Ratgeber Windows

Windows 7 zurücksetzen - so geht's

Mittwoch den 15.08.2012 um 08:34 Uhr

von Friederike Jubel

Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit OEM DE
Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit OEM DE
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Windows: Alternative zur kompletten Neuinstallation
Vergrößern Windows: Alternative zur kompletten Neuinstallation
© iStockphoto.com/polarica
Windows wird im Laufe der Zeit mit unnötigen Komponenten zugemüllt, von Programmen, die keiner mehr braucht. Wir zeigen, wie Sie Windows 7 wieder fit machen.
Hier ein Programm ausprobiert, dort ein überflüssiges Programm wieder entfernt. Mit der Zeit bleiben immer mehr Reste im System, die im schlimmsten Fall sogar zu Problemen führen. Wenn sich dann Windows auf einmal seltsam benimmt, sollten Sie zuerst versuchen, auf einen früheren Wiederherstellungspunkt zurückzufahren. Sie finden die Wiederherstellungsoptionen unter Systemsteuerung -> Wiederherstellung. Wenn Sie dort die Schaltfläche "Systemwiederherstellung öffnen" auswählen erhalten Sie eine Liste der letzten Wiederherstellungspunkte, die Sie durch Setzen des Häckchens unter "Weitere Wiederherstellungspunkte anzeigen" auf alle verfügbaren Einträge erweitern können.
Liste der Wiederherstellungspunkte
Vergrößern Liste der Wiederherstellungspunkte

Wie viele Wiederherstellungspunkte Sie vorfinden, liegt unter anderem daran, wie viel Speicher Sie für die Systemwiederherstellung freigeben. Unter Systemsteuerung -> Erweiterte Systemeinstellungen -> Computerschutz können Sie festlegen, welche Laufwerke bei der Systemwiederherstellung mit gesichert werden, einen manuellen Wiederherstellungspunkt anlegen und den Systemschutz für jedes einzelne Laufwerk konfigurieren. Je größer der Speicherplatz ist, den Sie für Wiederherstellungspunkte zuweisen, desto weiter zurück können Sie Windows 7 wiederherstellen. Windows selbst legt bei jedem Update einen Wiederherstellungspunkt an und zudem in regelmäßigen Abständen automatische Wiederherstellungspunkte.

Optionen der Wiederherstellung konfigurieren
Vergrößern Optionen der Wiederherstellung konfigurieren

Haben Sie in der vorherigen Liste einen Wiederherstellungspunkt ausgewählt, können Sie sich anzeigen lassen, welche Programme und Treiber betroffen sind, wenn Sie Windows auf diesen Stand zurückführen. Ihre persönlichen Dateien bleiben dabei unberührt.

Insbesondere, wenn Sie wissen, dass Sie neue Software ausprobieren wollen, kann es hilfreich sein, zuvor einen manuellen Wiederherstellungspunkt anzulegen. Sie finden den Menüpunkt dazu unter Systemsteuerung -> Erweiterte Systemeinstellungen -> Computerschutz -> Erstellen. Im nachfolgenden Dialog geben Sie diesem Wiederherstellungspunkt einen Namen, den Windows um Datum und Uhrzeit ergänzt.

Manuelles Anlegen eines
Wiederherstellungspunktes
Vergrößern Manuelles Anlegen eines Wiederherstellungspunktes

Hilft das alles nichts, bietet Windows 7 selbst nur noch wenige Möglichkeiten an. Sie können mit einem zuvor erstellten Systemabbild arbeiten oder Windows neu installieren. Eine interessante Option unterschlägt Windows dabei: das Inplace Upgrade. Doch bevor Sie daran gehen, sollten Sie in jedem Fall eine Sicherung ihrer Dateien machen, denn es kann jederzeit zu Fehlern kommen und unerwünschter Datenverlust eintreten.

Für das Inplace Upgrade benötigen Sie dann einen Windows-7-Datenträger derselben Version, die bereits installiert ist. Tückisch wird es, wenn Sie einen Datenträger ohne Service Pack 1 haben, auf dem System aber bereits Service Pack 1 installiert ist. Sie haben dann zwei Möglichkeiten:

  • Deinstallation des Service Packs oder
  • Erstellen eines Datenträgers inklusive Service Pack 1

Anleitungen für die zweite Option sind im Internet zu finden, der Aufwand ist aber vergleichsweise groß. Einfacher ist es da, das Service Pack zu deinstallieren. Unter Systemsteuerung -> Programme und Funktionen sehen Sie zuerst die Liste aller installierten Programme. Links in der Navigation finden Sie den Punkt "installierte Updates anzeigen". Wenn Sie oben im Suchfeld dann "Service Pack" eingeben, finden Sie schnell den entsprechenden Eintrag und können es deinstallieren.

Inplace Upgrade
Vergrößern Inplace Upgrade

Legen Sie nun den Datenträger mit Windows 7 ins Laufwerk und führen Sie die Datei setup.exe aus. Sie erhalten dann einen Bildschirm, der neben einem Link zu Informationen zur Windows-Installation nur noch die Schaltfläche "Jetzt installieren" enthält. Sobald Sie die Schaltfläche auswählen, werden einige Dateien zur Installation in einen temporären Speicher geladen. Ist das abgeschlossen, fragt das Setup-Programm, ob Sie zuerst Updates laden wollen.


Da wir auf den Ursprungszustand zurück wollen, können Sie getrost darauf verzichten. Sie müssen nach dem Inplace Upgrade ohnehin alle Updates neu installieren lassen. Danach wählen Sie die Installationsart aus. Wählen Sie Upgrade aus. Im erklärenden Text weist das Installationsprogramm noch einmal darauf hin, dass Sie Ihre Dateien vorher sichern sollen.

Sobald Sie nun fortfahren, wird über das bestehende Windows eine neue Installation gelegt, wodurch alle Systemdateien wieder in den Ursprungszustand gesetzt werden. Sie sollten nach Abschluss der Installation ein sauberes Windows 7 vorfinden und Ihre Dateien sollten erhalten geblieben sein. Vergessen Sie nicht, dass Sie nun Windows erneut aktivieren müssen und zudem alle Updates von Windows wieder installieren müssen, um das System auf den aktuellen Stand zu bringen. Vereinzelt kann es Probleme mit Grafiktreibern von Drittanbietern geben. Wenn möglich, deinstallieren Sie diese also ebenfalls vor dem Inplace Upgrade.

Mittwoch den 15.08.2012 um 08:34 Uhr

von Friederike Jubel

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