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Windows Future

16.07.2002 | 12:05 Uhr |

Windows und Office der Zukunft: Nichts soll so bleiben, wie es ist. Lesen Sie über konkrete und über futuristisch anmutende Microsoft-Projekte.

Bei Microsoft arbeitet man mit Hochdruck an neuen Windows- und Office- Versionen. Mehr Web, mehr Mobilität, der PC als Zentrale der Haushaltselektronik - das sind die Schwerpunkte. Das Projekt Task Gallery sieht außerdem einen dreidimensionalen Desktop vor. Die PC-WELT hat die weithin unbekannten Projekte recherchiert und berichtet, ob sich neben Oberflächenkosmetik auch neue Entwicklungen bei den Funktionen abzeichnen.

Anfang April 2002 verirrte sich eine 2,5 MB große, gut produzierte Flash-Animation ins Internet, die mit großer Wahrscheinlichkeit aus dem Haus Microsoft stammt (Dateiname OfficeNGO.SWF). Das Video befasst sich mit dem Office-XP-Nachfolger Office NGO ("Next Generation Office" oder "Office .NET"). Offenbar handelt es sich bei NGO nicht mehr um herkömmliche, netzunabhängige Software.

Die Office-Anwendungen und die Daten lassen sich lokal oder über die "MyOffice"-Website nutzen. Der Anwender legt hier die Daten ab, auf die er - unabhängig von Standort und PC - überall zugreifen will. Als typische Kandidaten werden Kalender- und Terminverwaltung oder die zentrale Verwaltung mehrerer Mailkonten genannt. Office NGO synchronisiert beim Start jeder Einzelanwendung den lokalen Datenbestand mit dem My-Office-Server.

Bei einer schnellen Internet-Verbindung soll der Anwender von der Synchronisation kaum etwas mitbekommen - ebenso wenig soll er einen Unterschied zwischen lokalen und ausgelagerten Web-Daten bemerken. Zu den bekannten Anwendungen wie Word und Excel gesellt sich eine neue mit dem Namen "Scribbler". Da dieses Tool nur auf wenigen Bildern zu sehen ist, kann nur spekuliert werden, dass es sich um eine Art Notizblock mit simplen Schreib- und Zeichenfunktionen handelt.

Das Video stellt ferner zwei unterschiedliche Lizenzierungstypen vor: In der ersten Variante erwirbt der Anwender die Office-CD sowie ein Jahresabonnement der Internet-Dienste. Damit ist die Software unbegrenzt nutzbar, My-Office-Dienste und Upgrades bleiben jedoch auf die Zeit des Abonnements beschränkt.

Bei der zweiten, voraussichtlich kostengünstigeren Variante abonniert der Anwender NGO ausschließlich via Internet. Damit bezieht er für ein Jahr sowohl die Office-Software als auch die Dienste und Upgrades über das Netz. Technische Voraussetzung ist natürlich eine hohe Bandbreite der Online-Anbindung. Microsoft hat bislang keinen NGO-Veröffentlichungstermin genannt - das neue MS-Office wird kaum vor Ende 2003 auf den Markt kommen.

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