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Netzwerk unter Windows richtig verwalten und nutzen

25.01.2014 | 08:45 Uhr |

Neben dem „Netzwerk- und Freigabecenter“ und der „Heimnetzgruppe“ hat Windows weitere Komponenten zur Verwaltung und Nutzung des Netzwerks an Bord. Abseits der wesentlichen Funktionen gibt es auch wenig beachtete Exoten.

1 Hardware und Adapter

Hardware und Adapter
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Die angeschlossene Hardware verrät der „Gerätemanager“ in der Systemsteuerung unter „Netzwerkadapter“. Hier ist auch ersichtlich, wenn ein Treiber für den Adapter fehlt oder fehlerhaft ist. Bereits virtualisiert und nicht mehr auf Hardware-Ebene sehen Sie die Netzwerkadapter unter „Systemsteuerung > Netzwerk- und Freigabecenter > „Adaptereinstellungen ändern“. Die verfügbaren Netzwerkverbindungen erscheinen als „LAN-Verbindung“ oder „WiFi“ und lassen sich hier nach Rechtsklick „Deaktivieren“ und „Aktivieren“. Das ist eine bewährte und auch von Windows genutzte Methode, um einfache Netzprobleme zu beheben. Das Gerät erhält dabei eine neue IP-Adresse. Über Rechtsklick und „Eigenschaften“ können Sie für jeden Adapter die Protokolle (insbesondere TCP/IPv4) und Dienste (etwa die Datei- und Druckerfreigabe) einstellen oder ändern.

2 Netzwerkstandort und Standards

Netzwerkstandort und Standards
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Je nach aktuellem Netzwerkstandort gelten automatische Standards, wie offen sich ein Windows-PC im Netz verhält. Zu Hause sollte das Netzwerk- und Freigabecenter „Heimnetzwerk“ (Windows 7) oder „Privates Netzwerk“ (Windows 8) anzeigen. Dann sind die „Netzwerkerkennung“ und die „Datei- und Druckerfreigabe“ automatisch aktiviert, ferner werden „Heimnetzgruppe“ und „Medienstreaming“ als Optionen unterstützt. Beachten Sie, dass Sie einen Teil der automatischen Standortstandards im Netzwerk- und Freigabecenter manuell ändern können. Unter „Erweiterte Freigabeeinstellungen ändern“ erscheinen die Standorte („Profile“) mit den aktuellen Einstellungen. Die „Netzwerkerkennung“ sollte im Heimnetz auf jeden Fall aktiv sein, damit sich die Rechner im Explorer-Ordner „Netzwerk“ gegenseitig finden.

3 Die Windows-Firewall

Die Windows-Firewall
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Die Firewall blockt alle nicht explizit genehmigten Zugriffsversuche aus dem lokalen Netz und aus dem Internet. Die Meldung „Die Windows-Firewall hat [...] blockiert“ sollten Sie immer ernst nehmen. Nur wenn Sie das im Meldungsfenster angezeigte Programm selbst aufgerufen haben, können Sie mit „Zugriff zulassen“ die Blockade aufheben. Damit nehmen Sie das Programm dauerhaft in die Liste der zugelassenen Programme auf. Die gesamte, derzeit geltende Liste finden Sie unter „Systemsteuerung > Windows Firewall > Programm/App […] über die Windows-Firewall kommunizieren lassen“. Sie lässt sich auch manuell ändern, wenn Sie sich über ein dort aufgeführtes Netzwerkprogramm zu hundert Prozent sicher sind, dass Sie es nicht benötigen.

4 Netzwerksymbol in der Taskleiste

Netzwerksymbol in der Taskleiste
Vergrößern Netzwerksymbol in der Taskleiste

Das Netzwerksymbol erscheint entweder als Balkentreppe bei verbundenem Funknetz oder als Monitor mit Kabel bei bestehender Kabelverbindung. Bei aktivem Funknetzadapter zeigt ein Klick auf das Symbol die WLANs in Reichweite, um sich per Klick darauf verbinden zu können. Hinweis auf fehlende Konnektivität sind weißes Kreuz auf rotem Kreis im Kabelnetzsymbol oder ein gelb-braunes Sternchen im Funknetzsymbol.

5 Explorer für Zugriff und Freigabe

Explorer für Zugriff und Freigabe
Vergrößern Explorer für Zugriff und Freigabe

Der Windows-Explorer zeigt in der Navigationsspalte den Eintrag „Netzwerk“. Damit kommen Sie an alle Windows-PCs mit aktivierter Netzwerkerkennung und auf deren Freigaben ebenso wie an NAS- oder Linux-PCs mit Samba-Freigaben. Für neue Freigaben auf dem aktuellen PC genügt ebenfalls der Explorer.

6 Anmeldeinformationsverwaltung

Anmeldeinformationsverwaltung
Vergrößern Anmeldeinformationsverwaltung

Unter „Systemsteuerung > Anmeldeinformationsverwaltung“ finden Sie die gespeicherten Kontodaten für den Zugriff auf Internet-Server wie auf Windows-Netzfreigaben, die letzteren unter dem Punkt „Windows-Anmeldeinformationen“. Vor allem vor Neuinstallationen lohnt es sich auf jeden Fall, die hier gesammelten Konten und Kennwörter zu speichern („Tresor sichern“ unter Windows 7 oder „Anmeldedaten sichern“ unter Windows 8). Die „Anmeldeinformationsverwaltung“ kann die verschlüsselt abgelegte CRD-Datei auf einem neuen System oder auf einem anderen Rechner wieder in einem Rutsch importieren.

7 Offline-Dateien

Offline-Dateien
Vergrößern Offline-Dateien

Nach Rechtsklick auf eine beliebigen Netzwerkordner erscheint im Windows-Explorer die Option „Immer offline verfügbar“. Damit synchronisieren Sie den Ordner auf der lokalen Festplatte. Motiv im Heimnetz ist weniger die Verfügbarkeit der Daten, wenn der „Server“ ausfällt, als vielmehr das automatische Backup durch die Synchronisierung. Nähere Einstellungen zu den Offline-Dateien bietet die Systemsteuerung unter „Synchronisierungscenter“. Um eine frühere Synchronisierung wieder zu beenden, verwenden Sie aber nicht den Systemsteuerungspunkt, sondern erneut den Windows-Explorer wie oben beschrieben.

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