Spät gestartet ist Microsoft Windows Live Local, auch bekannt unter dem älteren Namen Virtual Earth. Die Datenmenge, die hinter diesem Dienst steht, ist enorm: Stolze 26 Terabyte groß soll allein das letzte Update sein, das auf den Servern abgelegt wurde. Grund hierfür ist vor allem das extrem detailreiche Bildmaterial, das in jeweils vier Blickwinkeln pro Auflösungsgrad vorliegt. In der Tat überzeugt die bislang nur englischsprachige Anwendung, die einfach als Website im Browser läuft, durch eine hervorragende Bildqualität und einige interessante Perspektiven – zumindest bei mittleren und großen Städten.
Gestochen scharfe, extrem detailreiche Bilder gibt es in Deutschland bislang nur für die Ballungsräume. Durch die Schrägsicht – Bird’s view genannt – lassen sich aber Straßenzüge deutlich besser erkennen als mit der von anderen Diensten gewohnten Sicht von oben. Wer beispielsweise eine Wohnung sucht, kann sich mit den Bildern aus der Vogelperspektive einen besseren Überblick über die Umgebung oder die Parkplatzsituation verschaffen. Um diese Luftbilder zu bekommen, werden Flugzeuge eingesetzt, die jeweils über vier Kameras mit unterschiedlichen Blickrichtungen verfügen. Allerdings stehen zu jedem Punkt eben auch nur die vier Bilder ohne Zwischenschritte zur Verfügung. Schwenkende Bewegungen sind derzeit noch nicht möglich. Das erschwert in einigen Fällen die Orientierung.
Zu Windows Live Local gibt es als passendes 3D-Plug-in Virtual Earth 3D, derzeit nur in einer englischsprachigen Beta-Version (für Internet Explorer und Firefox). Es stehen drei Neigungswinkel zur Wahl. Zusätzlich können Sie mit „Strg“ und Mausrad sowie "Strg" und festgehaltener Maustaste navigieren. Bislang sind nur wenige Innenstädte mit dreidimensionalen Gebäuden ausgestattet, unter anderem Teile von Toulouse in Frankreich oder Teile von Denver und Quebec.
Vor allem in der 2D-Ansicht fällt auf: Windows Live Local ist beeindruckend schnell, die Antwort- und Ladezeiten sind extrem kurz, so dass sich Live Local auch für Anwender eignet, die aufgrund ihrer Internet-Leitung bei Google Earth recht lange warten müssen.
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