06.01.2010, 10:16

Christian Löbering, Hermann Apfelböck

Windows 7

Windows 7: Explorer nutzen

5. Win-7-Einstiegstipp: So nutzen Sie neue Explorer-Funktionen
Beim Explorer scheint im Vergleich zu Vista nichts Wesentliches verändert. Der Navigationsbereich links wird jedoch durch die neuen Bibliotheken aufgewertet.
Navigationsbereich bearbeiten: Nach Klick auf „Organisieren, Layout, Navigationsbereich“ in einem Explorer-Fenster haben Sie praktisch immer alles im Blick. Jetzt geht es nur noch darum, die „Favoriten“ per Drag & Drop sinnvoll zu bestücken und die Bibliotheken auszubauen.
Eine Falle im Navigationsbereich sollte Microsoft unbedingt noch entschärfen: Wenn Sie einen „Favoriten“ umbenennen, betrifft das natürlich nur den Link. Wenn Sie ein paar Pixel unterhalb das Gleiche bei den Ordnernamen der Bibliotheken vermuten, liegen Sie falsch: Das Umbenennen betrifft die echten Ordner!
Bibliotheken ändern: Die Standardbibliotheken „Bilder“, Dokumente“, Musik“ und Videos“ lassen sich leicht erweitern. Jeder lokale Ordner bietet nach Rechtsklick die Option „In Bibliothek aufnehmen“ an. Eine neue Bibliothek erstellen Sie durch Rechtsklick auf „Bibliotheken“ im Navigationsbereich und „Neu“.
Eine oft geäußerte Kritik an den Bibliotheken lautet, sie könnten keine Netzwerk-ordner aufnehmen. Das stimmt so nicht. Aber: Windows 7 setzt offenbar aus Leistungsgründen voraus, dass Bibliotheken indiziert sein müssen. Wenn Sie dafür sorgen, dass eine Netzwerkfreigabe (eines Windows-PCs) indiziert ist, wird sie anschließend auch eine Bibliothek akzeptieren – nach Rechtsklick und „Eigenschaften, Ordner hinzufügen“.
6. Win-7-Einstiegstipp: So nutzen Sie die Virtualisierung
Der XP-Modus stellt eine nahtlos integrierte Virtualisierung („seamless“) zur Verfügung, in der Sie jede XP-Anwendung problemlos laufen lassen können.
XP-Modus aktivieren: Um den XP-Modus nutzen zu können, müssen Sie zunächst die Hardware-Virtualisierung der CPU im Bios aktivieren. Praktisch alle neueren Mehrkern-Prozessoren unterstützen diese Funktion. Sie heißt etwa „Virtualization Technology“ und ist im Bios oft tief vergraben. Falls Sie die Option auf einem Dual-Core-PC nicht finden, probieren Sie den Rest des Tipps einfach aus – oft ist die Funktion standardmäßig aktiv.
Zwei Downloads: Der XP-Modus ist im RC noch nicht integriert. Sie benötigen ein Update und ein virtuelles XP. Besuchen Sie www.microsoft.com/windows/virtual-pc, und klicken Sie dort auf „Get Windows Virtual PC Beta now“. Wählen Sie im nächsten Fenster aus, welche Variante von Windows 7 (32 oder 64 Bit) und welche Sprache (German) Sie installiert haben. Klicken Sie hintereinander auf „Download Windows Virtual PC Beta“ und „Download Windows XP Mode Beta“, um die beiden Pakete herunterzuladen. Danach installieren Sie das Update „Windows6.1-KB958559“ und starten den Rechner neu. Schließlich installieren Sie das MSI-Paket „VirtualWindowsXP“ (MSI – Microsoft Installer).
Virtuelles XP einrichten: Unter „Start, Alle Programme, Windows Virtual PC“ finden Sie den Link „Virtual Windows XP“. Beim ersten Aufruf müssen Sie ein Benutzer-Kennwort für Ihr virtuelles XP vergeben. Die Anmelde-Information sollten Sie vom System speichern lassen, damit Sie sie nicht immer wieder eingeben müssen. Im nächsten Dialog aktivieren Sie automatische Updates. Es handelt sich zwar um ein virtuelles XP, es sollte aber trotzdem auf einem aktuellen Stand bleiben.
XP-Modus nutzen: Um XP-Programme einzusetzen, starten Sie immer das virtuelle XP und installieren dort die gewünschte Anwendung. Als Quellen stehen Ihnen CD/DVD-Laufwerke, USB, Netzwerk und Internet zur Verfügung.
Der Clou beim XP-Modus fällt erst nach der Installation einer Software auf: Sie können einfach in Ihrem Windows-7-Startmenü auf „Windows Virtual PC, Virtual Windows XP Anwendungen“ gehen und finden dort direkte Links zu den installierten Tools. Die virtualisierte Anwendung startet daraufhin scheinbar direkt unter Windows 7, vom XP-System ist außer der Initialisierungsmeldung nichts zu sehen („seamless“).
Es gibt allerdings Ausnahmen, die sich nicht unter die „Virtual Windows XP Anwendungen“ integrieren lassen und den Seamless-Modus nicht unterstützen. Dazu zählt der Google-Browser Chrome.
Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Diskutieren Sie mit anderen Lesern über dieses Thema:
Windows 8: Alle Informationen
Windows 8
Alle Details

In diesem Special lesen Sie alle Details zu den geplanten Funktionen von Windows 8. mehr

Windows 7: Alle Informationen
Windows 7
Alle Details

In diesem Windows-7-Ratgeber lesen Sie alle Details zu allen Windows-7-Funktionen. mehr


Vorschaugrafik: Aero Shake schüttelt die Windows 7-Fenster weg - klein

Windows 7 Aero-Funktionen vorgestellt

172874
Content Management by InterRed