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Windows-Toolkit 2015: 300 Profi-Tools auf einem USB-Stick

11.02.2015 | 05:55 Uhr |

Über 300 Werkzeuge zum Mitnehmen passen mit dem Gegeek-Toolkit auf einen USB-Stick. So meistern Sie jedes Windows-Problem.

Ist ein Werkzeugkasten gut bestückt, hilft er bei jeder Art von Reparaturen und Wartungsaufgaben. Darin sollten Tools zur Windows-Optimierung, für die Systemdiagnose und den Sicherheits-Check zu finden sein, damit Sie für jeden Notfall gerüstet sind. Für alle diese verschiedenen Zwecke eignet sich das Gegeek Tech Toolkit . Darüber lassen sich mehr als 300 Tools aus allen Anwendungsbereichen starten. Es bringt außerdem eine Update-Funktion mit, über die Sie die Programme stets auf dem neuesten Stand halten, und es ist möglich, eigene Lieblings-Tools hinzuzufügen. Das Toolkit besteht zum größten Teil aus portablen Anwendungen und ist daher bestens für einen USB-Stick geeignet. Dieser sollte mindesten 4 GB freien Speicherplatz bieten. Das Ausführen auf einer internen oder externen Festplatte ist aber genau so gut möglich. Für einige Anwendungen gibt es auch Setup- Programme zur dauerhaften Installation auf dem PC.

Hinweis: Seit kurzem ist das Gegeek Tech Toolkit nicht mehr kostenfrei, sondern gegen eine Spende nach eigenem Ermessen erhältlich. Mehr Informationen dazu finden Sie ebenfalls auf der offiziellen Homepage von Gegeek.

1. Installation

Gegeek Tech Toolkit ist ein Programmstarter, über den Sie die Tools für die Windows-Wartung und Reparatur aufrufen. Bevor Sie das Toolkit auf einem USB-Stick verwenden können, sind einige wenige Vorbereitungen nötig.

Vorbereitungen für die Installation

Entpacken Sie Gegeek Tech Toolkit zunächst auf die Festplatte. Die Dateien müssen zwingend im Hauptverzeichnis liegen, beispielsweise unter „C:\GEGeek Toolkit“. Sonst klappt das Update nicht. Der Programmstarter Gegeek Toolkit.exe läuft ohne besondere Voraussetzungen auf jedem PC von Windows XP bis Windows 8. Das Update-Tool Ketarin setzt jedoch die .Net-Laufzeitumgebung in der Version 3.5 voraus. Bei Windows 7 ist diese bereits installiert, Windows 8 fordert die Installation beim ersten Start des Updaters automatisch an. Sie müssen nur auf „Features herunterladen und installieren“ klicken.

Tools aktualisieren: Der Ketarin-Updater sorgt dafür, dass die Tool-Sammlung immer aktuell bleibt. Klicken Sie unten auf „Update all“, um alle Tools zu aktualisieren.
Vergrößern Tools aktualisieren: Der Ketarin-Updater sorgt dafür, dass die Tool-Sammlung immer aktuell bleibt. Klicken Sie unten auf „Update all“, um alle Tools zu aktualisieren.

Update der Tools durchführen: Starten Sie Run Ketarin Update.bat aus dem Hauptverzeichnis des Toolkits. Klicken Sie auf „Update all“, um alle Tools zu aktualisieren. Der Download erfolgt aus vielen unterschiedlichen Quellen. Deshalb ist nicht auszuschließen, dass einer der Internetserver gerade nicht erreichbar ist oder der Download sehr langsam erfolgt. Sollten die Downloads auch nach einiger Wartezeit nicht abgeschlossen sein, klicken Sie auf „Cancel“. Wiederholen Sie das Update dann zu einem späteren Zeitpunkt.

Wichtiger Hinweis: Das Toolkit enthält einige Programme, über die sich etwa die eigenen Passwörter auslesen lassen. Einige Virenscanner stufen diese fälschlich als Schad-Software oder potenzielle Bedrohung ein. Wenn Sie diese Tools verwenden wollen, ignorieren Sie die Warnmeldungen des Virenscanners.

28 geniale Profi-Tools machen Windows besser

Zusätzliche Tools einbauen

Mithilfe des Ketarin-Updaters ist es möglich, die Tool-Sammlung individuell zu erweitern. Klicken Sie auf den kleinen Pfeil neben „Add new application“, und wählen Sie im Menü „Import from online database...“. Geben Sie den Namen des gewünschten Tools in die Eingabezeile ein und klicken Sie auf „Search“. Oder Sie klicken auf „Top 50“, um eine Liste beliebter Tools abzurufen. Wählen Sie beispielsweise den Mediaplayer „VLC - portable“ in der Liste aus und klicken Sie auf „Install“. Drücken Sie die Tastenkombination Strg-F, um das Suchfeld einzublenden. Tippen Sie den Namen des gerade installierten Tools ein, für unser Beispiel VLC. Klicken Sie das Tool in der Liste mit der rechten Maustaste an und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag „Edit“. Auf der Registerkarte „Application“ ändern Sie den Zielpfad unter „Download location“ auf {root} GEGeek Toolkit\{category}\VLC\. Die Variable „{category}“ erhält den Wert aus dem Eingabefeld hinter „Category“.

Neue Tools: Sie können in den Ketarin-Update auch eigene Tools einbauen. Nach einem Klick auf „Add new application“ tragen Sie die nötigen Download-Infos ein.
Vergrößern Neue Tools: Sie können in den Ketarin-Update auch eigene Tools einbauen. Nach einem Klick auf „Add new application“ tragen Sie die nötigen Download-Infos ein.

Hinter „URL:“ sehen Sie die Download-Adresse, an deren Ende der Dateiname steht. Bei VLC ist das „vlc-{version}-win32.7z“. „{version}“ ist eine Variable, die Ketarin durch die Nummer der jeweils aktuellen Version ersetzt. Gehen Sie auf die Registerkarte „Commands“. Ersetzen Sie die Zeilen unter „Execute the following command after downloading:“ für VLC durch folgenden Inhalt (zwei Zeilen):

7z x „{file}“ -o“{root}GEGeek Toolkit\{category}\VLC\“ -y  del /q „{root}GEGeek Toolkit\{category}\VLC\*.7z“  

Dadurch entpackt Ketarin das 7z-Archiv nach dem Download und löscht die 7z-Datei anschließend. Bei anderen Tools passen Sie die Pfadangaben sowie die Endung der Archivdatei entsprechend an. „{file}“, „{category} und „{root}“ sind Variablen, die Ketarin durch den Dateinamen, die Kategorie-Bezeichnung und den Laufwerksbuchstaben der GEGeek-Installation ersetzt.

Eigene Tools integrieren: Per Klick auf „Add new application“ öffnen Sie den Konfigurationsdialog für neue Anwendungen. Im einfachsten Fall genügt es, hinter „URL:“ eine Download-Adresse einzutragen und unter „Download location“ einen Ordner festzulegen. Wenn der Download entpackt werden muss, passen Sie die Angaben auf der Registerkarte „Commands“ entsprechend an.

Toolkit für den Stick vorbereiten

Starten Sie das Tool zuerst von der Festplatte per Doppelklick auf GEGeek Toolkit.exe. Es zeigt sich als Icon im Infobereich links neben der Uhr („Systray“). Über einen rechten Mausklick darauf öffnen Sie das Menü. Wenn Sie ganz oben auf „Fenster zeigen“ klicken, erscheint das Menü in einem eigenen Fenster. Klicken Sie hier auf „Einrichtung > Einstellungen“. In der Rubrik „Generell“ können Sie ein Häkchen vor „Fenster beim Start öffnen“ setzen. Dann erscheint das Menüfenster beim Start automatisch.

Ein Menü für alle Tools: Das Gegeek Tech Toolkit zeigt ein Menü, über das Sie die Programme aufrufen. Kennen Sie den Programmnamen, verwenden Sie die Suche.
Vergrößern Ein Menü für alle Tools: Das Gegeek Tech Toolkit zeigt ein Menü, über das Sie die Programme aufrufen. Kennen Sie den Programmnamen, verwenden Sie die Suche.

Eine weitere nützliche Einstellung sehen Sie in der Rubrik „Menüpunkte“. Stellen Sie hinter „Bei Ausführung“ den Eintrag „nur ausführen“ ein. Dann bleibt das Menüfenster geöffnet, nachdem Sie ein Tool gestartet haben.

Toolkit verwenden: Nachdem alles fertig konfiguriert ist, kopieren oder verschieben Sie den Ordner „GEGeek Toolkit“ auf den USB-Stick, wenn Sie das Tool-Paket auf beliebigen PCs verwenden möchten. Der Ordner muss auch hier im Hauptverzeichnis liegen, damit der Ketarin-Updater auch auf dem USB-Stick funktioniert.

Starten Sie das Programm per Doppelklick auf GEGeek Toolkit.exe, und klicken Sie das Icon im Infobereich mit der rechten Maustaste an. Sie sehen im Menü Tool-Rubriken wie „Internet“, „Diagnostics“ oder „Repair Tools“, über die Sie zu den Programmen gelangen. Einige Tools gibt es in einer 32- und einer 64-Bit-Variante, erkennbar am Programmnamen. Starten Sie immer das zum Betriebssystem passende Tool. Um gezielt ein bestimmtes Programm aufzurufen, dessen Namen Sie kennen, verwenden Sie die Registerkarte „Suche“ im geöffneten Menüfenster („Fenster zeigen“). Es genügt, ein paar Buchstaben einzutippen, die im Tool-Namen vorkommen. Das gewünschte Programm starten Sie dann per Doppelklick auf den Eintrag im Suchergebnis.

Comodo Autorun Analyzer: Das Comodo-Tool bietet ähnliche Funktionen wie Autoruns. In der Spalte „Rating“ sehen Sie zusätzlich eine Sicherheitsbewertung.
Vergrößern Comodo Autorun Analyzer: Das Comodo-Tool bietet ähnliche Funktionen wie Autoruns. In der Spalte „Rating“ sehen Sie zusätzlich eine Sicherheitsbewertung.

2. System-Tuning

Windows sollte man nicht einfach sich selbst überlassen. Vor allem bei intensiver Nutzung sammelt sich mit der Zeit Ballast an, der das System verlangsamt oder einfach nur unnötig Speicherplatz belegt. Es gibt jedoch Wege, Windows wieder zu beschleunigen.

Unnötige Autostarts abstellen

Viele Programme installieren Windows-Dienste oder wollen automatisch beim Windows-Start aktiv werden. Für häufig genutzte Anwendungen ist das praktisch, weil sie dann gleich nach der Windows-Anmeldung zur Verfügung stehen. Kommt ein Programm dagegen nur selten zum Einsatz, deaktivieren Sie den Autostart besser. Das beschleunigt den Windows- Start und spart Systemressourcen.

Autoruns von Microsoft-Sysinternals zeigt alle möglichen Autostartrampen an. Sie starten das Tool über „Diagnostics à Autoruns“. Auf der Registerkarte „Everything“ sehen Sie eine umfangreiche Liste aller Autostart-Einträge. Um diese zu begrenzen, gehen Sie auf „Options > Filter Options“, setzen Häkchen vor „Hide Microsoft entries“ sowie „Verify code signatures“ und klicken auf „Rescan“. Wechseln Sie auf die Registerkarte „Logon“. Alles was Sie hier sehen, können Sie ohne Bedenken deaktivieren. Nichts davon ist systemkritisch. Entfernen Sie einfach die Häkchen vor den Einträgen.

Glary Utilities: Das Tool- Paket vereint mehrere System-Tools unter einer Oberfläche. Sie können damit unter anderem die Registry bereinigen und das System aufräumen.
Vergrößern Glary Utilities: Das Tool- Paket vereint mehrere System-Tools unter einer Oberfläche. Sie können damit unter anderem die Registry bereinigen und das System aufräumen.

Auf den anderen Registerkarten wie „Internet Explorer“, „Scheduled Tasks“ und „Services“ verfahren Sie entsprechend. Vor allem bei den Diensten („Services“) ist jedoch Vorsicht geboten. Oft ist nicht auf den ersten Blick zu sehen, wozu ein Dienst erforderlich ist und welche Programmfunktionen damit verbunden sind. Im Zweifelsfall klicken Sie einen Eintrag mit der rechten Maustaste an und wählen im Menü „Search online“. Damit starten Sie eine Google- Suche nach dem Prozessnamen, wodurch Sie weitere Informationen erhalten.

Eine Alternative zu Autoruns ist Comodo Autorun Analyzer. Sie finden das Tool unter „Malware Removal 1“. Schon die Rubrik verrät, das es nicht nur darum geht, unnötige Prozesse zu finden und zu beenden. Das Comodo-Tool funktioniert ähnlich wie Autoruns, zeigt aber zusätzlich die Spalte „Rating“ an. Hier sehen Sie, ob ein Prozess als sicher gilt („Safe“). Über den Kontextmenüpunkt „Search online“ können Sie weitere Informationen einholen.

Die 31 besten Portable-Apps zum Download

In Windows Ordnung schaffen

Mit der Zeit sammeln sich etliche überflüssige Dateien auf dem Rechner an, die unnötig Speicherplatz auf der Festplatte belegen. Bei Terabyte- großen Festplatten ist das meist nicht weiter störend, auf kleinen SSDs kann der Platz aber sehr schnell knapp werden.

Mit CCleaner aus dem Menü „Maintenance“ räumen Sie Windows effektiv auf. Bevor Sie loslegen, starten Sie erst CCenhancer und klicken auf „Download latest“. CCEnhancer lädt – soweit vorhanden – aktualisierte Regelsätze herunter und macht CCleaner damit fit für neue Programme. Beenden Sie jetzt alle laufenden Programme, insbesondere Webbrowser und E-Mail-Programm. Starten Sie CCleaner, und gehen Sie im Programm zuerst auf „Einstellungen“. Unter „Cookies“ legen Sie die Domains fest, von denen Sie Cookies behalten möchten. Nach einem Klick auf „Erweitert“ sehen Sie einige Optionen, mit denen Sie das Verhalten des Programms beeinflussen können. Sie können hier beispielsweise „Lösche nur Dateien älter 24 Stunden aus dem Papierkorb“ aktivieren.

Gehen Sie auf „Cleaner“. Prüfen Sie die Einstellungen auf den Registerkarten „Windows“ und „Anwendungen“. Setzen Sie ein Häkchen vor den Funktionen, die Sie verwenden möchten, und klicken Sie dann auf „Analysieren“. Sie sehen anschließend eine Liste mit Aktionen, die CCleaner durchführen will. Prüfen Sie diese Liste genau, damit nichts entfernt wird, was Sie noch benötigen. Danach klicken Sie auf „Starte CCleaner“.

Im Menü „Maintenance“ finden Sie einige Tool- Pakete, die gleich mehrere Tuning-Maßnahmen beherrschen. Mit den Glary-Utilities beispielsweise können Sie die Registry und Festplatte aufräumen, unerwünschte Kontextmenüeinträge im Windows-Explorer entfernen, doppelte Dateien finden und Programme deinstallieren. Puran Utilities, Synei System Utilities und WiseCare365 bieten ähnliche Funktionen, jeweils unter einer übersichtlichen und einheitlichen Oberfläche.

Festplatte defragmentieren

Wenn Sie Dateien auf der Festplatte löschen, wird der zuvor belegte Platz als frei markiert. Neue Dateien werden nach und nach auch in die freien Bereiche geschrieben und so in Einzelteilen über die Festplatte verteilt. Das führt zu unnötigen Bewegungen der Schreib-/Leseköpfe, wodurch sich die Transferrate der Platte reduziert. Durch Defragmentierung werden die Dateien so umsortiert, dass sich möglichst große zusammenhängende Bereiche ergeben. Bevor Sie die Festplatte defragmentieren, sorgen Sie mit den im Abschnitt „In Windows Ordnung schaffen“ beschriebenen Tools für mehr freien Platz auf der Festplatte. Hinweis: Auf SSDs werden die Dateien anders organisiert. Hier ist eine Defragmentierung unnötig und aufgrund der zahlreichen Löschoperationen sogar schädlich.

Über das Menü „Maintenance“ starten Sie die Defragmentierungsprogramme Defraggler oder Smart Defrag. Beide Tools leisten in etwa das Gleiche. Smart Defrag bietet spezielle Optionen für die Bootzeit-Defragmentierung. Mit Defraggler können Sie gezielt einzelne große Dateien defragmentieren. Dazu wählen Sie im oberen Bereich des Fensters das Laufwerk aus, das Sie defragmentieren möchten, und klicken unten links auf die Schaltfläche „Prüfen“. Nach Abschluss des Vorgangs gehen Sie auf die Registerkarte „Dateiliste“. Sortieren Sie die Liste per Klick auf den Spaltenkopf „Größe“, sodass die großen Dateien oben in der Liste erscheinen. Wählen Sie die gewünschte Datei aus, und klicken Sie auf die Schaltfläche „Defrag hervorgehobene“. Dieses Verfahren lohnt sich vor allem für Spiele und Festplatten-Container von Virtualisierungs-Software.

Ultimate Windows Tweaker: Über dieses Tool ändern Sie viele Desktop-Einstellungen von Windows 7 und 8. Dafür genügen wenige Mausklicks.
Vergrößern Ultimate Windows Tweaker: Über dieses Tool ändern Sie viele Desktop-Einstellungen von Windows 7 und 8. Dafür genügen wenige Mausklicks.

3. Windows-Optimierung

Windows soll nicht nur schnell laufen, sondern auch schnell und bequem bedienbar sein. Mit den richtigen Tools arbeiten Sie effektiver.

Windows-Einstellungen anpassen

Über die Menüs „Windows 7 Shortcuts“, „Windows 8 Shortcuts“ und „Windows XP/7-Tools“ navigieren Sie schnell zu wichtigen Systemeinstellungen und Programmen. Klicken Sie beispielsweise auf „Windows 8 Shortcuts > Administration Tools“. Es öffnet sich ein Explorer- Fenster mit Verknüpfungen zu „Computer Management“ oder „Services“. Oder Sie gehen auf „Windows XP/7-Tools > Disk Cleanup“, um die Datenträgerbereinigung zu starten. Wenn Sie gerne alles im Überblick haben, starten Sie „Windows XP/7-Tools > Windows Access Panel“. Hier genügt ein Klick, um etwa zum Registry-Editor oder zu den UAC-Einstellungen zu gelangen.

Windows-Oberfläche anpassen

Unter „Tweaking Tools“ rufen Sie Ultimate Windows 7 Tweaker oder Ultimate Windows 8 Tweaker auf. Über beide Tools nehmen Sie Systemeinstellungen vor, die sich auf die Leistung des Systems oder dessen Bedienung auswirken. Im Ultimate Windows 7 Tweaker finden Sie beispielsweise unter „Personalization“ die Option „Disable Aero Shake Feature“. Ist hier ein Häkchen gesetzt, werden die anderen Fenster nicht mehr minimiert, wenn Sie ein Fenster schnell hin und her bewegen. Beim Ultimate Windows 8 Tweaker finden Sie die Option unter „Customization“ auf der Registerkarte „File Explorer“. Auf den Registerkarten „Modern UI“, Start Screen 1“ und „Start Screen 2“ gibt es hier außerdem spezielle Optionen für Windows- 8-Nutzer, etwa um den Sperrbildschirm zu deaktivieren („Disable Lock Screen“).

Ein weiteres Programm zur Konfiguration von Windows-Funktionen ist PC-WELT Windows- Tuner 2015 im Menü „PC-WELT“. Das Tool verfolgt einen etwas technischeren Ansatz. Es besteht aus einer Datenbank mit zahlreichen Windows-Einstellungen beziehungsweise Registry- Einträgen, die Sie auch selbst individuell erweitern können. Einzelne Einstellungen lassen sich in eine Kategorieansicht übernehmen und dann mit einem Mausklick ein- oder ausschalten.

20 System-Tools zum Analysieren von Problemen

Rasante Suche: Everything findet blitzschnell jede Datei auf der Festplatte. Auch neue Dateien zeigt es dank Überwachung des Dateisystems fast sofort an.
Vergrößern Rasante Suche: Everything findet blitzschnell jede Datei auf der Festplatte. Auch neue Dateien zeigt es dank Überwachung des Dateisystems fast sofort an.

Schneller nach Dateien suchen

Windows 7 und 8 besitzen zwar eine brauchbare Suchfunktion, die aber nur bei indexierten Verzeichnissen ausreichend schnell arbeitet. Besser geht‘s mit dem Tool Everything, das Sie unter „System Tools > Search“ finden. Beim ersten Start erstellt es eine kleine Datenbank mit den Laufwerksinhalten. Das geht relativ schnell, weil das Tool nicht die komplette Festplatte durchsucht, sondern die NTFSMFT (Master File Table) nutzt. Änderungen im Dateisystem landen in Echtzeit in der Datenbank, sodass auch neue Dateien sofort gefunden werden. Tippen Sie einfach den Suchbegriff in die Eingabezeile ein. Über das Menü „Search“ können Sie die Suche auf bestimmte Dateitypen beschränken, etwa „Executable“ oder „Audio“.

4. Diagnose

Wie schnell ist die Festplatte, wie heiß wird der Prozessor und wie stabil läuft das System? Diese Fragen lassen sich mit den Tools aus dem Menü „Diagnostics“ beantworten.

Festplatten und SSDs prüfen

Wenn Ihnen der PC zu langsam vorkommt, kann das an der Festplatte liegen. Diese ist vielleicht nicht an einen schnellen SATA-Anschluss mit 6 GBit/s angeschlossen – oder im schlimmsten Fall defekt. Prüfen Sie die Geschwindigkeit über „Diagnostics > Disk Speed Test“. Wählen Sie das gewünschte Laufwerk aus, und klicken Sie auf „Start“. Das Programm zeigt Ihnen die Geschwindigkeit im MB pro Sekunde an. Bei Festplatten liegt der Wert beim Lesen in der Regel bei 100 bis 150 MB/s, SSDs leisten 350 MB bis 500 MB/s. Eine zweite Meinung holen Sie über Crystal Disk Mark ein.

Mit Tools wie Gsmartcontrol, Hard Disk Analyzer oder HDD Guardian aus dem Menü „Diagnostics“ prüfen Sie, wie gesund die Festplatte ist. Die Tools lesen den SMART-Status (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) der Festplatte aus und liefern Informationen über defekte Sektoren oder zu Fehlermeldungen.

Temperaturen und Stresstest

Nur ein ausreichend gekühlter PC arbeitet stabil und ohne Fehler. Die Tools Open Hardware Monitor und Hwmonitor geben Auskunft zur Temperatur von Hauptprozessor (CPU), dem Prozessor auf der Grafikkarte (GPU) und den Festplatten. Wie hoch die Temperaturen im Einzelnen sein dürfen, hängt von der Hardware ab. Informationen dazu finden Sie in den Datenblättern der Geräte.

Um die Stabilität zu prüfen starten Sie Heavyload. Aktivieren Sie im Menü unter „Test Methoden“ die Optionen „Prozessor auslasten“ und „GPU auslasten“. Klicken Sie dann die Start-Schaltfläche oben links an. Lassen Sie den Test einige Zeit laufen, und beobachten Sie Temperaturentwicklung und Taktfrequenzen in Open Hardware Monitor. Aktuelle Prozessoren reduzieren die Taktfrequenz automatisch, wenn die Temperatur zu hoch wird. Bei Notebooks ist das aufgrund bauartbedingt schlechter Kühlung meist normal. Desktop-PCs sollten jedoch bei optimaler Kühlung immer mit maximaler Taktfrequenz arbeiten. In jedem Fall müsste aber das System weiterhin stabil arbeiten und nicht abstürzen. Wenn nicht, ist wahrscheinlich der Lüfter verschmutzt oder es liegt ein Hardware-Defekt vor.

5. Reparatur

Sollte Windows nicht fehlerfrei arbeiten, liegt das oft an fehlerhaften Treibern oder einer beschädigten Konfiguration. Mit geeigneten Tools sind einige Probleme leicht zu lösen.

Treiber prüfen und aktualisieren
Nicht jedes Update bringt wirklich mehr Stabilität und den erhofften Leistungsgewinn. Bei der Aktualisierung sollten Sie daher eher zurückhaltend sein und einer neuen Version erst einmal Gelegenheit zum Reifen geben. Treten jedoch anhaltend Probleme auf, kann ein Update Besserung bringen. Dabei hilft Ihnen das Tool Driver Identifier Portable im Menü „Drivers“. Klicken Sie nach dem Start auf die Schaltfläche „Scan Drivers“. Nach Abschluss der Untersuchung öffnet sich im Internetbrowser eine Webseite mit Informationen zu den auf Ihrem PC installierten Treibern. Wenn in der Spalte „Download“ der Eintrag „Good“ auftaucht, steht keine Aktualisierung bereit. Andernfalls erscheinen die Links „Download“ oder „Update“. Die Links führen zu einer Seite mit Download-Links meist von mehreren Herstellern. Prüfen Sie die Angaben genau, damit Sie nicht versehentlich einen unpassenden Treiber installieren.

Stresstest: Heavyload bringt die Prozessoren von PC und Grafikkarte an ihre Grenzen. Wenn das System trotzdem stabil läuft, arbeitet die Hardware einwandfrei.
Vergrößern Stresstest: Heavyload bringt die Prozessoren von PC und Grafikkarte an ihre Grenzen. Wenn das System trotzdem stabil läuft, arbeitet die Hardware einwandfrei.

Windows-Konfiguration reparieren

Im Menü „Repair Tools“ finden Sie mehrere Programme, die Sie bei der Windows-Reparatur unterstützen. Eines davon ist FixWin 2.1 für Windows 8. Nach dem Start klicken Sie zuerst auf „System File Checker Utility“. Damit prüfen und reparieren Sie Systemdateien. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, klicken Sie auf „Create Restore Point“ für eine Sicherung des aktuellen Systemzustands. Suchen Sie danach in den Kategorien auf der linken Seite nach dem Problem mit Ihrer Windows-Installation. Klicken Sie daneben auf „Fix“. In der Regel müssen Sie Windows danach neu starten. Einem speziellen Problem widmet sich .NET Framework Repair. Verwenden Sie es, wenn sich die .Net-Laufzeitumgebung nicht installieren oder aktualisieren lässt. Bei einigen Fehlern helfen auch die Einträge im Menü „Win7 Troubleshooters“. Die Links führen zu Microsoft- Analyse-Tools, etwa zur Reparatur der Druckereinrichtung oder des Windows Media Players.

6. Sicherheit & Netzwerk

Ein Windows-System ist ständigen Bedrohungen durch Schad-Software ausgesetzt. Deshalb dürfen Sicherheitsprogramme in der Tool- Sammlung nicht fehlen.
Schad-Software entfernen

Sie haben wahrscheinlich bereits eine Antiviren- Software auf Ihrem PC installiert. Im Zweifelsfall kann es sinnvoll ein, eine zweite Meinung einzuholen. Eine praktische Möglichkeit dazu bietet die Website www.virustotal.com . Sie können hier Dateien hochladen und online prüfen lassen. Wenn Sie den Dienst häufiger nutzen, ist der Virus Total Uploader unter „Malware Removal 2“ eine praktische Erleichterung. Sie müssen das Tool jedoch auf der Festplatte installieren. Der Uploder zeigt die laufenden Prozesse, deren Exe-Dateien Sie bei Virus Total hochladen können. Der Upload von ZIP- oder Setup-Archiven ist ebenfalls möglich.

In den Menüs „Malware Removal 1“ und „Malware Removal 2“ finden Sie auch einige Virenscanner. Diese sind teilweise auf eine bestimmte Art vom Schad-Software wie Bootkits oder Rootkits spezialisiert.

Updates für Windows & Software

Den besten Schutz vor Schad-Software bieten regelmäßige Updates. Bei Anwendungs-Software hilft Ihnen Secunia PSI, das Sie über das Menü „Apps to install“ auf dem PC einrichten können. Das Programm prüft die installierte Software. Es installiert Updates automatisch oder liefert Links zu neueren Versionen.

Windows halten Sie mit Wsus Offline Update aus dem Menü „Windows Updaters“ aktuell. Das Tool lädt alle verfügbaren Updates herunter. Das ist besonders für das Updaten nach einer Windows-Neuinstallation oder zur Aktualisierung mehrerer PCs nützlich.
Nützliche Tools für Netzwerker

Unter dem Menüpunkt „Network Tools“ versammeln sich einige Programme für die Netzwerk- Analyse. Mit Currports ermitteln Sie, welche Ports gerade von welchem Programm geöffnet sind. Lan Speed Test ermittelt die Transferrate beim Kopieren auf Netzwerklaufwerke, Network Scanner liefert Informationen zu aktiven Geräten im Netz sowie zu Netzwerkfreigaben, und Wirelesskeyview zeigt Ihnen die konfigurierten WLAN-Schlüssel an.
Weitere nützliche Programme im Toolkit

Eine Beschreibung der mehr als 300 Programme aus dem Gegeek Tech Toolkit kann in diesem Artikel keinen Platz finden. Lesen Sie hier einen Steckbrief weiterer Tools, die wir für besonders nützlich halten. Sie finden die Tools am einfachsten über die Suchfunktion.

7-Zip-Portable : Sie benötigen ein Packprogramm. 7-Zip archiviert und entpackt Zip-, Rar- und 7z-Dateien.

Advanced Tokens Manager : Sichern Sie die Aktivierungsdateien von Windows und Microsoft Office für einen spätere Neuinstallation.

Antivirus Remover : Laden Sie sich spezielle Uninstaller für die Überbleibsel von Sicherheits-Software über dieses Tool herunter.

Back4Sure : Erstellen Sie Sicherungskopien von wichtigen Dateien und Ordnern.

IOBit Uninstaller : Entfernen Sie Software gründlich und rückstandslos vom PC.

Windows System Control Center (WSCC) : Über diesen Programmstarter rufen Sie alle Sysinternalsund Nirsoft-Tools für die Systemwartung auf. Klicken Sie zuerst auf „Update“, um die neuesten Tools herunterzuladen.

Eigene Programme in das Toolkit einbauen

Sie wollen eigene Tools in das Menü integrieren oder haben im Ketarin-Updater zusätzliche Tools definiert? Wenn Sie eine neue Kategorie erstellen möchten, klicken Sie ganz unten im Menü auf die gestrichelte Linie und dann auf „Bearbeiten > Gruppe hinzufügen“. Geben Sie unter „Name“ eine Bezeichnung ein, und klicken Sie auf „OK“. Ziehen Sie die neue Gruppe dann im Baum an die gewünschte Position. Ein neues Tool bauen Sie über den Kontextmenüpunkt „Datei hinzufügen“ einer Gruppe ein. Wählen Sie eine ausführbare Datei aus einem der Unterverzeichnisse unterhalb von „GEGeek Toolkit“.

Um für mehr Übersicht zu sorgen, können Sie einzelne Tools oder Gruppen auch löschen. Verwenden Sie dafür den Kontextmenüpunkt „Entfernen“. Das Menü lässt sich außerdem anders organisieren. Dazu ziehen Sie einen Eintrag einfach an eine andere Position.

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