31.08.2007, 12:24

Christian Löbering

Windows XP: Verlustfreie Reparaturinstallation

Neue Sicherheitslücken gibt es laufend. Bis der Patch kommt, ist Ihr PC in Gefahr. Wir sagen, was zu tun ist, wenn der Bildschirm schwarz bleibt.
Im Setup-Programm von Windows 2000, XP und Server 2003 versteckt sich eine Funktion, die ein defektes System automatisch reparieren kann. Der Clou dabei: Alle Ihre Daten, die Benutzerprofile samt NTFS-Rechten und Verschlüsselung, die installierten Anwendungen und die Registry bleiben erhalten.
So gehen Sie vor: Wir sagen Ihnen ganz genau, wann eine solche Windows-Reparatur sinnvoll ist und wann nicht. Diese Methode hat nämlich auch ihre Tücken. Welche – das erfahren Sie ebenfalls in unserem Artikel. Und wir liefern kompetente Lösungsvorschläge, was Sie in einer solchen Situation unternehmen können. In der unteren Leiste auf jeder Seite finden Sie eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie eine Reparatur-Installation reibungslos durchführen.
Auch wenn sich eine Reparatur-Installation einfach durchführen lässt, der Vorgang stellt einen schwerwiegenden Eingriff in das System dar. Was dabei tatsächlich geschieht, hat Microsoft nirgendwo offengelegt. Wir informieren Sie in aller Kürze über den Umfang dieser Aktion. Im Folgenden gehen wir auf kleinere Bootprobleme ein, die Sie in jedem Fall mit anderen Mitteln lösen sollten als mit einer Reparatur- oder gar Neu-Installation. Anschließend werden Fälle genannt, in denen sich die Reparatur-Methode empfiehlt.
Das macht die Reparatur-Installation
Die technischen Vorgänge hinter der Reparatur-Installation blieben undokumentiert. Anhand eines Vorher-Nachher-Vergleichs von Systemdateien und Registry konnten wir aber herausfinden, an welchen Stellen diese Methode eingreift.
Da es sich bei der Reparatur- um keine Neu-Installation handelt, löscht sie keine vorhandenen Daten. Sie holt alle wesentlichen Systemdateien (EXE, DLL, SYS) einfach von der Setup-CD, extrahiert sie in das bestehende Windows und registriert sie dort neu. Dabei überschreibt sie sämtliche gleichnamigen Dateien, entfernt allerdings nicht die überzähligen. Eine Ausnahme bildet der Ordner „\System Volume Information\“ mit den Wiederherstellungspunkten, die allesamt beseitigt werden.
Die Registry bleibt fast vollständig erhalten, mit zwei Ausnahmen: Der Schlüssel „Hkey_Local_Machine\Software\Classes“ wird aufgrund der Neuregistrierung der Systemdateien neu geschrieben. Außerdem werden Hardware-Komponenten, die Sie vor der Reparatur-Installation eingebaut haben, automatisch erkannt und installiert – sofern der Treiber vorliegt.
Alle anderen Dateien und Registry-Schlüssel bleiben unberührt. Das schränkt natürlich die Einsatzmöglichkeiten einer Reparatur-Installation ein – nicht alle Fehler lassen sich mit dieser Methode vollständig beheben. Dafür geht sie allerdings sehr viel schneller als die radikale Methode einer Neu-Installation.
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