sie das PC-WELT-Notfallsystem, Parted Magic und Memtest86 richtig einsetzen und welches System für welches Problem das geeignete ist.
1. Hardware auf Fehler untersuchen
Wenn Windows nicht mehr startet oder häufig abstürzt, liegt zunächst immer der Verdacht nahe, eine Hardware-Komponente könnte defekt sein. Prüfen Sie deshalb die Funktion der zentralen Computer-Komponenten mit der PC-WELT-Notfall-DVD. Legen Sie dazu die von Ihnen erstellte DVD ins CD/DVD-Laufwerk, und starten Sie Ihren PC davon. Sie müssen dafür eventuell die Startreihenfolge im BIOS anpassen. Im Startmenü der Notfall-DVD wählen Sie mit den Pfeiltasten den Eintrag „Parted Magic 6.6“ und drücken zweimal die Enter-Taste. Daraufhin startet Parted Magic, mit dem Sie einige Hardware-Tests durchführen können.
Prozessor testen: Mit dem System Stability Tester lassen Sie Ihren Prozessor bis zu 128 Millionen Nachkommastellen zur Kreiszahl Pi berechnen. Klappt dass, können Sie davon ausgehen, dass die Recheneinheit in Ihrem PC auch unter Volllast funktioniert. Andernfalls sollten Sie einen zuvor angewandten Übertaktungstrick zurücknehmen und/oder für mehr Kühlung sorgen. Hilft das nicht, müssen Sie wohl den Prozessor und/oder die Hauptplatine ersetzen.
Klicken Sie zum Aufruf des Tests in Parted Magic auf das Festplattensymbol links unten, und wählen Sie dann „System Tools ➞ System Stability Tester“. Daraufhin startet das Programm. Die Parameter können Sie in den Ausklapplisten am oberen Fensterrand festlegen. Neben „Pi digits“ wählen Sie die Anzahl der zu berechnenden Nachkommastellen. Fangen Sie klein an, etwa mit „128K“. Neben „Threads“ wählen Sie die Anzahl paralleler Prozesse. Wählen Sie hier das Maximum „32“ um eine Prozessor-Auslastung von 100 Prozent zu erreichen. Dann klicken Sie auf „Run“.
Der Test dauert etwa 30 Sekunden. Wenn am Ende „Borwein PASSED“ angezeigt wird, wurde er bestanden. Erhöhen Sie dann schrittweise die „Pi digits“, und wiederholen Sie den Test, um die Belastungsdauer zu erhöhen. Besteht Ihr PC auch längere Tests, ist die Recheneinheit in Ordnung. Danach können Sie den System Stability Tester schließen.
Festplattenprobleme finden: Mit dem Programm Gsmartcontrol können Sie testen, ob eine Ihrer Festplatten defekt ist oder ein Defekt droht. Klicken Sie dazu in Parted Magic auf „Disk Health“. Im folgenden Fenster sehen Sie alle Festplatten, die an Ihren PC angeschlossen sind. Klicken Sie diejenige an, die Sie testen möchten, und wählen Sie dann „Perform Tests ➞ Execute“. Daraufhin führt die Festplatte einen schnellen Selbsttest durch. Wenn danach unten „Test result: Completed without error“ steht, wurde kein Fehler gefunden.
Um ganz sicher zu gehen, müssten Sie aber aus der Ausklappliste „Extended Self-test“ auswählen und „Execute“ klicken. Dieser erweiterte Test dauert allerdings mehrere Stunden. Auf der Registerkarte „Attributes“ können Sie sich außerdem die S.M.A.R.T.-Werte Ihrer Festplatte anzeigen lassen. Wenn in der Spalte „Type“ der Wert „pre-failure“ oder „failure“ steht, dann droht ein Festplattenproblem. Sichern Sie in diesem Fall so schnell wie möglich Ihre Daten (siehe Seite 2).
Speicherprobleme finden: Zuletzt sollten Sie noch den Arbeitsspeicher testen. Klicken Sie dazu in Parted Magic auf das Festplattensymbol unten links, und wählen Sie „Abmelden ➞ Reboot the Computer ➞ OK“. Dann starten Sie den PC erneut von der DVD. Wählen Sie diesmal im Startmenü „Extras und Tools ➞ Memtest86+ 4.10“. Nachdem das Memtest86-System gestartet wurde, führt es automatisch zwölf Tests durch, die unter anderem die Adressierbarkeit, den Schutz vor überspringenden Werten und die Speicherdauer jeder einzelnen Speicherzelle prüfen.
Mit diesen Gratis-Tools sichern Sie Ihren PC
CCleaner - Portable
Die Freeware CCleaner ist ein Cleaning-Tool, das Ihre Festplatte von unnötigem Datenmüll befreit, die Registry aufräumt und Internet Spuren entfernt. Es entfernt zudem die Liste der zuletzt genutzten Dokumente und ausgeführten Funktionen, alle Log- und Null-Byte-Dateien, sowie Chkdsk-Überbleibsel und Speicherabbilder. Ebenso löscht der CCleaner auch den Verlauf bzw. Cache zahlreicher Anwendungen unter anderem auch von Firefox, Internet Explorer, Opera, eMule, Media Player, Kazaa, Google Toolbar, Netscape, Office XP, Nero, Adobe Acrobat, WinRAR, WinAce und WinZip.
Die Freeware CCleaner ist ein Cleaning-Tool, das Ihre Festplatte von unnötigem Datenmüll befreit, die Registry aufräumt und Internet Spuren entfernt. Es entfernt zudem die Liste der zuletzt genutzten Dokumente und ausgeführten Funktionen, alle Log- und Null-Byte-Dateien, sowie Chkdsk-Überbleibsel und Speicherabbilder. Ebenso löscht der CCleaner auch den Verlauf bzw. Cache zahlreicher Anwendungen unter anderem auch von Firefox, Internet Explorer, Opera, eMule, Media Player, Kazaa, Google Toolbar, Netscape, Office XP, Nero, Adobe Acrobat, WinRAR, WinAce und WinZip.
McAfee AVERT Stinger
Das Antiviren-Programm untersucht Ihre Festplatten auf weit verbreitete Viren, Würmer und Trojaner. Das Programm muss nicht installiert werden und steht direkt nach dem Herunterladen der EXE-Datei zur Verfügung, sodass Sie es per Doppelklick starten können. Avert Stinger entfernt Schädlinge nach Möglichkeit auch direkt.
Das Antiviren-Programm untersucht Ihre Festplatten auf weit verbreitete Viren, Würmer und Trojaner. Das Programm muss nicht installiert werden und steht direkt nach dem Herunterladen der EXE-Datei zur Verfügung, sodass Sie es per Doppelklick starten können. Avert Stinger entfernt Schädlinge nach Möglichkeit auch direkt.
USBDeview
Möchten Sie wissen, ob eine andere Person außer Ihnen selbst einen USB-Stick an Ihrem Rechner verwendet hat, gibt Ihnen das praktische Tool darüber umfassend Auskunft.
Möchten Sie wissen, ob eine andere Person außer Ihnen selbst einen USB-Stick an Ihrem Rechner verwendet hat, gibt Ihnen das praktische Tool darüber umfassend Auskunft.
Skipfish
Der Google-Sicherheitsscanner Skipfish sucht nach Sicherheitslücken in Websites und Webanwendungen. Das Tool ist an Profis gerichtet: Skipfish liegt nicht als ausführbare EXE-Datei vor, sondern als C-Quellcode, der noch kompiliert werden muss. Das können Linux, FreeBSD 7.0+ und MacOS X-Systeme standardmäßig, für Windows müssen Sie zusätzlich noch Linux-Emulator Cygwin installieren.
Der Google-Sicherheitsscanner Skipfish sucht nach Sicherheitslücken in Websites und Webanwendungen. Das Tool ist an Profis gerichtet: Skipfish liegt nicht als ausführbare EXE-Datei vor, sondern als C-Quellcode, der noch kompiliert werden muss. Das können Linux, FreeBSD 7.0+ und MacOS X-Systeme standardmäßig, für Windows müssen Sie zusätzlich noch Linux-Emulator Cygwin installieren.
Hotspot Shield
Wer viel unterwegs ist und Hotspots nutzt, sollte sich dieses Gratis-Tool anschauen. Das Sicherheitsprogramm verbindet Sie über ein Virtual-Private-Network mit dem jeweiligen Hotspot. Dadurch wird die Übertragung der Daten sicher verschlüsselt, sodass dieser undurchdringliche Schild den Zugriff auf Ihre Drahtlos-Verbindung, und so auch auf Ihre Daten, verhindert. Zusätzlich wird durch die Verschlüsselung auch noch Ihre Anonymität im Internet gewährleistet.
Wer viel unterwegs ist und Hotspots nutzt, sollte sich dieses Gratis-Tool anschauen. Das Sicherheitsprogramm verbindet Sie über ein Virtual-Private-Network mit dem jeweiligen Hotspot. Dadurch wird die Übertragung der Daten sicher verschlüsselt, sodass dieser undurchdringliche Schild den Zugriff auf Ihre Drahtlos-Verbindung, und so auch auf Ihre Daten, verhindert. Zusätzlich wird durch die Verschlüsselung auch noch Ihre Anonymität im Internet gewährleistet.
Rising Antivirus
Das kostenlose Antiviren-Programm schützt nicht nur vor Computerviren, sondern überwacht die anfälligen Bereiche Ihres Rechners, sodass Schädlinge schon im Vorfeld abgewehrt werden können.
Das kostenlose Antiviren-Programm schützt nicht nur vor Computerviren, sondern überwacht die anfälligen Bereiche Ihres Rechners, sodass Schädlinge schon im Vorfeld abgewehrt werden können.
Sandboxie
Sandboxie verhindert, dass die in ihr ausgeführten Programme in die normalen Bereiche der Festplatte schreiben.
Sandboxie verhindert, dass die in ihr ausgeführten Programme in die normalen Bereiche der Festplatte schreiben.
Avira Antivir Personal Free Antivirus
Einer der beliebtesten Gratis-Virenscanner im deutschsprachigen Raum.
Einer der beliebtesten Gratis-Virenscanner im deutschsprachigen Raum.
XP AntiSpy
Die Freeware XP AntiSpy hindert Windows daran, Informationen über den Anwender per Internet zu verschicken - etwa dann, wenn ein Programm abstürzt.
Die Freeware XP AntiSpy hindert Windows daran, Informationen über den Anwender per Internet zu verschicken - etwa dann, wenn ein Programm abstürzt.
Sticky Password Free
Sticky Password Free ist ein Passwort-Manager, der Kennwörter generiert und speichert. Er bietet auch Schutz vor Phishing.
Sticky Password Free ist ein Passwort-Manager, der Kennwörter generiert und speichert. Er bietet auch Schutz vor Phishing.
My Lockbox
Unter Windows 2000, XP und Vista können Sie mit der Freeware Verzeichnisse und Dateien verstecken und mit einem Passwort schützen.
Unter Windows 2000, XP und Vista können Sie mit der Freeware Verzeichnisse und Dateien verstecken und mit einem Passwort schützen.
Outpost Security Suite Free
Die Gratis-Sicherheitssuite umfasst unter anderem einen Virenscanner, eine Zwei-Wege-Firewall, einen Spam-Schutz und eine IP-Blockierliste.
Die Gratis-Sicherheitssuite umfasst unter anderem einen Virenscanner, eine Zwei-Wege-Firewall, einen Spam-Schutz und eine IP-Blockierliste.
usbdeviceview.jpg
Microsoft Security Essentials bietet Echtzeitschutz vor Viren durch den ständig laufenden Virenwächter (On-Access-Scanner) und einen On-Demand-Scanner, der auf Kommando startet.
Microsoft Security Essentials bietet Echtzeitschutz vor Viren durch den ständig laufenden Virenwächter (On-Access-Scanner) und einen On-Demand-Scanner, der auf Kommando startet.
Die Freeware stellt unterschiedliche Löschmethoden bereit, um unter anderem gelöschte Mails, temporäre Internet-Dateien oder komplette Ordnerinhalte so zu entfernen, dass sie nicht wiederhergestellt werden können. Das Tool löscht auch besuchte Internetseiten, unerwünschte Cookies, Chatroom-Gespräche, gelöschte Mail-Nachrichten, temporäre Dateien, Windows-Swap-Datei und den Windows Papierkorb.
Laufen die Tests fehlerfrei durch, ist mit den Speicherriegeln alles in Ordnung. Falls nicht, schalten Sie den PC aus, entfernen einen Riegel und führen den Test erneut durch. Wenn der Fehler nicht mehr auftritt, haben Sie den Übeltäter gefunden. Falls Sie drei oder mehr Riegel verbaut haben, können Sie sie auch paarweise tauschen und dann den Test erneut durchführen. Wenn sich die Speicheradresse des Fehlers verändert, wissen Sie, dass einer der bewegten Bausteine defekt ist. Durch weitere Tauschaktionen machen Sie den Übeltäter dingfest.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 1 von 5
Nächste Seite









14.11.11
Zum Bericht im PC Welt Newsletter vom 14.11.11
Beim zweiten Bericht «Ratgeber Windows» zeigen Sie, ich nehme es jedenfalls an, eine Notfallkoffer und ich vermute, das dies eine Erstehilfekoffer des Roten Kreuzes sein soll. Die Hilfsorganisation - Rotes Kreuz - zeigt wie der Name schon sagt: Ein rotes Kreuz auf weissem Grund! Die Schweizerfahne hat ein weisses Kreuz auf rotem Grund.
Wir Schweizer wissen, das wir die halbe Welt aus dem Dreck ziehen müssen oder sollen, aber für defekte PCs können und dürfen Sie uns Eidgenossen nicht auch noch zu Verantwortung ziehen. :PatPat:
Antwort schreiben
14.11.11
Antwort schreiben