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Windows-Explorer: Dateiliste in Tabellenform

Sie benötigen häufig tabellarische Listen von Dateien in einem Ordner samt Größenangaben. Die Liste möchten Sie in einer Tabellenkalkulation weiterbearbeiten. Der Windows-Explorer lässt Sie hier im Stich. Und der Weg über die Kommandozeile (CMD.EXE oder Command. COM), um mit dem Befehl „dir“ eine Liste zu erstellen, ist Ihnen zu mühsam und liefert außerdem keine übersichtlich formatierten Tabellen. Die PC-WELT zeigt, wie Sie bequem eine Liste Ihrer Dateien erstellen können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Sie benötigen häufig tabellarische Listen von Dateien in einem Ordner samt Größenangaben. Die Liste möchten Sie in einer Tabellenkalkulation weiterbearbeiten. Der Windows-Explorer lässt Sie hier im Stich. Und der Weg über die Kommandozeile (CMD.EXE oder Command. COM), um mit dem Befehl „dir“ eine Liste zu erstellen, ist Ihnen zu mühsam und liefert außerdem keine übersichtlich formatierten Tabellen.

Lösung:

Für die scheinbar einfache Aufgabe, Dateilisten in Tabellenform zu produzieren, reichen die Windows-Bordmittel nicht aus. Mit einem kleinen Script ist es dagegen kein Problem, übersichtliche Tabellen der Dateien in einem Verzeichnis zu erstellen. Und dabei muss es nicht mal spartanisch zugehen: Unsere Scriptanwendung :pcwDirlist.HTA integriert sich in den Windows-Explorer und ist über das Kontextmenü von Laufwerken und Verzeichnissen zu erreichen. pcwDirlist verfügt über eine automatische Installationsroutine. Kopieren Sie die Datei in ein Verzeichnis Ihrer Wahl, und führen Sie pcwDirlist beim ersten Aufruf mit Administratorrechten aus. Es erstellt nun die Registry- Einträge für die Kontextmenüpunkte. Klicken Sie mit der rechten Maustaste ein Laufwerk oder einen Ordner an, und wählen Sie den neuen Punkt „Liste“, um pcwDirlist eine Tabelle der enthaltenen Dateien erstellen zu lassen.

Die Scriptanwendung zeigt Ihnen bei jedem Aufruf ein kleines Menü mit einigen Optionen. „Unterordner einbeziehen“ legt fest, ob die Dateien der Unterverzeichnisse mit berücksichtigt werden. Unter „Dateigrößen“ bestimmen Sie, in welcher Einheit Sie die Größe der Dateien erhalten möchten. Zur Auswahl stehen Byte, KB und MB. Den genauesten Wert erhalten Sie mit der Option „Byte“. Denn das Script rundet sonst KB auf zwei beziehungsweise MB auf vier Nachkommastellen. Unter „Dateiname“ stehen Ihnen zwei Optionen zur Verfügung: Wenn Sie „Nur Dateiname“ wählen, erhalten Sie eine Tabelle, in der jeweils in einem eigenen Abschnitt unter dem Ordnernamen die Dateinamen stehen. Die andere Option „Kompletter Pfad“ gibt stattdessen eine durchgehende Tabelle aus, in der jede Datei mit voller Pfadangabe aufgelistet ist. Nach „OK“ sammelt das Script die gewünschten Infos ein. Je nach Rechnergeschwindigkeit und Datei-Anzahl kann der Vorgang einige Sekunden dauern. Falls Sie ganze Laufwerke mit mehreren tausend Dateien auflisten, müssen Sie etwas mehr Geduld mitbringen.

Das Resultat schreibt pcwDirlist in eine Tabelle im CSV-Format (Comma separated values), ein Tabellenformat in purem Text. Der Vorteil von CSV-Dateien: Sie lassen sich mit jeder Tabellenkalkulation öffnen. Sobald das Script fertig ist, startet es die mit CSV-Dateien verknüpfte Anwendung, zum Beispiel Excel oder die Tabellenkalkulation von Open Office, und zeigt die Tabelle an. Die Tabelle ist als temporäre Datei angelegt. Das heißt: Beim nächsten Aufruf des Scripts überschreibt pcwDirlist die bestehende Datei mit der neuen Dateiliste. Speichern Sie die Liste also unter einem neuen Namen ab, wenn Sie eine Liste dauerhaft behalten möchten. pcwDirlist enthält auch eine saubere De-Installations-Routine. Um den betreffenden Kontextmenüpunkt zu entfernen, rufen Sie die Scriptanwendung wie bei der Installation einfach noch mal per Doppelklick auf. Auch hierfür müssen Sie wieder Administratorrechte besitzen. Das Script entfernt dann seine Registry-Einträge und somit seinen Menüeintrag im Explorer restlos. Die HTA-Datei selbst können Sie anschließend manuell beseitigen.

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