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Fragen und Antworten zum Vista-Nachfolger

16.10.2008 | 12:00 Uhr |

Der Windows-Vista-Nachfolger trägt nunmehr einen offiziellen Namen: Windows 7 wird Vista ablösen. Wir haben dies zum Anlass genommen, um unsere Windows-7-FAQ zu aktualisieren: Die PC-Welt erklärt Ihnen, was Sie schon heute über Windows 7 wissen müssen.

Der Nachfolger von Windows Vista hat nun offiziell einen Namen: Windows Vista wird durch Windows 7 abgelöst werden. Im Vorfeld war lange darüber spekuliert worden, wie der Vista-Nachfolger heißen könnte. Von Windows 2009 war ebenso die Rede, wie Windows Next.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um den Vista-Nachfolger:

1. Hat der Name Windows 7 etwas zu bedeuten?

Letztendlich hat sich Microsoft dazu entschlossen, den Codenamen "Windows 7" zum finalen Namen zu küren. Ein Novum in der Windows-Geschichte: Bisher trugen Windows-Versionen während ihrer Entwicklung so klangvolle Namen wie "Memphis" (Windows 98), "Millennium" (Windows Me), "Whistler" (Windows XP) und "Longhorn" (Windows Vista).

Dabei sollte nicht vergessen werden, dass der Vista-Nachfolger vom Namen her durchaus eine bewegte Geschichte hinter sich hat. Die Entwicklerversion von Windows XP wurde nach dem Erholungsgebiet "Whistler" benannt. Das Gebiet in British Columbia (Kanada) liegt 4 Stunden vom Microsoft-Sitz in Redmond entfernt und erfreut sich unter Microsoft-Mitarbeitern einer hohen Beliebtheit - so heißt es jedenfalls.

Noch ehe Windows XP fertig war, erklärte Microsoft im Jahr 2000, dass XP durch ein Windows mit dem Codenamen "Blackcomb" abgelöst werden sollte. In Whistler liegt das Skigebiet Blackcomb. Die Ski-Veranstaltungen der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver finden übrigens in Blackcomb statt. Letztendlich kam es jedoch anders: Microsoft entschied sich, zwischen Windows XP und Windows "Blackcomb" eine weitere Version zu veröffentlichen, die schließlich unter dem Namen "Longhorn" entwickelt wurde.

Den Weg von "Whistler" (Windows XP) zu Windows "Blackcomb" sollte also "Longhorn" (VIsta) überbrücken. Und in der Tat hat der Name auch diese Bedeutung: Die beiden Gebiete verbindet eine Straße, an der die Kneipe Longhorn Saloon liegt. Die Wahl der Codenamen sollte also den Weg der Entwicklung der Betriebssysteme von Whistler angefangen bis hin zu Blackcomb verdeutlichen.

Ein Windows "Blackcomb" wird es dennoch nie geben. Der Codename für diese Windows-Version wurde zunächst in "Vienna" geändert und seit Anfang 2007 trägt der Vista-Nachfolger den Namen "Windows 7". Unter diesem Namen soll das Betriebssystem letztendlich auf den Markt kommen.

2. Was hat die "7" im Namen genau zu bedeuten?

Der Windows-Vista-Nachfolger erhält die "7" im Namen, weil es sich um die siebte Windows-Version handelt. Dabei musste Microsoft allerdings etwas tricksen, wie folgende Übersicht zeigt (die ersten drei Windows-Versionen werden nicht aufgelistet):

Die Versionsnummern der Vorgänger:

Version 4: Windows 95
Version 4.0.1998: Windows 98
Version 4.10.2222: Windows 98SE
Version 4.90.3000: Windows ME
Version 5: Windows 2000
Version 5.1: Windows XP
Version 6: Windows Vista
Version 7: Windows 7

Auffällig ist, dass Windows XP "nur" eine im Vergleich zu Windows 2000 leicht erhöhte Versionsnummer besitzt, obwohl es sich bei XP natürlich um einen "Major Release" handelt. Außerdem hat Microsoft gleich vier Windows-Versionen mit einer Versionsnummer zusammengefasst: Windows 95 bis Windows ME.

Aber jetzt wird´s noch verwirrender: Bei der Auslieferung wird Windows 7 nicht die Versionsnummer 7 ausgeben, wenn man "ver" eingibt, sondern die Versionsnummer 6.1...

3. Wird Windows 7 einen neuen Kernel besitzen?

Nein. Windows 7 wird auf dem Windows-Vista-Kernel basieren. Das dürfte die Komplikationen mit anderen Programmen vermeiden, die für Vista in der Anfangsphase charakteristisch waren.

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