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Steady State und Safeguard in Windows 7

27.07.2009 | 14:00 Uhr |

Safeguard wurde aus Windows 7 vorläufig ausgemustert. In der deutschen Sprachvariante nannte sich Safeguard ‚ 'PC-Schutzvorrichtung', eine Weile machte es auch als 'Guest Mode' die Runde. Es handelte sich um eine in die Benutzerkonten integrierte Funktion, die das System vor Änderungen schützt. Eine vergleichbare Schutzkomponente gibt es für XP und Vista als externes Microsoft-Tool mit dem Namen 'Steady State'.

Safeguard, Guest Mode oder in der deutschen Variante 'PC-Schutzvorrichtung' erschien bis zur Beta (Build 7000) als neue Option für die Benutzerkonten. Windows-Kenner erkannten in dieser Funktion unschwer das integrierte Steady State 2.5 (kostenloses Microsoft-Tool für XP und Vista, Download via http://www.pcwelt.de/sta ).

Mandatory Profiles : Safeguard alias Steady State erstellt Mandatory Profiles - solche Konten werden nach Abmeldung und Neuanmeldung stets auf den Ausgangszustand zurückgesetzt. Der PC-Administrator kann somit Konten einfrieren und das System - zum Beispiel - absolut kindersicher konfigurieren. Benutzer solcher Konten können das System normal verwenden und durchaus Änderungen vornehmen, doch beim nächsten PC-Start verwirft Windows alle Änderungen und kehrt zum gespeicherten Ausgangszustand zurück. Wichtiges Signal für das Windows-System, dass ein geschütztes Mandatory Profile vorliegt, ist ein geänderter Name der Benutzer-Registry - Ntuser.MAN statt Ntuser.DAT.

Partitionsschutz : Wie Steady State enthielt Safeguard zusätzlich einen Treiber für den Partitionscache: Damit ließ sich nicht nur ein ausgewähltes Konto, sondern die gesamte Systempartion vor Änderungen schützen.

Schreibverbote : Weitere Optionen von Safeguard und Steady State sind das Schreibverbot auf der Systempartition oder Schreibverbot auf auf alle internen Partitionen. Betroffene Benutzer können dann Daten nur noch auf externen Medien speichern. Gleich nach der Anmeldung erscheint ein entsprechender Hinweis.

Die Zukunft von Safeguard : Warum Microsoft Safeguard seit dem RC1 von Windows 7 aus dem System nahm, bleibt ein Rätsel: Safeguard war ein vorbildlich integriertes Steady State und deutlich einfacher zu bedienen als das (englischsprachige) Steady State. Außerdem ist Komponente für PCs in Internet-Cafes oder Schulen wie auch im Familienumfeld nützlich bis unentbehrlich. Ein deutscher Microsoft-Mitarbeiter erklärte den Wegfall damit, dass sich die Betatester angeblich unzufrieden äußerten. Eher wahrscheinlich waren technische Probleme, insbesondere im Zusammenhang mit dem Windows Media Center.

Eine befriedigende Alternative wäre ein mit Windows 7 kompatibles und frei verfügbares Steady State. Doch steht auch dies derzeit offenbar nicht auf Microsofts Taskliste. Das aktuelle Steady State 2.5 ist mit Windows 7 nicht kompatibel und verweigert die Installation.

Lesen Sie hier alle Details zu allen Windows-7-Funktionen

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