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Windows 8

Windows 8 Pro, Enterprise und Upgrade-Optionen

17.10.2012 | 13:07 Uhr |

Windows 8 Pro
Windows 8 Pro entspricht im Funktionsumfang eher der bisherigen Professional-Edition als dem früheren Ultimate. Mit dem Domänenbeitritt, der EFS-Verschlüsselung und dem Remote Desktop-Server kann es auch allen wesentlichen Anforderungen im professionellen Umfeld genügen. Weitere ergänzende Komponenten im Vergleich zur Standard-Edition sind der Hyper-V-Virtualisierungs-Client, die Management-Konsole für Gruppenrichtlinien in der Windows-Domäne sowie die Möglichkeit, VHDs (Virtual Hard Disks) nicht nur zu laden, sondern auch zu booten. Die Laufwerksverschlüsselung Bitlocker und Bitlocker To Go für mobile Datenträger ist ebenfalls erst ab dieser Pro-Edition enthalten.
Was Windows 8 Pro im Vergleich zur Enterprise-Edition fehlt: Die zusätzlichen Komponenten in Windows 8 Enterprise spielen für den private Windows-Benutzer und für das betriebliche Umfeld kleinerer Unternehmen keine Rolle (siehe unten). Eine Ausnahme bleibt – die Installation von Windows 8 mit Windows To Go auf mobile USB-Datenträger.
Hinweis: Wenn Sie das kostenpflichtige Windows 8 Media Center Pack nachinstallieren (9,99 €), erhält Windows 8 Pro die notwendigen Codecs, um DVDs abspielen zu können.

Das kennen Sie bereits von den Vorgängern: Windows lässt sich jederzeit online auf eine höherwertige Edition bringen – in diesem Fall von „Standard“ zu Pro.
Vergrößern Das kennen Sie bereits von den Vorgängern: Windows lässt sich jederzeit online auf eine höherwertige Edition bringen – in diesem Fall von „Standard“ zu Pro.

Windows 8 Enterprise
Die Enterprise-Edition wird wie immer ausschließlich mit Volumenlizenzen für Unternehmenskunden vertrieben. Windows 8 Enterprise bietet den kompletten Umfang von Windows 8 Pro und dazu noch etliche zusätzliche Komponenten. Hervorzuheben ist „Windows To Go“, das die Installation von Windows 8 auf USB-Datenträger automatisiert. Weitere Funktionen betreffen ausschließlich Bereitstellung, Rechteverwaltung und Netzwerkoptimierung in größeren Unternehmen:
• Direct Access erlaubt eine alternative und schnellere Verbindung zum Firmennetzwerk als das übliche VPN.
• Branch Cache ist ein Zwischenspeicher für den Austausch von Unternehmensfilialen, um den Zugriff auf mehrfach abgerufene Daten zu beschleunigen.
• Side-Loading ist eine neue Technik, die es ermöglicht, den Windows-Store zu verbieten und erwünschte Apps über den Firmenserver bereitzustellen.
• Applocker erlaubt die detaillierte Anwendungssteuerung, also Software-Verbote oder das Verhindern von Installationen.

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Upgrade-Optionen von Windows XP bis 8
Lizenzrechtlich ist Windows 8 nicht heikel: Selbst als Besitzer einer alten Windows-XP-Home-Lizenz sind Sie zum preisgünstigeren Upgrade auf Windows 8 Pro berechtigt. Wer von Windows XP und Vista auf Windows 8 Pro umsteigen will, muss allerdings das neue System komplett neu aufsetzen. Ein Inplace-Upgrade mit der Übernahme aller Benutzerdaten, Software-Installationen und Windows-Einstellungen bleibt dem Vorgänger Windows 7 vorbehalten. Beim technisch möglichen, aber nicht immer empfehlenswerten Inplace-Upgrade von Windows 7 auf Windows 8 gelten folgende Regeln: Beim Erwerb eines Windows 8 (Standard) kann ein bestehendes Windows-7-Home-Premium (und Home Basic, fern auch die Starter-Edition) direkt umgewandelt werden.

Wer hingegen das Retail-Paket von Windows 8 Pro erwirbt, hat beim Upgrade keine Einschränkung: Windows 8 Pro übernimmt via Inplace-Upgrade die Daten aller Windows-7-Editionen – also von Starter, Home Basic, Home Premium, Professional und Ultimate. Das Upgrade eines Windows 8 „Standard“ auf die Pro-Edition ist technisch jederzeit problemlos. Dies geschieht wie schon bei Windows 7 über die Systemsteuerung („Features zu Windows 8 hinzufügen“) und den Erwerb eines neuen Schlüssels über den Microsoft-Server. Wie beim Vorgänger sind ja die Installationspakete der verschiedenen Editionen identisch, und die unterschiedlichen Komponenten werden allein über den Lizenzschlüssel freigeschaltet.

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Was ist Windows 8?

Das neue Microsoft-Betriebssystem ist der Nachfolger von Windows 7 und erschien am 26. Oktober 2012. Windows 8 baut auf seinen sehr erfolgreichen Vorgänger auf und enthält den neuen Kachel-Startbildschirm, der sich an der Oberfläche mit rechteckigen Kästen orientiert, die Microsoft mit Windows Phone 7 eingeführt und später auch bei der Xbox 360 integriert hat. Der zunächst eingeführte Begriff der "Metro-Oberfläche" wurde kurz vor dem Start aus rechtlichen Gründen zurückgezogen. Inzwischen spricht Microsoft von "Windows-Live-Tiles".

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