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Virtuelle VHD booten

19.10.2012 | 11:22 Uhr |

Wie schon beim Vorgänger Windows 7 bleibt das Booten von virtuellen Harddisks (VHD) auch unter Windows 8 der Pro-Version vorbehalten.

Technisch unterscheidet sich das Erstellen und Booten von boot-fähigen VHDs unter Windows 8 Pro nicht vom Vorgänger. Auch unter Windows 8 sind einige Vorbereitungen nötig, um VHD einzurichten und davon zu starten. Für die Herstellung eines Windows-Systems auf VHD benötigt man
das Kommandozeilen-Tool Dism.exe zur Imageverwaltung. Damit lässt sich ein Windows-System aus einer Install.wim bereitstellen
das Kommandozeilen-Tool Diskpart oder die Datenträgerverwaltung, um die virtuelle Disk anzulegen
das Kommandozeilen-Tool Bcdboot, um die VHD startfähig zu machen
und das Kommandozeilen-Tool Bcdedit, um die VHD in den Boot-Manager einzutragen.
Geht es nur darum, auf einem PC  ein Windows-System statt auf Festplatte in eine virtuelle VHD zu installieren, kann ein Großteil des komplizierten Ablaufs entfallen. Hier genügt es, den PC mit der Installations-DVD zu starten, das Setup zu beginnen und dann mit Shift-F10 die Eingabeaufforderung zu laden. Dort lässt sich mit Diskpart eine VHD erstellen ("create vdisk") und auf einen Laufwerksbuchstaben mounten ("attach vdisk").  Genau in dieses virtuelle Laufwerk kann dann anschließend im Setup das neue Windows installiert werden. Diese Methode überlässt das Extrahieren der Windows-Edition aus der Install.wim dem Setup. Ebenso sorgt das Setup dafür, dass die VHD im Bootmanager eingetragen wird. Eine detaillierte Beschreibung des Vorgangs finden Sie in diesem PC-WELT-Artikel.
Wie sich ein bestehendes Windows mit Hilfe eines externen Tools in eine bootfähige VHD übertragen können, erläutert dieser PC-WELT-Artikel.
Weitere Informationen zum VHD-Format finden Sie in diesem Beitrag.

Lesen Sie hier alle Details zu allen Windows-8-Versionen.

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Was ist Windows 8?

Das neue Microsoft-Betriebssystem ist der Nachfolger von Windows 7 und erschien am 26. Oktober 2012. Windows 8 baut auf seinen sehr erfolgreichen Vorgänger auf und enthält den neuen Kachel-Startbildschirm, der sich an der Oberfläche mit rechteckigen Kästen orientiert, die Microsoft mit Windows Phone 7 eingeführt und später auch bei der Xbox 360 integriert hat. Der zunächst eingeführte Begriff der "Metro-Oberfläche" wurde kurz vor dem Start aus rechtlichen Gründen zurückgezogen. Inzwischen spricht Microsoft von "Windows-Live-Tiles".

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