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Windows 8: Aktivierung

08.10.2012 | 11:49 Uhr |

Microsoft verschärft den Kampf gegen Produktpiraterie. Bei OEM-Systemen greift die OEM Activation 3.0, bei Verkaufsversionen entfällt voraussichtlich der Testzeitraum.

OEM Activation 3.0: Wenn Sie einen PC oder ein Notebook mit Windows 8 neu erwerben, ist das Betriebssystem voraussichtlich bereits aktiviert. Das ist einerseits ein Vorteil, weil Sie sich die Online-Aktivierung mit Ihrem Produktschlüssel ersparen. Andererseits steckt dahinter eine neue Microsoft-Maßnahme gegen Produktpiraten: OEM Activation 3.0 (OA 3.0) generiert auf dem jeweiligen Gerät einen Produktschlüssel und einen Hardware-abhängigen Hashwert. Diese Aktivierungsdaten trägt es in die UEFI-Firmware ein und verstärkt damit die Koppelung der Hardware mit dem Windows-System. Dies ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum Microsoft neuere UEFI-Firmware als Zertifizierungsbedingung für Windows 8 vorgibt; auf älterem BIOS ist dieses Vorgehen nicht möglich.
Der Schlüssel ist dann nur noch auf diesem Gerät gültig. Neu-Installation ist nur mit Hilfe der OEM-Recovery möglich. Welche Hardware-UIDs in den Hashwert eingehen, ist bislang nicht geklärt. Dies wird darüber entscheiden, welche Umbauten in dem Gerät möglich sind, ohne die Windows-Aktivierung zu verlieren.

Kein Testzeitraum: Bisher war es bei der Installation eines Windows üblich, einen Testzeitraum von 30 Tagen zu gewähren. Die Aktivierung des Systems mit dem Produktschlüssel konnte dann irgendwann innerhalb des Testzeitraums nachgeholt werden. Bei den von uns getesteten Windows-8-Editionen (RTM, also final) aus dem Microsoft Developer Network (MSDN) ist dies nicht möglich: Die Installation erfordert die sofortige Eingabe des Produktschlüssels. Dies wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch für die Verkaufsversionen ab 26. Oktober 2012 gelten.

Lesen Sie hier alle Details zu allen Windows-8-Versionen.

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Was ist Windows 8?

Das neue Microsoft-Betriebssystem ist der Nachfolger von Windows 7 und erschien am 26. Oktober 2012. Windows 8 baut auf seinen sehr erfolgreichen Vorgänger auf und enthält den neuen Kachel-Startbildschirm, der sich an der Oberfläche mit rechteckigen Kästen orientiert, die Microsoft mit Windows Phone 7 eingeführt und später auch bei der Xbox 360 integriert hat. Der zunächst eingeführte Begriff der "Metro-Oberfläche" wurde kurz vor dem Start aus rechtlichen Gründen zurückgezogen. Inzwischen spricht Microsoft von "Windows-Live-Tiles".

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