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Profi-Tricks für die Windows-Suchfunktion

15.05.2013 | 16:13 Uhr |

Fast jeder nutzt die Windows Suche. Nur wenige wissen allergings, wie sie funktioniert oder wie man sie wirklich ausreizt. Wir verraten Ihnen nützliche Profi-Kniffe.

Die Windows-Suche hat alles, was Sie für das schnelle Auffinden von lokalen Dateien und Inhalten brauchen: Eine je nach Bedarf simple oder hochkomplexe Abfragesyntax, einen Indexdienst zur Beschleunigung der Suche und Inhaltsfilter für alle wesentlichen Dateitypen. Die richtige Nutzung ist aber gar nicht so einfach und immer wieder Anlass zur Verwirrung. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps und Infos.

Kompliziert: Die verschiedenen Suchfelder
Es gibt drei Orte, wo Sie Suchabfragen starten können:

1. Das Suchfeld im Windows-7-Startmenü dient standardmäßig (ohne Konfigurationseingriff) der Programmsuche, um genau zu sein, der Suche nach Programmen, die sich als Links im Startmenü befinden. Die Entsprechung unter Windows 8 ist die Suche am Startbildschirm durch einfaches Eintippen. Dabei sucht Windows 8 automatisch „Apps“, was Sie durch Anklicken einer anderen Quelle ändern können („Dateien“, „Einstellungen“, „Skydrive“, „Store“).

2. Die allgemeine Suche nach Win-F arbeitet identisch unter Windows 7 und 8, auch wenn sich die Optik deutlich unterscheidet: Diese Suche bezieht sich auf alle Dateien, die im Index aufgenommen wurden (siehe unten). Ist der Index leer, findet diese Suchoption definitiv nichts.

3. Das Suchfeld im Explorer-Fenster (rechts oben) ist eine zuverlässige Möglichkeit, um im aktuellen Ordner zu suchen, egal ob Sie sich in einem Datenordner oder einem Shell-Ordner wie der Systemsteuerung befinden. Diese Suche arbeitet nämlich unabhängig vom Index, ist aber natürlich schneller, wenn sie auf den Index zurückgreifen kann.

Dateien schneller suchen und besser finden

Suchsyntax und virtuelle Filter
Die Windows-Suche interpretiert wie Google zwei oder mehrere Wörter automatisch als UND-Verknüpfung. Um einen Begriff bei der Suche auszuschließen, verwenden Sie – ebenfalls wie bei Google – ein vorangestelltes Minuszeichen. Mit diesen einfachen Mitteln kommen die meisten Anwender schon ziemlich weit. Die Möglichkeiten reichen freilich – und wieder wie bei Google – weit über diese intuitive einfache Syntax hinaus: Die Windows-Suche unterstützt neben „AND“, „OR“, „NOT“ (Großschreibung!) und Klammergruppierung zahlreiche Eigenschaften wie „name:“, „ordnername:“, „erweiterung:“, „datum:“ und „größe:“.

Mit cleverer Filtersyntax der Windows-Suche virtuelle Ordner einrichten: Dieser Suchfilter bietet – einmal gespeichert und in den „Favoriten“ abgelegt – jederzeit Zugriff auf alle wichtigen Konfigurationszentralen.
Vergrößern Mit cleverer Filtersyntax der Windows-Suche virtuelle Ordner einrichten: Dieser Suchfilter bietet – einmal gespeichert und in den „Favoriten“ abgelegt – jederzeit Zugriff auf alle wichtigen Konfigurationszentralen.

Durch den Doppelpunkt erkennt Windows, dass Sie eine Eigenschaft abfragen wollen. Das Explorer-Suchfeld färbt die Eigenschaft sofort blau, wenn es diese als unterstützte Eigenschaft erkennt.
Um an einem komplexerem Beispiel zu testen, was mit dieser Syntax möglich ist, sollten Sie im Ordner „\Windows\System32“ folgende Abfrage in das Suchfeld rechts oben eingeben:

(erweiterung:(cpl OR msc) OR name:systemprop*.exe) ordnername:system32

Sie erhalten als Ergebnis alle Systemsteuerung-Applets, alle Verwaltungskonsolen sowie einige Systemzentralen. Solche komplizierten Filter können Sie mit „Suche speichern“ dauerhaft ablegen.

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