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Windows-Tricks lösen Probleme mit Bordmitteln

21.03.2015 | 10:15 Uhr |

Windows bringt viele clevere Bordwerkzeuge mit, die man oft nicht auf Anhieb findet. Diese Extras sind im PC-Alltag nützlich.

Wer die auf der Startseite von Windows 8 nach einem Klick auf den Pfeil nach un­ten angezeigte Programmübersicht stu­diert, der entdeckt so manche nie genutzte Bordfunk­tion. Auch in den Unterbereichen des Start­menüs von Windows 7 findet sich manch spannendes Windows-Extra wieder, das den PC-Alltag garantiert komfortabler macht. Zudem hat Microsoft einige Bordwerkzeuge noch nicht einmal mit einem Menüeintrag versehen, sondern nur als Kommandozeilenbefehl in Windows vorgesehen. Hier lesen Sie, welche Windows-Perlen Sie kennen sollten.

Nachsehen, wie oft es Fehler in Windows und Programmen gab

Ihr Rechner läuft nicht rund und gelegentlich kommt es zu Abstürzen oder Windows-Fehlern. Sie möchten nachvollziehen, wie stabil Ihr Windows-System läuft, und im Detail sehen, wann etwas schiefgelaufen ist.

Lösung: Um herauszufinden, wann genau, wie häufig und welche konkreten Windows-Pro­bleme es auf Ihrem Computer gab, überwacht das Betriebssystem permanent die Zuverlässigkeit der Windows-Komponenten sowie der gestarteten Anwendungen und protokolliert auftretende Fehler. Anhand dieser Angaben errechnet Windows einen Stabilitätsindex, der auf einer Skala von 1 bis 10 die allgemeine Zu­verlässigkeit Ihres PCs wiedergibt.

Für die Darstellung der Ergebnisse ist ein ei­genes Modul zuständig, das Microsoft im Wartungscenter der Systemsteuerung von Win­dows 7 und 8 versteckt hat. Es zeigt ein Diagramm der letzten Tage oder Wochen mit den jeweils aufgetretenen Fehlern an. Auf der Y-Achse können Sie den Stabilitätsindex ablesen. Ein Klick auf eine der Spalten liefert Details zur jeweiligen Störung und zu der dafür ursächlichen Anwendung oder Systemfunktion. In Windows 8 öffnen Sie das Modul durch die Eingabe von

Zuverlässigkeitsverlauf

auf der Startseite. Klicken Sie danach in der Trefferliste „Zuverlässigkeitsverlauf anzeigen“ an. In Windows 7 klicken Sie auf den Start-Button, tippen

Zuverlässigkeitsverlauf

in das Suchfeld ein und bestätigen mit der Enter-Taste.

11 schnelle Tricks für den Windows-Desktop

Schnappschüsse vom Desktop als Bilddatei speichern

Als Merkhilfe sowie zu Dokumentationszwecken erstellen Sie Schnappschüsse vom Bildschirm, indem Sie die Drucktaste betätigen und den aufgenommenen Screenshot in eine Anwendung wie Word einfügen. Sie wünschen sich jedoch mehr Flexibilität beim Anfertigen von Desktop-Schnappschüssen.

Snipping-Tool: Mit diesem Bordwerkzeug nehmen Sie einen frei mit der Maus umfahrenen Bereich des Desktops, einen rechteckigen Ausschnitt oder ein Fenster auf.
Vergrößern Snipping-Tool: Mit diesem Bordwerkzeug nehmen Sie einen frei mit der Maus umfahrenen Bereich des Desktops, einen rechteckigen Ausschnitt oder ein Fenster auf.

Lösung: Das Snipping Tool in Windows 7 und 8 kann sämtliche auf dem Desktop befindliche Elemente oder Ausschnitte aufnehmen. Sie öffnen das Bordwerkzeug, indem Sie auf der Startseite von Windows 8 oder in die Suchzeile des Start-Buttons von Windows 7

Snipping Tool

eintippen und den Treffer anklicken. Nach dem Start klicken Sie auf den kleinen Pfeil rechts neben „Neu“ und wählen danach den gewünschten Aufnahmemodus aus. Mit „Freies Ausschneiden“ können Sie bei gedrückter Maustaste eine beliebige geometrische Form um den Wunschbereich zeichnen. Bei „Rechteckiges Ausschneiden“ ziehen Sie jetzt bei gedrückter linker Maustaste ein Rechteck um den Bereich, den Sie als Screenshot benötigen. In beiden Fällen wird der Bildschirminhalt vor dem Aufnehmen halbtransparent weiß überlagert, damit der gewählte Bereich besser zu erkennen ist. Ergänzend kann das Tool auch ein Fenster oder den Desktop einfangen.

Sobald Sie die Maustaste loslassen, erscheint der abfotografierte Bereich im Fenster des Snip­­ping-Tools. Nun können Sie über das Menü „Extras“ oder die Werkzeuge auf der Symbol­leiste Markierungen anbringen, zum Beispiel um auf wichtige Fensterinhalte hinzuweisen. Dafür stehen ein Marker und ein Stift mit wählbarer Farbe zur Verfügung. Es gibt auch einen Radiergummi, mit dessen Hilfe sich Markierungen wieder entfernen lassen. Der Screenshot selbst bleibt beim Radieren erhalten. Mittels „Datei ➞ Speichern unter“ sichern Sie die Grafik im PNG-, GIF- oder JPEG-Format. Oder Sie klicken auf das Briefumschlag-Icon, um den Screenshot in eine Mail einzufügen. Hierzu öffnet sich das in Windows als Standard definierte Mailprogramm mit einem neuen Nachrichtenfenster, in dem das Bild in den Nachrichtentext eingefügt ist. Für den Fall, dass das nicht klappt, wählen Sie „Datei ➞ Senden an ➞ E-Mail-Empfänger (als Anlage)“. Es ist auch möglich, den manuellen Weg zu wählen, indem Sie den Screenshot zunächst speichern und dann selbst an eine neue Mail anhängen.

Sonderzeichen in eigene Dokumente einfügen

Für einen fremdsprachigen Text benötigen Sie ein paar Sonderzeichen, für die auf Ihrer Tastatur keine Tasten vorgesehen sind.

Lösung: Die bereits in Windows 3.1 vorhan­dene Zeichentabelle ist auch in Windows 7 und 8 ein praktisches Hilfsmittel, um Sonderzeichen in Texte einzufügen. Allerdings ist die Bedienung noch immer so umständlich wie zu Windows-Urzeiten. Aufgerufen wird das in die Jahre gekommene Tool auf der Startseite von Windows 8 durch die Eingabe von

Zeichentabelle

und das Anklicken des Treffers, unter Windows 7 über „Alle Programme ➞ Zubehör ➞ Systemprogramme ➞ Zeichentabelle“. Stellen Sie zunächst ganz oben die gewünschte Schriftart ein und suchen Sie das benötigte Zeichen aus. Klicken Sie nun auf „Auswählen“ und dann auf „Kopieren“. Jetzt können Sie das Zeichen mit dem Tastenkürzel Strg-V in eine beliebige Anwendung einfügen.

Notizen vorübergehend auf dem Desktop festhalten

Fürs schnelle Notieren von Telefonnummern, Adressen oder guten Ideen sind Ihnen Wordpad und der Editor in Windows zu umständlich.

Kurznotizen: Windows beschränkt das Anheften von Notizzetteln auf dem Desktop auf die wichtigsten Grundfunktionen – mehr braucht man in den meisten Fällen nicht.
Vergrößern Kurznotizen: Windows beschränkt das Anheften von Notizzetteln auf dem Desktop auf die wichtigsten Grundfunktionen – mehr braucht man in den meisten Fällen nicht.

Lösung: Unter der Bezeichnung „Kurznotizen“ ist auf jedem Rechner mit Windows 7 und 8 ein handliches Tool für digitale Post-its vorinstalliert. Sie erreichen es durch die Eingabe von

Kurznotizen

auf der Startseite von Windows 8 oder in der Suchleiste in Windows 7. Nach dem Start sehen Sie schon den ersten, noch leeren Desktop-Klebezettel und können sofort mit der Eingabe beginnen oder Text aus der Zwischenablage einfügen. Um eine weitere Kurznotiz zu öffnen, klicken Sie erst in das Fenster einer bestehenden Notiz und danach auf das Pluszeichen oder Sie drücken Strg-N. Über die Titelleiste ziehen Sie Notizfenster an die gewünschte Desktop-Position, über die Ränder passen Sie die Fenstergröße an. Ihren Text können Sie zwar nicht formatieren, doch per Rechtsklick lässt sich die Farbe des Klebezettels ändern – praktisch, um etwa geschäftliche von privaten oder dringende von weniger eiligen Notizen zu unterscheiden.

Die besten Shortcuts für Windows 8.1

Bildeinstellung durch individuelle Kalibrierung verbessern

Die Farben auf Ihrem Bildschirm weichen von der Darstellung auf anderen Monitoren und von der Druckausgabe ab.

Kalibrierungs-Tool: Durch eine Anpassung des Windows-Farbmanagements erzielen Sie eine farbechte Bildschirmansicht.
Vergrößern Kalibrierungs-Tool: Durch eine Anpassung des Windows-Farbmanagements erzielen Sie eine farbechte Bildschirmansicht.

Lösung: Monitore sind oft falsch eingestellt. Entweder wird die Helligkeit viel zu hoch gewählt oder der Kontrast passt nicht optimal. Um eine sowohl augenschonende als auch korrekte Einstellung zu erreichen, bieten Windows 7 und 8 ein verstecktes Tool zur Kalibrierung des Bildschirms an. Zum Start der Farbkalibrierung klicken Sie bei Windows 7 auf „Start“ und tippen in der Suchbox den Begriff

dccw

ein, in Windows 8 geben Sie auf der Startseite

kalibrieren

ein. Das Tool führt Sie nun Schritt für Schritt durch die Farbkalibrierung, was Gamma-Anpassung, Helligkeit regulieren, Kontrast einstellen sowie Farbangleichsanpassung (Entfernen des Farbstichs) umfasst. Nach dem Abschluss der Monitorkalibrierung lässt sich optional noch der Cleartype-Tuner starten. Diese Funktion hilft dabei, dass Schrift besser zu lesen ist.

Haben Sie die Kalibrierung des Bildschirmes beendet, speichert das Tool die Einstellungen als neues ICC-Farbprofil ab. Dieses wird da­raufhin der Bildschirmanzeige zugeordnet und von Programmen mit Farbverwaltung verwendet. Das Farbprofil enthält den eingeregelten Gamma-Wert und die Farbsticheinstellung. Helligkeit und Kontrast bleiben davon unberührt, da diese Einstellungen im Monitor gespeichert sind. Wenn Sie die Farbprofile nachträglich ändern möchten, starten Sie einfach über die Systemsteuerung unter „Darstellung und Anpassung“ den Eintrag „Bildschirmauflösung anpassen“. Klicken Sie nun auf „Erweiterte Einstellungen“ und wählen Sie den Reiter „Farbverwaltung“. Nach einem weiteren Klick auf den Schalter „Farbverwaltung“ finden Sie dort die Profilverwaltung und wählen das passende Profil aus.

Hintergrundaktivität in Windows untersuchen

Ihr Rechner reagiert träge, Anwendungen starten langsam und die LED für Festplatten- oder SSD-Aktivität leuchtet permanent.

Ressourcenmonitor: Er zeigt, wie es um die aktuelle CPU-Auslastung bestellt ist, und verrät, wie stark die derzeit geöffneten Anwendungen die CPU auslasten.
Vergrößern Ressourcenmonitor: Er zeigt, wie es um die aktuelle CPU-Auslastung bestellt ist, und verrät, wie stark die derzeit geöffneten Anwendungen die CPU auslasten.

Lösung: Der Task-Manager verrät vieles darüber, mit welchen Aufgaben Ihr Rechner gerade beschäftigt ist. Ergänzend können Sie sich in Windows 8 genau anzeigen lassen, welche Prozesse die CPU des Rechners seit dem letzten Windows-Start am stärksten belastet haben. Wechseln Sie dazu im Task-Manager zur Registerkarte „App-Verlauf“. Hier sehen Sie die Spalte „CPU-Zeit“, nach der Sie mittels Klick auf die Spal­tenüberschrift sortieren können. In frü­heren Windows-Versionen musste man die CPU-Zeit noch umständlich als optionale Spalte zum Task-Manager hinzufügen. Neben dem Task-Manager verfügen Windows 7 und 8 auch über den „Ressourcenmonitor“. Dieser zeigt die laufenden Prozesse und Unter­prozesse noch detaillierter an. Außerdem ist es damit möglich, den Ressourcenverbrauch eines Prozesses über einen Zeitraum von jeweils einer Minute zu beobachten.

Den Ressourcenmonitor rufen Sie im Task-Manager auf der Registerkarte ganz unten per „Leistung“ auf. Im Tool wechseln Sie zur Re­gisterkarte „CPU“ und klicken auf die Spal­tenüberschrift „Durchschnittliche CPU-Aus­lastung“, um danach zu sortieren. Falls diese Spal­te nicht zu sehen ist, maximieren Sie das Fenster. Daraufhin sehen Sie, welche Prozesse die CPU in den letzten 60 Sekunden am stärksten belastet haben. Ignorieren können Sie den Eintrag „perfmon.exe“, der zum Ressourcen­mo­nitor gehört. Die Registerkarte „Arbeitsspeicher“ zeigt an, welche Programme am meisten RAM belegen. Wenn Sie mit einem Prozess­na­men nichts anfangen können und auch die Spal­te „Beschreibung“ nicht weiterhilft, stoßen Sie mit einem Rechtsklick und dem Befehl „Online suchen“ eine Internetsuche an.

Der Ressourcenmonitor unterstützt Sie dabei herauszufinden, welcher Prozess dafür sorgt, dass Ihre Festplatte oder SSD ohne ersichtlichen Grund ausgelastet ist. Wechseln Sie hierfür zur Registerkarte „Datenträger“ und sortieren Sie nach der Spalte „Gesamt (B/s)“. Über die Registerkarte „Netzwerk“ erfahren Sie, welche Programme gerade mit dem Heimnetz oder dem Internet kommunizieren und mit welcher Geschwindigkeit sie aktuell Daten senden und empfangen. Wenn Sie auf „TCP-Verbindungen“ klicken, dann sehen Sie darüber hinaus, mit welchen (Internet-)Servern beziehungsweise mit welchen IP-Adressen ein Programm gerade eine Verbindung aufgebaut hat.

Ordner als virtuelles Laufwerk mit eigenem Buchstaben nutzen

Statt über die gewohnte Baumstruktur möchten Sie auf wichtige Arbeitsordner über einen eigenen Laufwerksbuchstaben zugreifen.

Lösung: Mit dem aus DOS-Zeiten stammenden Kommandozeilenbefehl Subst.exe können Sie einem beliebigen Ordner einen Laufwerksbuchstaben zuweisen. Wenn Sie etwa über P: auf Ihren Arbeitsordner „C:\Projekt“ zugreifen wollen, drücken Sie Win-R und geben im Dialog den Befehl

subst p: c:\projekt

ein.

Damit das virtuelle Laufwerk in jeder Windows-Sitzung zur Verfügung steht, legen Sie nun per Rechtsklick auf den Desktop und „Neu ➞ Verknüpfung“ eine Verknüpfung zu subst.exe an. Nach einem Rechtsklick auf die neue Verknüpfung gehen Sie auf „Eigenschaften“ und ergänzen bei „Ziel“ noch

p: c:\projekt

Bestätigen Sie die Änderung mit „OK“ und ziehen Sie die Verknüpfung in den Windows-Autostart-Ordner.

Infos zu Hardware-Komponenten und PC-Einstellungen speichern

Sie möchten schnell die wichtigsten Hardware- und Systemdaten herausfinden und in einer Textdatei speichern.

Systeminfo.exe: Das einfach gestrickte Windows-Dienstprogramm liefert einen schnellen Überblick über die PC-Konfiguration und gibt die Ergebnisse als Textdatei aus.
Vergrößern Systeminfo.exe: Das einfach gestrickte Windows-Dienstprogramm liefert einen schnellen Überblick über die PC-Konfiguration und gibt die Ergebnisse als Textdatei aus.

Lösung: Verwenden Sie das Kommandozeilen-Tool systeminfo.exe. Das Programm ermittelt Daten wie etwa installierte Windows-Version und Service Packs, Hauptplatinenmodell und -hersteller, Prozessortyp, Taktfrequenz und installierte Updates („Hotfixes“). Legen Sie zunächst einen leeren Ordner an, etwa „C:\Info“. Zum Start des Tools drücken Sie die Tastenkombination Win-R, geben dann

cmd.exe

ein und drücken die Enter-Taste. Daraufhin ge­ben Sie

systeminfo.exe >C:\Info\Systeminfo.txt

ein und bestätigen mit Enter. Das Kleiner-Zeichen leitet die Bildschirmausgaben des Programms in die Textdatei „Systeminfo.txt“ um. Schließen Sie das Kommandozeilenfenster durch die Eingabe von

exit

und Enter. Wurde der Befehl ausgeführt, gehen Sie im Win­dows-Explorer zum Ordner „C:\Info“ und klicken doppelt auf die Datei „Systeminfo.txt“, die nun standardmäßig im Editor geöffnet wird.

Startproblemen von Windows auf den Grund gehen

Ihr Windows-Rechner zeigt beim Systemstart oder nach Abschluss des Bootvorgangs eine oder mehrere Fehlermeldungen an oder bestimmte Programme lassen sich nicht starten.

Systemkonfigurations-Tool: Das auch in Windows 8 enthaltene msconfig.exe startet Windows zur Fehlersuche nur mit den grundlegenden Diensten und Treibern.
Vergrößern Systemkonfigurations-Tool: Das auch in Windows 8 enthaltene msconfig.exe startet Windows zur Fehlersuche nur mit den grundlegenden Diensten und Treibern.

Lösung: Das Systemkonfigurationsprogramm Msconfig.exe (Microsoft System Configuration Utility) hilft, wenn es um die Beseitigung von Startproblemen geht. Das Utility kann einige Einstellungen im Rahmen des Windows-Starts verändern und das System zu Diagnosezwecken in verschiedenen Konfigurationen starten. Wenn beispielsweise eine Anwendung nicht richtig funktioniert, so kann dies durch im Hintergrund laufende Dienste, Programme oder einen defekten Treiber verursacht werden. Im Rahmen eines Diagnosestarts lassen sich solche Fehlerquellen ausschließen.

Sie starten das Tool über Win-R, die Eingabe von

msconfig

und einen Klick auf „OK“. Mit den im Register „Allgemein“ angebotenen Auswahlmöglichkeiten – „Normaler Systemstart“, „Diagnosesystemstart“ und „Benutzerdefinierter Systemstart“ – steuern Sie, was Windows beim Hochfahren lädt. Dabei ist es ratsam, sich im Falle von Startproblemen schrittweise heranzutasten und Windows zu Beginn in einer Minimalkonfiguration zu starten. Hierfür setzen Sie ein Häkchen vor „Diagnosesystemstart“, bestätigen mit „OK“ und starten den PC nach Aufforderung neu. Der Diagnosesystemstart bootet das Betriebssystem lediglich mit grundlegenden Diensten und isoliert Programme und Dienste, die eine Fehlerquelle darstellen können. Windows startet dadurch in einem dem abgesicherten Modus ähnlichen Zustand.

Läuft nun alles fehlerfrei, können Sie davon ausgehen, dass das Problem nicht am Windows-Kernsystem selbst liegt. Windows ist also grundsätzlich unbeschädigt. Andernfalls kann ein defekter Systemdienst oder ein installier­-ter Treiber die Ursache sein, den Sie reparieren oder ersetzen sollten. Möglicherweise verursacht aber auch ein unbemerkt im Hintergrund lau­fendes Programm das Problem. Durch Auswahl von „Benutzerdefinierter Systemstart“ grenzen Sie das Problem weiter ein, indem Sie den Start bestimmter Elemente beim Hochfahren verhindern. Wenn Sie beispielsweise die Option „Systemstartelemente laden“ wählen, startet Windows alle Einträge, die in Windows 7 auf der Registerkarte „Autostart“ oder im Task-Manager von Windows 8 im Register „Autostart“ angezeigt werden. Nach Abschluss der Fehlersuche wählen Sie „Normaler Systemstart“ und bestätigen mit „OK“, damit alle Dienste und Programme wieder geladen werden.

Video: Notfall-Funktionen von Windows erklärt
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