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Windows XP Media Center Edition im Eigenbau

25.11.2003 | 12:06 Uhr |

Die Windows XP Media Center Edition gibt’s nur zusammen mit teuren Komplett-PCs. Dumm gelaufen? Keinesfalls! Mit der richtigen Hard- und Software erhalten Sie eine vollwertige Medien-Zentrale.

1. Gutes Bild und satter Sound

Mindestanforderung für gute DVD-Qualität ist ein Pentium III oder besser 4 mit einer Taktfrequenz jenseits der 1-GHz-Grenze. Als Arbeitsspeicher empfehlen sich 512 MByte, und die Festplatte sollte mindestens 80 GByte fassen. Die meisten aktuellen PCs sind mit Soundchips für Stereo-Sound in akzeptabler Qualität mit leichtem Grundrauschen ausgestattet.

Wer höhere Ansprüche stellt, sollte sich eine hochwertige Soundkarte mit Dolby-5.1-Decoder zulegen. Maximale Klangqualität bei minimalem Installationsaufwand bietet ein rund 125 Euro teures, schickes Kästchen, das über die USB-Schnittstelle mit dem PC verbunden wird: Die Soundblaster Extigy bietet alles, was der Klangmeister von heute so braucht: jede Menge analoge und digitale Ein- und Ausgänge, einen eingebauten Dolby Digital-Decoder für kristallklaren 5.1-Sound und sogar eine Infrarot-Fernbedienung.

2. PC als Pantoffelkino

Wer großes Kino auf dem Fernsehschirm bevorzugt, muss an der Rückseite seiner Grafikkarte nach einer kleinen runden Buchse suchen - dem Video-Ausgang, der das für Fernseher oder Videorecorder verdauliche Format erzeugt. Die Verbindung erfolgt über ein handelsübliches Cinch- oder ein S-VHS-Kabel.

Wenn die Grafikkarte des PCs nicht über einen solchen Ausgang verfügt, findet sich im Fachhandel eine Riesenauswahl an Grafikkarten mit TV-Out- Buchse für S-VHS-Qualität. Eine pfiffige und oft qualitativ bessere Alternative zum normalen Video-Ausgang sind TV-Konverter wie der TV-Show von Pearl (inklusive Infrarot-Fernbedienung rund 110 Euro).

Dieses Gerät hängt direkt am VGA-Monitorausgang der Grafikkarte und wandelt das Computersignal in ein hochwertiges S-VHS- oder RGB-Signal zum Anschluss an die Scart-Buchse des Fernsehgeräts um. Ein solches Bild ist wesentlich schärfer, flimmerfreier und farblich brillanter als über ein einfaches Cinch-Kabel.

3. Von der Antennenbuchse in den PC

Um die viel gepriesenen TV- und Videofunktionen des Windows XP Media Centers verwirklichen zu können, muss der PC mit einer TV-Tuner-Karte ausgestattet sein. Solche Karten werden mit dem Antennen- oder Kabelanschluss verbunden und stellen das Fernsehbild in einem Fenster oder auf Wunsch auch im bildschirmfüllenden Vollbildmodus dar.

Analoge TV-Karten einfacher Bauart für Antenne oder Kabel gibt es schon für unter 50 Euro, und wer dasT V-Signal via Satellit empfängt, benötigt eine digitale TV-Karte für Digital Video Broadcasting, kurz DVB, die ab rund 100 Euro erhältlich ist. Eine analoge Luxuslösung ist die Win TV PVR von Hauppauge.

Für rund 330 Euro kann die Karte Fernsehsendungen mit ihrem pfeilschnellen Hardware-Encoder direkt ins platzsparende MPEG-2- Format konvertieren und auf der Festplatte speichern, so dass sich selbst ein älterer PC in einen perfekten digitalen Videorecorder verwandelt. Außerdem können Live-Sendungen per Timeshift angehalten und später weitergeguckt werden - der digitale Recorder zeichnet die verpassten Filmminuten im Hintergrund auf. Zusätzlich empfängt die Win TV PVR Radiosendungen und brennt Video-CDs.

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