Wenn Dateien des Betriebssystems oder einer Anwendungs-Software verloren gehen, ist das in der Regel halb so wild – diese Dateien lassen sich jederzeit nachinstallieren. Richtig schlimm wird es, wenn Sie wegen einer Malware oder eines Versehens persönliche Dokumente, Bilder, Musik oder Videos verlieren. Mit dem Papierkorb hat Microsoft zwar einen doppelten Boden eingebaut; hier landen standardmäßig aber nur die Dateien, die Sie händisch und direkt im Explorer gelöscht haben. Bemerken Sie einen Datenverlust, fahren Sie den Rechner möglichst schnell herunter. Dadurch verhindern Sie, dass der freie Speicher und somit Ihre gelöschten Daten überschrieben werden.
Daten retten mit Vista PE: Starten Sie Ihren Rechner mit Windows Vista PE. Unter „Start, Programs, Data Recovery“ finden Sie vier Rettungs-Tools, die sich durch ihre grafische Benutzerführung leicht intuitiv bedienen lassen: PC Inspector File Recovery, Recuva, Restoration und Softperfect File Recovery. Die größten Aussichten auf Erfolg verspricht jedoch Photorec. Dieses Tool basiert auf der Kommandozeile und ist deshalb weniger intuitiv zu benutzen.
Laufwerk analysieren: Nachdem Sie Photorec gestartet haben, erscheint eine Liste mit allen Laufwerken. Wählen Sie das Laufwerk, auf dem Ihre gelöschten Daten lagen, und drücken Sie ‹Return›. Im nächsten Schritt wählen Sie den Partitionstyp. Da Photorec ihn selbst ermittelt, können Sie in der Regel den Standard beibehalten. Anschließend markieren Sie entweder die Partition mit den verlorenen Daten oder das gesamte Laufwerk („Whole Disk“, falls es nur eine Partition gibt) und gehen auf „Search“. Nun müssen Sie gegebenenfalls noch auswählen, unter welchem Dateisystem die Dateien zuvor abgelegt wurden. Auch hier können Sie in der Regel den Standard beibehalten. Im nächsten Schritt suchen Sie sich ein Zielverzeichnis aus, in das die wiederhergestellten Daten geschrieben werden sollen. Bei den geretteten Daten stimmen häufig die Dateinamen nicht mehr.
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