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Das Ende von XP und Windows 7 naht

11.02.2013 | 11:36 Uhr |

Windows XP fährt seine allerletzte Umlaufbahn, Vista gerät zur Marginalie, und für Windows 7 naht das Verkaufsende. Droht die Windows-8-Monokultur?

Seit zwei Monaten gibt es mit Version 8 ein neues Windows, das viele nicht wollen. Ob das begründet ist, sei hier dahingestellt. Jedenfalls dreht Windows 8, wie jedes neue Windows, die Lifecycle-Scheibe Microsofts eine große Kerbe weiter. Was passiert nun mit den alten Windows-Versionen? Wird nun nicht nur Windows XP, sondern auch Windows 7 zum Abwrack-System? PC-WELT komprimiert die Fakten.

Warum XP-User jetzt handeln sollten
Zwölf Jahre hat sich Windows XP behauptet. 2008 hatte es einen weltweiten Marktanteil von etwa 73 Prozent, und noch heute arbeiten über 35 Prozent aller PCs mit XP. Trotzdem: Am 8. April 2014 ist nach 13 Jahren endgültig „Schluss“. Doch was heißt das? Die Software funktioniert natürlich weiter, sie erhält aber keine Sicherheits-Updates mehr. Der Einsatz im Internet ist dann nicht mehr zu verantworten. Wer auf einem Gerät noch XP nutzt und dort auch künftig wieder Windows haben will, hat die Möglichkeit auf das aktuelle Windows 8 umzusteigen.

Alle Updates für XP, Vista, Seven und Windows 8

Dieses finden Sie bei Microsoft . Hier lädt man zunächst den Windows-Upgrade-Assistenten herunter, und der absolviert dann folgende Schritte: Systemprüfung – Einkaufsformular (Kreditkarte oder Paypal) – Mail-Bestätigung mit Produktschlüssel – Download – Download-Überprüfung – Installieren. Die Installation können Sie dann aber auf einen beliebigen passenden Zeitpunkt verschieben – durchaus auch auf April 2014. Da XP kein eigenes Werkzeug zum Brennen von ISO-Images mitbringt, schiebt der Download die Installationsdateien einfach auf die Festplatte unter C:\ESD\Windows. Dazu kommen Links am Desktop und im Startmenü zum bequemen Setup-Start. Beachten Sie auch, dass das Upgrade von XP auf Windows 8 zwar die Benutzerdateien erhält, aber weder Software noch Einstellungen übernimmt.

Von XP zu Windows 7: Wer XP durch Windows 7 ersetzen will, könnte auf die Idee kommen, das Downgrade-Recht von Windows 8 auf Windows 7 zu nutzen (Punkt 3). Das funktioniert aber nicht, weil die so erworbene Windows-8-Lizenz keine OEM-Lizenz ist. Der günstigste Weg zu Windows 7 ist eine System-Builder-Version ab etwa 80 Euro.

Ciao XP: Wer das Ableben von Windows XP bedauert, kann sich damit trösten, dass XP in puncto Hardware-Kompatibilität und Sicherheit nicht mehr zeitgemäß ist. Aber natürlich hat Microsoft auch eigennützige Motive, XP auszumustern: Das erfolgreichste Microsoft-Betriebssystem aller Zeiten wird insgesamt drei Jahre länger mit Updates gepflegt als dies der übliche Lifecycle vorsieht (zehn Jahre).

Der große Umzug auf Windows 8 - so geht's

Vista und das Support-Paradoxon
Vista kam zu seiner besten Zeit, 2009, also vor Windows 7, gerade mal auf 30 Prozent Marktanteil – für ein Windows ein sehr bescheidener Wert. Mittlerweile ist der Anteil einstellig – Tendenz fallend. Vista ist ein Upgrade-Kandidat – beim direkten Inplace-Upgrade auf Windows 8 bleiben immerhin die Systemeinstellungen erhalten.

Sicherheits-Updates bis 2017: Für Vista-Benutzer, die es bleiben wollen, besteht kein Handlungsbedarf: Der eigentlich 2012 ablaufende Extended Support, der den Nachschub der Updates gewährleistet, wurde großzügig für alle Vista-Editionen bis 2017 verlängert.

Supportverlängerung für alle: Vista ist es letztlich zu verdanken, dass Microsoft den Extended Support für Home-Versionen generell auf zehn Jahre verlängerte. Früher galten fünf Jahre für Home, zehn Jahre für Professional und Enterprise. Diese Regel hat Microsoft bei Vista außer Kraft gesetzt und dann gleich generell für alle Nachfolger auf zehn Jahre erweitert. Ein Grund dafür war das Paradoxon, dass Vista Home im April 2012 weggestorben wäre, während der weit ältere Vorgänger XP ja noch bis 2014 läuft.

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