Windows-Optimierung im Test

PC schneller machen: Das bringen Aufräum-Tools

Donnerstag, 18.08.2011 | 09:15 von Patrick Miller
© iStockPhoto.com/Kroach
Man nehme eine Handvoll alter PCs und installiere vier populäre Programme, die den PC schneller machen sollen. Was die Programme wirklich bringen, erfahren Sie in diesem Test.
Die meisten PC-Nutzer wissen: Um einen alten PC schneller zu machen, sind oft Hardware-Anschaffungen fällig. Ein neuer RAM-Riegel hier, eine neue Grafikkarte da, eventuell eine leistungsstärkere CPU. Jedoch gibt es auch zahlreiche Software-Tools, die vollmundig versprechen, das System zu beschleunigen - ganz ohne Investition in neue Hardware.

Die Aufräum-Tools wollen Windows schneller machen, indem sie es entschlacken, also vom digitalen Müll befreien, der sich im Laufe der Zeit angesammelt hat. Zum Beispiel Reste von inzwischen de-installierter Software auf der Festplatte und in der Registry. Zum Teil bringen die Programme auch ein Modul zur Defragmentierung mit. Dieses ordnet die Datenpakete auf der Festplatte so an, dass zueinander gehörige Daten strukturell möglichst eng beieinander liegen. Das beschleunigt den Zugriff. Gegenüber der Windows-eigenen Defragmentier-Funktion sollen die Defragmentierer der Aufräum-Tools bessere Ergebnisse liefern.

Aber können Aufräum-Programme wirklich den PC schneller machen? Oder sind sie reines Placebo? Um diese Frage zu beantworten, hat unsere amerikanische Schwester-Website PCWorld.com die folgenden Aufräum-Programme getestet:

So wurde getestet

Die Kollegen haben die Programme über fünf völlig verschiedene, intensiv benutzte PCs laufen lassen. Um die Systemleistung vor und nach der Benutzung der Aufräum-Programme zu überprüfen, verwendeten sie die WorldBench 6 Benchmarking Suite . Im Gegensatz zu künstlichen Benchmarks basiert WorldBench 6 auf geskripteten Aufgaben für Programme wie Firefox, Microsoft Office und Adobe Photoshop.

Die automatische Defragmentierung von Windows wurde vorher bewusst ausgeschaltet, um den Programmen, die den PC schneller machen sollen, die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Defragmentierungs-Modul zu benutzen - sofern vorhanden.

Zum Testen haben die Kollegen von PCWorld.com folgende PCs benutzt:

  • Dell Latitude D520 Laptop (1,66 GHz Core Duo T2050, 1 GB RAM, Windows Vista Home Premium 32-bit)
  • Dell INspiron E1505 Laptop (1,6 GHz Core Duo T2050, 1 GB RAM, Windows Vista Home Premium 32-bit)
  • Lenovo ThinkPad Edge Laptop (1,3 GHz Core Duo U7300, 4 GB RAM, Windows 7 Professional 32-bit)
  • Toshiba Satellite M645-S4055 Laptop (2,4 GHz Core i5-M450, 4 GB RAM, Windows 7 Home Premium 64-bit)
  • Desktop-PC Marke Eigenbau (2,4 GHz Athlon 64 4000+, 3 GB RAM, Windows XP Professional 32-bit)

Jeder dieser PCs wurde im Vorfeld Monate, wenn nicht gar Jahre, intensiv genutzt, ohne dabei jemals aufgeräumt worden zu sein. Auch Windows wurde in dieser Zeit nie neu aufgesetzt.

Zunächst haben die Kollegen bei jedem einzelnen System den Ausgangszustand als Disk-Image festgehalten. Danach wurde mit WorldBench 6 der aktuellen Leistungsstand gemessen. Als nächstes haben sie auf jedem System ein einzelnes Aufräum-Programm installiert, das den PC schneller machen soll. Es wurde dann mit seinen Standard-Funktionen insgesamt drei Mal übers System gejagt. Auch wenn die Programme die Deinstallation einzelner Programme empfohlen haben, sind die Tester der Empfehlung nicht nachgekommen.

Im Anschluss an die Säuberung mit den Aufräum-Tools haben die Kollegen erneut WorldBench 6 benutzt, um die resultierende PC-Leistung zu ermitteln. Nach diesem ganzen Prozess haben die Tester das ursprüngliche System mithilfe des Disk-Images wiederhergestellt und das nächste Programm installiert, das den PC schneller machen soll. Die Ergebnisse finden Sie auf den nächsten zwei Seiten.

Donnerstag, 18.08.2011 | 09:15 von Patrick Miller
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