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Windows klicksicher

Beim Doppelklick auf eine Datei startet nicht immer das, was Sie erwarten. Der Grund dafür: Ein neu installiertes Programm hat sich den Dateityp gekapert. Wir zeigen Ihnen, wie Sie wieder zum Standard zurückkehren können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Beim Doppelklick auf eine Datei startet nicht immer das, was Sie erwarten. Der Grund dafür: Ein neu installiertes Programm hat sich den Dateityp gekapert. Wir zeigen Ihnen, wie Sie wieder zum Standard zurückkehren können.

Lösung:

Was tun, wenn nach einem Doppelklick auf eine Bilddatei nicht mehr Irfan View, sondern der Photo Editor startet?

Was nach einem Doppelklick im Windows-Explorer geschieht, offenbart der Explorer-Dialog "Extras, Ordneroptionen, Dateitypen“ oder der direkte Blick in die Registry. Theoretisch können Sie auf beiden Wegen unerwünschte Doppelklick-Aktionen korrigieren - wobei der Explorer-Dialog nur so viel anbietet, wie ihm eventuelle "EditFlags“ der Registry erlauben.

Der Eingriff in die Registry ist dadurch erschwert, dass viele Extensionen einem Dateityp untergeordnet und allgemeine sowie benutzerspezifische Zuordnungen auf mehrere Registry-Hauptschlüssel verteilt sind. Einen besseren Überblick bei mehreren hundert Extensionen und eine schnelle Korrektur ermöglicht unser Script :pcwTypCheck.HTA: Damit erhalten Sie eine Liste aller Veränderungen und können jede unerwünschte Aktion per Mausklick einfach zurücksetzen.

PC-WELT-Bewegungsmelder: Veränderungen im Blick

Die Anwendung des Scripts ist einfach. Kopieren Sie es in ein beliebiges Verzeichnis, und rufen Sie es per Doppelklick auf. Beim ersten Start sichert pcwTypCheck den aktuellen Stand als Backup in Textdateien unter "\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>“. Danach können Sie das Script über "Quit“ schließen.

Wenn Sie etwa nach der Installation einer Anwendung überprüfen wollen, ob Dateizuordnungen verändert wurden, rufen Sie das Script erneut auf. Es liest dann den aktuellen Stand ein und vergleicht ihn mit dem Backup. Das kann einige Minuten dauern. Je nach Art der Zuordnung tauchen die einzelnen Veränderungen unterhalb von einem der drei Einträge "Dateityp-Zuordnung“, "Doppelklick-Befehle“ oder "Spezielle Befehle“ auf. Veränderungen in der Dateityp-Zuordnung bedeuten, dass eine Extension einem anderen Dateityp untergeordnet wird. Da dieser in der Regel seinen speziellen Standard-Aufruf hat, startet folglich eine andere Anwendung. Wird der Standard-Aufruf eines Dateityps geändert, dann finden Sie diese Abweichung in der Kategorie "Doppelklick-Befehle“. Die Rubrik "Spezielle Befehle“ schließlich erfasst Änderungen bei der direkten Zuordnung eines Programm-Aufrufs zu einer bestimmten Extension.

Wählen Sie die erste der drei Kategorien, aktivieren Sie in der unteren Fensterhälfte die Klickboxen neben allen Einträgen, die Sie wieder auf den alten Stand zurücksetzen wollen, und klicken Sie auf "Übernehmen“. Wiederholen Sie den Vorgang für die beiden anderen Kategorien.

Neuen Status von Zeit zu Zeit als Standard speichern

Natürlich sind Änderungen an den Dateitypen nicht in jedem Falle ungewollt oder falsch. Nach der Installation einer professionellen Bildbearbeitung werden Sie durchaus erwarten, dass diese bei Doppelklicks auf Bilddateien im Windows-Explorer aktiv wird. In solchen Fällen sollten Sie die neue Zuordnung der Datei-Erweiterungen keinesfalls entfernen, sondern vielmehr einen neuen Grundzustand definieren. Dazu klicken Sie im Script auf "Neue Backup-Listen“. Der damit gesicherte Status gilt ab sofort als neuer Standard.

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