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DirectX 11 ist die Gaming-Schnittstelle von Windows 7

04.08.2009 | 14:10 Uhr |

DirectX 11 aus Windows 7 löst DirectX 10.1 aus Vista SP1 ab und bringt viele neue Funktionen mit. Dabei sollen alle Grafikkarten die Version 10.1 unterstützen auch mit DirectX 11 kompatibel sein.

DirectX ist eine Sammlung spezieller Programmierschnittstellen (APIs) von Microsoft. Sie ermöglicht Spielen oder anderen Anwendungen mit starkem Multimedia-Anteil einen schnellen Zugriff auf die benötigten Hardware-Komponenten.

Der Vorgänger von DirectX 11: Mit Vista führte Microsoft DirectX 10 und ein neues Treibermodell für Grafikkarten ein (Windows Display Driver Model). Dabei handelt es sich um die Spezifikation einer Treiber-Architektur die die Grafikkarte bieten muss, um Anwendungen und Spiele sowohl in älteren Windows-Versionen darzustellen (bis XP DirectX 9), als auch um die neuen DirectX-10-Funktionen zu nutzen. Der große Unterschied zu den vorherigen DirectX-Versionen besteht darin, dass Version 10 aufgrund des neuen Treibermodells nicht abwärtskompatibel ist. Das bedeutet: ein reines DirectX-10-Spiel kann zum Beispiel nicht unter Windows XP laufen.

Tesselation mit DirectX 11 : Windows 7 kommt standardmäßig mit DirectX 11. Dabei handelt es sich prinzipiell nur um ein Update der Direct3D-Komponente. Diese wird zum Rendern (Zeichnen) von 3D-Grafiken verwendet. Zu den neuen Funktionen gehört etwa "Tessellation". Hierbei werden bereits unterteilte 3D-Flächen vom Grafikkarten-Prozessor (GPU) in eine Vielzahl weiterer Polygone aufgelöst. Das Ergebnis ist, zumindest in der Theorie ein etwa 100 Mal höherer Detaillevel als bei normalen Direct3D-10.1-Spielen. Der Clou dabei ist, dass die Funktion ohne Belastung des restlichen Systems ausschließlich von der Grafikkarte erledigt wird.

Das bringt DirectX 11 außerdem: Außerdem unterstützt DirectX 11 aus Windows 7 das sogenannte "multithreaded rendering". Damit kann eine 3D-Fläche parallel von mehreren Prozessorkernen gerendert werden. Das Shader Model 5 aus DirectX 11 mit dem die sogenannten "Computer Shader" eingeführt werden, sorgt zudem dafür, dass die GPU auch ganz normale Rechenaufgaben übernehmen kann. Normalerweise ist dafür der Hauptprozessor (CPU) zuständig.

Lesen Sie hier alle Details zu allen Windows-7-Funktionen

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