Windows 7 Funktion

Die Powershell in Windows 7

Donnerstag, 06.08.2009 | 12:20 von Hermann Apfelböck
Die mit Windows 7 ausgelieferte Windows Powershell 2.0 ist das bisher Beste, was die neue Kommando-Shell bieten kann. Powershell 2.0 ist generell und auch in der grafischen ISE-Variante (Integrated Scripting Environment) deutlich schneller geworden und wurde außerdem funktional erweitert. Ein Admin- und Profi-Tool bleibt die Powershell aber weiterhin.
Powershell 2.0: Die in Windows 7 enthaltene Shell ist
deutlich verbessert. Ob sie sich durchsetzt, bleibt dennoch
ungewiß
Vergrößern Powershell 2.0: Die in Windows 7 enthaltene Shell ist deutlich verbessert. Ob sie sich durchsetzt, bleibt dennoch ungewiß
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Laut Microsoft ist die Windows Powershell eine interaktive Kommandoshell und Skriptsprache, die speziell für die Systemverwaltung, also für Administratoren entwickelt wurde. Das trifft den Kern der Sache, da sich typische Anwender mit der Syntax der komplexen Powershell kaum anfreunden werden. Schnelle Ergebnisse bei der interaktiven Nutzung sind selbst dann nicht zu erwarten, wenn der Benutzer mit Kommandoshells wie CMD.exe oder Unix-Shells vertraut ist. Eine allgemeine Einführung und zahlreiche Beispiele finden Sie in unserem Praxis-Wiki.

Grundlegender Unterschied der Windows Powershell (früher 'Monad') zu allen bekannten Kommandoshells ist die Verwendung von Objektvariablen. Ein Beispiel: Die Cmd.exe zeigt nach

sc query

eine Textliste der Windows-Dienste an; die lässt sich speichern und - relativ mühsam - mit Stringverarbeitung filtern oder sortieren. Die Powershell hingegen speichert nach

$a=Get-Service

in der Variablen $a sämtliche Eigenschaften aller Windows-Dienste. Danach lässt sich mit Pipe-Kommandos (|) mühelos jede Instanz (also in diesem Beispiel jeder einzelne Dienst), aber auch jede Eigenschaft einzeln abrufen. Der Benutzer muss nur die verfügbaren Eigenschaften des Objekts kennen:

$a | select displayname

Dieser Befehl gibt den beschreibenden Namen aller Dienste zurück. Der benutzte Select-Filter dient nur der Ausgabe, die Variable enthält daher weiter alle Eigenschaften. Ein nachfolgender Befehl

$a | select name, displayname, status, servicesdependedon

zeigt nun diese vier Eigenschaften der Dienste. Um alle Eigenschaften eines bestimmten Dienstes auszugeben, wäre folgender Befehl geeignet:

$a | where {$_.displayname -like "*search*"}|select *

Fertige Lösungen nutzen : Die Windows Powershell kann alles - Dateiaktionen, Registry-Zugriff, Netzwerk-Verwaltung, Event-Verwaltung, Remote-Zugriff. Es ist zum Teil verblüffend, welche Ergebnisse ein einziges Kommando mit einigen Pipe-Filtern erzielen kann. Von diesen Möglichkeiten werden auch Powershell-Unkundige künftig profitieren, indem sie komplette (PS1) Scripts einfach übernehmen. Powershell-Scripting ist erst im Kommen und wird sich frühestens mit Windows 7 und Windows Server 2008 R2 durchsetzen - wenn überhaupt.

Lesen Sie hier alle Details zu allen Windows-7-Funktionen

Donnerstag, 06.08.2009 | 12:20 von Hermann Apfelböck
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