Windows 2000/XP: Hier ist die Prozedur nicht so einfach. Schuld ist die andere Form der Datenträgerverwaltung. Hier erhält jedes Speichermedium nach dem Einbau einen Laufwerksbuchstaben, der fest in der Registry eingetragen wird. Das bleibt auch so, wenn Sie die neue Festplatte als erste Festplatte anmelden, nach dem Sie das System wie oben beschrieben verschoben haben. Sie heißt dann immer noch D: – das System erwartet seine Dateien aber weiterhin auf C:.
Rufen Sie deshalb die Datenträgerverwaltung über „Start, Ausführen, diskmgmt.msc“ auf. Formatieren Sie die Zielpartition auf der zweiten Festplatte, und geben Sie ihr einen Laufwerksbuchstaben, in unserem Beispiel D:. Auch hier muss es sich um eine primäre Partition handeln, und sie muss aktiviert sein. Das Aktivieren erledigen Sie über das Kontextmenü der Partition. Danach kopieren Sie das System auf die neue Partition:
xcopy c:\ d:\ /k /r /e /i /s /c /h /o /x
Dabei wird allerdings die Registry nicht mit kopiert. Das erledigen Sie nachträglich in der Wiederherstellungskonsole. Installieren Sie sie, indem Sie aus dem Ordner \i386 der Windows-Setup-CD den Befehl „winnt32 /cmdcons“ aufrufen. Danach starten Sie neu und wählen im Bootmenü die Wiederherstellungskonsole. Melden Sie sich bei der ursprünglichen Windows-Installation an, und wechseln Sie mit
cd system32\config
in das Verzeichnis mit der Registry. Mit „copy“ kopieren Sie die Registry ins gleichnamige Verzeichnis auf Laufwerk D:. Dazu sind lauter einzelne Copy-Befehle notwendig, weil der Befehl in der Wiederherstellungskonsole keine Platzhalter unterstützt. Wenn die Wiederherstellungskonsole das Kopieren verweigert, geben Sie den Befehl
set AllowAllPaths = true
ein. Schließlich brauchen Sie noch eine Kopie der NTUSER.DAT. Diese finden sie unter „Dokumente und Einstellungen“ im Unterordner mit dem von Ihnen zuletzt verwendeten Benutzernamen. Die Kopie gehört ins gleichnamige Verzeichnis auf dem Ziellaufwerk.
Jetzt kommt das Entscheidende: Verlassen Sie mit „exit“ die Konsole, und starten Sie Windows normal. Rufen Sie nun Regedit (Win XP) beziehungsweise Regedt32 (Win 2000) auf.
Markieren Sie den Zweig „Hkey_Local_Machine“, und wählen Sie das Menü „Registrierung, Struktur laden“. Wählen Sie als Datei die soeben auf die zweite Festplatte kopierte System-Registry. Dabei handelt es sich um die Datei SYSTEM im Verzeichnis \System32\config unter dem Windows-Verzeichnis auf der zweiten Festplatte. Sobald der Registry-Editor nach einem Schlüsselnamen fragt, geben Sie am besten „Z“ ein. Der neue Punkt wird dann ganz unten eingefügt, und Sie finden ihn besser.
Nun gehen Sie unter „Z“ in den Schlüssel „MountedDevices“, löschen den Wert „\DosDevices\C:“ und benennen „\DosDevices\ D:“ in „\DosDevices\C:“ um. Unter Windows XP geht das einfach mit F2, unter Windows 2000 nur in mehreren Schritten: Öffnen Sie hier den Wert „\DosDevices\ D:“ mit einem Doppelklick, und kopieren Sie den gesamten Inhalt des Binärwertes mit Strg-C in die Zwischenablage. Danach löschen Sie die Einträge „\DosDevices\ C:“ und „\DosDevices\D:“. Legen Sie nun den Wert „\DosDevices\C:“ als Binärwert neu an, und geben Sie ihm den Inhalt aus der Zwischenablage. Markieren Sie wieder den Schlüssel „Z“, und wählen Sie „Registrierung, Struktur entfernen“.
Damit haben Sie der Windows-Kopie klar gemacht, dass die Startpartition wieder C: statt D: heißt. Sie können die zweite Platte nun als Master jumpern, und die Windows-Kopie ist startfähig.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Vorherige Seite
Seite 9 von 10
Nächste Seite



