Windows 10

Windows 10 ist das aktuelle Windows-Betriebssystem, das Microsoft an die Nutzer von Windows 7 und Windows 8 im ersten Jahr gratis ausliefert. Mit Windows 10 feiert das Start-Menü ein Comeback und Cortana auf dem Desktop ihre Premiere. Aber Windows 10 ist nicht nur für Desktop-PCs erhältlich, sondern kommt auch bei Smartphones, der Xbox One, IoT-Geräte und Hololens zum Einsatz.

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Windows 10 Build 14328 mit neuem Start-Menü und mehr

25.04.2016 | 16:47 Uhr |

Microsoft hat mit dem Anniversary Update ein großes Update für Windows 10 angekündigt. Es erscheint im Sommer. Update: Windows 10 Insider Preview Build 14328 enthält das neue Start-Menü und viele weitere Neuerungen und Verbesserungen.

Update 25. April 2016: Microsoft liefert mit Windows 10 Insider Preview Build 14328 seit dem Wochenende eine neue Vorabversion von Windows 10 an die Tester aus. Nachdem die vergangenen Builds kaum wichtige Neuerungen enthielten, gibt es bei der neuen Build 14328 zahlreiche neue Funktionen und Verbesserungen. Die Version ist damit ein wichtiger Zwischenschritt hin zum von Microsoft angekündigten Anniversary Update für Windows 10, welches im Sommer erscheinen wird.

Windows 10 Build 14328 enthält neues Start-Menü

Die neue Vorabversion von Windows 10 enthält das neue Start-Menü, welches Microsoft kürzlich auf seiner Entwicklermesse BUILD 2016 angekündigt hatte. Bei den Änderungen am Start-Menü wurde vor allem das Feedback der Windows-10-Nutzer berücksichtigt. Im neuen Start-Menü werden die Ansichten "Meistverwendete Apps" und "Alle Apps" in einer Ansicht vereint. Nach einem Klick auf den Startbutton werden im linken Bereich des Start-Menüs untereinander die meistverwendeten Apps angezeigt.

Das neue Start-Menü von Windows 10
Vergrößern Das neue Start-Menü von Windows 10

Nach einem Klick auf "Meistverwendet" oder einer anderen Überschrift in der App-Auflistung werden neben anderen Einträgen die Buchstaben des Alphabets angezeigt. Wird hier beispielsweise auf "B" geklickt, dann werden anschließend alle Apps angezeigt, deren Titel mit "B" beginnt. Auf diese Weise gelangt der Nutzer schnell und bequem an jeden gewünschten Eintrag im Start-Menü.

Ebenfalls neu im Start-Menü: Ganz links im Start-Menü befindet sich nun eine vertikale Seitenleiste, in der häufig benötigte Startmenü-Einträge und Windows-10-Funktionen einen festen Platz haben. Konkret sind das "Konto-Einstellungen", "Explorer", "Einstellungen" und "Ein/Aus".

In den Einstellungen kann der Anwender unter "Personalisierung" und "Start" zusätzlich Ordner auswählen, die im Menü  "Start" angezeigt werden sollen. Derzeit sieht das entsprechende Fenster in den Einstellungen noch nicht sehr elegant aus, was sich aber sicherlich noch im Laufe der Testphase ändert wird.

Im Tablet-Modus von Windows 10 präsentiert sich das Start-Menü nun in einer Vollbild-Ansicht. Microsoft reagiert damit auf einen häufig von Windows-Testern geäußerten Wunsch. Außerdem vereinfacht Microsoft den Wechsel der Ansicht zwischen angepinnten Start-Menü-Einträgen und allen Start-Menü-Einträgen.

Ebenfalls neu im Tablet-Modus: Auf Wusch wird die Taskleiste im Tablet-Modus automatisch ausgeblendet. Sollte sie dann doch mal benötigt werden, dann genügt eine "Nach oben"-Wischbewegung im unteren Bildschirmbereich, um sie kurzfristig einblenden zu lassen. Den entsprechenden Schalter "Taskleiste im Tablet-Modus automatisch einblenden" finden die Nutzer in den Windows-Einstellungen unter "System" und "Tablet-Modus".

Neuerungen von Windows 10 Build 14328 im Video

Windows Ink feiert Premiere in Windows 10

Microsoft selbst bezeichnet Windows 10 Insider Preview Build 14328 als einen "Major Build". So ist auch zum ersten Mal das auf der Microsoft-Entwicklermesse Build 2016 vorgestellte Windows Ink enthalten. Mit Windows Ink verspricht Microsoft eine "Schreiberfahrung wie auf Papier", wenn ein Windows-10-Rechner mit Touchscreen mit einem Stift bedient wird. Also beispielsweise bei der Verwendung vom Surface Pro 4 oder Surface Book. 

Windows Ink Workspace
Vergrößern Windows Ink Workspace

Bei diesen und ähnlichen Geräten ist der neue Windows Ink Arbeitsbereich standardmäßig aktiviert. Er kann über ein entsprechendes Icon in der Taskleiste aktiviert werden. Wenn Sie keinen Stift besitzen und den Windows Ink Arbeitsbereich dennoch ausprobieren wollen, dann können Sie ihn über einen Rechtsklick auf die Taskleiste und dem anschließenden Klick auf "Show Windows Ink Workspace Button" aktivieren.

Der Windows Ink Arbeitsbereich öffnet sich am rechten Bildschirmrand als Seitenleiste und bietet einen schnellen Zugriff auf Anwendungen wie "Kurznotizen", "Skizzenblock" und "Bildschirmskizze". Außerdem kann von hier aus auch auf Windows-Apps zugegriffen werden, die Windows Ink unterstützen. Dazu zählen derzeit beispielsweise die Microsoft-Apps Karten, Office und Edge. Im Windows Store finden sich noch weitere Apps.

Neuerungen bei der Suche und Cortana

Cortana ist ab Windows Insider Preview Build 14328 direkt vom Sperrbildschirm aus nutzbar. So kann der Anwender direkt Fragen oder Termine an Cortana stellen bzw. von Cortana erstellen lassen, wie etwa "Erinnere mich daran, Einkaufen zu gehen". Sollte Cortana für eine Antwort einen Zugriff auf die Nutzerdaten benötigen oder eine App starten müssen, dann fordert Cortana den Nutzer zum Einloggen auf. Die Sicherheitsfunktion ist wichtig, denn ansonsten könnten Dritte über den Sperrbildschirm und Cortana an persönliche Informationen des Anwenders gelangen.

Cortana kann nun bereits im Sperrbildschirm verwendet werden
Vergrößern Cortana kann nun bereits im Sperrbildschirm verwendet werden

Standardmäßig ist Cortana nicht direkt auf dem Sperrbildschirm nutzbar. Diese Funktion muss zunächst in den Cortana-Einstellungen über "Sperrbildschirmoptionen" und "Cortana verwenden, auch wenn mein Gerät gesperrt ist" aktiviert werden. Bei der Gelegenheit sollte dann gleich der darunter befindliche Schalter "Hey Cortana" (Cortana reagiert auf "Hey Cortana") aktiviert werden.

Microsoft erweitert auch die Möglichkeiten, mit denen Nutzer Erinnerungen und Termine über Cortana erstellen können. So können Foto-Erinnerungen erstellt werden. Dabei wird ein Termin oder eine Erinnerung mit einem Foto verknüpft, die den Nutzer beispielsweise darin erinnert, ein abfotografiertes Produkt beim nächsten Shopping einzukaufen. Neu ist auch die Möglichkeit, eine Erinnerung mit einem Inhalt aus einer Universal-Windows-App zu verknüpfen. So kann man sich beispielsweise daran erinnern lassen, den gerade in einer Universal-Windows-App angezeigten Artikel später zu lesen.

Die in Windows 10 integrierte Suchfunktion arbeitet außerdem laut Angaben von Microsoft deutlich schneller und gründlicher. Und berücksichtigt nun bei der Anzeige von Suchergebnissen auch die bei Onedrive abgelegten Inhalte.

Neuerungen beim Action Center und Benachrichtigungen

Das Icon für den Zugriff auf das Action Center ist nun ganz nach rechts in die Taskleiste gewandert und befindet sich damit auch rechts von der Uhrzeit/Datum-Anzeige. Das Icon weist nun auch deutlicher auf Ereignisse hin, die die Aufmerksamkeit des Nutzers benötigen.

Benachrichtigungsleiste deutlich aufgepeppt
Vergrößern Benachrichtigungsleiste deutlich aufgepeppt

Die Benachrichtigungsleiste selbst präsentiert sich deutlich aufgeräumter und bietet auch neue Möglichkeiten. So kann Cortana nun beispielsweise die Erinnerungen dort anzeigen inklusive eines Drop-Down-Menüs, in dem die Erinnerung für eine bestimmte Zeit stumm geschaltet werden kann.

Benachrichtigung mit Drop-Down-Menü
Vergrößern Benachrichtigung mit Drop-Down-Menü

Die in der Benachrichtigungsleiste ganz unten angezeigten Buttons darf der Nutzer ganz nach eigenem Gusto hinzufügen, entfernen oder neu anordnen. Das kann ganz bequem per Drag & Drop unter "Einstellungen -> System -> Benachrichtigungen und Aktionen" im Bereich "Schnelle Aktionen" erledigt werden.

Windows 10 Insider Preview Build 14328: Weitere Neuerungen und Verbesserungen

Kalender jetzt mit integriertem Terminplaner
Vergrößern Kalender jetzt mit integriertem Terminplaner

1) Bei einem Klick auf die Uhrzeit in der Taskleiste wird nun ein Kalender inklusive der anstehenden Termine angezeigt.

2) Die Taskbar-Uhr erscheint nun unten rechts in der Taskleiste auf allen Monitoren.

3) Universal-Windows-Apps können in ihrem Icon in der Taskleiste nun einen Hinweis einblenden, wie beispielsweise die Anzahl der ungelesenen Mails oder wenn ein neuer Artikel verfügbar ist.

4) Sind mehrere Audio-Ausgabegeräte am Rechner angeschlossen, dann genügt ein Klick auf das Lautsprecher-Icon in der Taskleiste, um das Ausgabegerät zu wechseln.

Einstellungen Menü Windows 10
Vergrößern Einstellungen Menü Windows 10

5) Alle Einträge in den Untermenüs der Einstellungen besitzen nun links neben ihrem Namen auch ein eigenes Icon.

6) Unter "Einstellungen -> System -> Apps & Features" findet sich jetzt bei jeder Universal-Windows-App (wie etwa Alarm & Uhr) der Eintrag "Erweiterte Optionen", der zum "App zurücksetzen"-Dialog führt. Über diesen Button kann eine nicht mehr ordnungsgemäß funktionierende App wieder zurückgesetzt werden.

7) In "Einstellungen -> Update und Sicherheit" findet sich der neue Bereich "Windows Insider Program". Hier können Windows Insider auswählen, wie schnell sie neue Vorabversionen von Windows 10 erhalten wollen. Bisher war der Dialog innerhalb von "Windows Update" versteckt.

8) Der aktuell auf einem Gerät abgespielte Song wird unten rechts im Sperrbildschirm angezeigt. Hier hat der Nutzer auch die Möglichkeit, die Wiedergabe zu pausieren oder zum nächsten Lied zu springen.

9) Skype UWP Preview: In der neuen Vorabversion der Skype Universal Windows App sind nun auch Gruppen-Nachrichten möglich und es dürfen Audio- und Video-Gespräche geführt werden.

10) Der Datei Explorer hat ein neues, moderneres und vor allem buntes Icon spendiert erhalten.

11) Der Datei Explorer ist nicht mehr standardmäßig nach der Installation von Windows 10 an der Task-Leiste "angepinnt".

Fazit zu Windows 10 Insider Preview Build 14328

Nachdem sich Microsoft in den vergangenen Wochen und Monaten mit Neuerungen in den Vorabversionen von Windows 10 zurückgehalten hat, wird nun mit der Build 14328 ein wahres Feature-Feuerwerk abgefackelt. Die neue Vorabversionen zeigt deutlich, wie weit fortgeschritten das Anniversary Update für Windows 10 bereits fortgeschritten ist. Und es zeigt sich erneut, dass Microsoft das Feedback der Windows-10-Nutzer nicht nur ernst nimmt, sondern auch entsprechend darauf mit Änderungen im Betriebssystem reagiert.

Unterm Strich ist Windows 10 Insider Preview Build 14328 die bisher beste Windows-10-Version. Die Tester haben nun ausgiebig Zeit, um Fehler zu suchen und über die Feedback-App an Microsoft zu melden.

UPDATE ENDE

Update 12.4.: Die Windows Insider dürfen seit Ende letzter Woche bereits mit Windows 10 Insider Preview Build 14316 einen ersten Blick auf die neuen Funktionen werfen, die Microsoft dem Betriebssystem Windows 10 mit dem Anniversary Update im Sommer hinzufügen wird. Dazu gehört auch die Linux-Shell Bash, die allerdings nicht standardmäßig aktiviert ist und erst manuell freigeschaltet werden muss.

Microsoft hat nun zusätzlich auf seiner Website mit Windows 10 Roadmap eine neue Website online gestellt, auf der alle seit dem Start von Windows 10 im Juli 2015 bereits hinzugefügten und mit dem Anniversary Update geplanten neuen Funktionen aufgelistet werden. Die Seite richtet sich an Unternehmenskunden, dementsprechend werden hier vor allem neue Windows-10-Funktionen genannt, die bei der Business-Nutzung von Windows 10 besonders interessant sind. Allerdings enthält die Auflistung auch einige neue Funktionen, die auch für Endanwender spannend sind.

In "Recently Available" werden alle neuen Funktionen aufgelistet, die bereits an alle Windows-10-Nutzer ausgeliefert werden. In der Rubrik "Public Preview" finden sich die Neuerungen, die in den aktuellen Preview-Versionen von den Windows Insidern getestet werden. Und "In Development" listet alle aktuell bei Microsoft in der Entwicklung befindlichen neuen Funktionen auf.

So können sich beispielsweise künftig Anwender mit ihrem Smartphone authentifizieren und so Apps auf einem Windows-10-Rechner zur Nutzung freischalten oder per Smartphone ihren Windows-10-Rechner entsperren. Die Eingabe des Windows-Passworts direkt am Rechner entfällt damit künftig.

Das Entsperren von Windows-10-Rechnern soll außerdem künftig mit sogenannten "Companion Devices", wie etwa dem hierzulande noch nicht erhältlichen Microsoft Band 2, möglich sein.

Beim Start-Menü verspricht Microsoft Änderungen, die es den Nutzern künftig erlauben, schneller und bequemer alle auf dem Rechner installierten Apps zu finden und zu nutzen. Mehr Details dazu finden Sie weiter unten in diesem Artikel.

Windows-Smartphone können künftig mit externen Touch-Displays verbunden werden, die dann quasi über Continuum als vergrößerte Display-Eingabegeräte fungieren. Außerdem werden Smartphones mit Windows 10 künftig auch Laptop-artige Dockingstations unterstützen. Durch das Einstecken in eine solche Dockingstation mutiert das Smartphone damit zu einem Notebook. Ein Konzept, dass Motorola bereits mit dem Motorola Atrix vor einigen Jahren vorgestellt hatte.

Mit dem Anniversary Update werden Windows-10-Rechner in die Lage versetzt, den Bildschirminhalt an andere Windows-Rechner zu übertragen.

Microsoft Edge erhält eine Unterstützung für Benachrichtigungen durch Websites, die selbst dann eingeblendet werden, wenn der Anwender den Browser und/oder die betreffende Website gerade nicht nutzt.

Der Roadmap ist außerdem zu entnehmen, dass Cortana künftig Benachrichtigungen im Action Center anzeigen kann. Und Windows-Apps erhalten einen neuen Bild-in-Bild-Modus.

Update 1.4: Infos zu den Änderungen am Start-Menü mit dem Anniversary Update (siehe weiter unten)

Microsoft hat zum Auftakt seiner Entwicklermesse Build 2016 in San Francisco verkündet, dass Windows 10 im Sommer ein großes Update erhalten wird. Bisher war dieses Update unter dem Codenamen "Redstone" bekannt. Auf der BUILD 2016 wurde es nun als "Anniversary Update" bezeichnet. Einen konkreten Veröffentlichungstermin verrät Microsoft derzeit noch nicht. Anzunehmen ist aber, dass das Anniversary Update zeitnah zum 29. Juli 2016 erscheinen wird, also dem ersten Geburtstag von Windows 10.

Alle Windows-10-Nutzer erhalten das Anniversary Update gratis.

Außerdem wird dieses Update auch an die Xbox One ausgeliefert und ab diesem Update können für Windows 10  entwickelte Universal-Windows-Plattform-Apps (UWP) auch auf der Xbox One genutzt werden. Offen bleibt aber, ob tatsächlich alle für Windows 10 verfügbaren UWP-Apps auch für die Xbox One im Xbox-One-Marktplatz verfügbar sein werden oder es hier Einschränkungen geben wird.

Was die Verbreitung von Windows 10 angeht, zeigt sich Microsoft Ende März 2016 äußerst zufrieden und verriet eine neue Zahl. Seit dem Erscheinen von Windows 10 vor 8 Monaten ist die Anzahl der WIndows-10-Nutzer auf 270 Millionen Nutzer weltweit angestiegen. Damit hat Windows 10 den bisher schnellsten Start in der Geschichte von Windows aufweisen.

Anniversary Update für Windows 10: Die geplanten Neuerungen

Bei den geplanten Neuerungen und Änderungen des Anniversary Updates lässt Microsoft das Feedback der Windows Insider einfließen, die regelmäßig mit neuen Vorabversionen versorgt werden. Zu diesem Zeitpunkt will sich Microsoft noch nicht zu allen geplanten neuen Funktionen äußern. Derzeit werden unter anderem "Innovative Neuerungen" angekündigt, die die Ineraktion mit Windows-10-Geräten deutlich bereichern sollen.

Hier einige der Neuerungen des Anniversary Updates für Windows 10, die bereits jetzt bekannt sind:

Windows Ink in Aktion
Vergrößern Windows Ink in Aktion
© Microsoft

Windows Ink

Windows Ink soll laut Microsoft die Eingaben per Stift deutlich natürlicher werden lassen und im Vergleich zu bisher vereinfachen. Dabei wird eine "Schreiberfahrung wie auf Papier" versprochen. In Demos war zu sehen, wie nach dem Drücken des Pencil-Knopfes eine Zeichenoberfläche angezeigt wird und dann beim Erstellen von Zeichnungen jederzeit ein digitales Lineal eingeblendet werden kann, was dem Anwender dabei hilft, gerade Linien zu ziehen.

Die persönliche digitale Assistentin Cortana kann in Notizen handschriftlich geschriebene Texte deuten und entsprechend darauf reagieren. Ist beispielsweise in einer digitalen, handschriftlichen Haftnotiz ein Termin vermerkt, dann schlägt Cortana automatisch vor, einen entsprechenden Vermerk im Terminkalender des Nutzer zu hinterlegen.

Außerdem vereinfacht MIcrosoft das Teilen, der mit einem Stift erstellten Inhalte.

Praktisch: Mit Windows Ink ist es künftig auch möglich, beispielsweise eine zu wandernde Strecke auf einer Bing Map zu zeichnen. Auf Wunsch wird dann anhand der per Hand gezeichneten Linie die Entfernung dieser Strecke ermittelt.

Auch handschriftlich gezeichnete Rechenaufgaben kann Windows Ink lösen und bei Formeln so etwa den Wert der Variable X anzeigen.

So könnte das neue Windows-10-Startmenü aussehen
Vergrößern So könnte das neue Windows-10-Startmenü aussehen
© Microsoft

Änderungen am Startmenü soll es ebenfalls geben

Microsoft plant mit dem Anniversary Update auch einige Änderungen im Startmenü von Windows 10. Zu den konkret geplanten Änderungen wollte sich Microsoft noch nicht äußern, aber es heißt, es werde genau auf das Feedback der Windows Insider zum Startmenü geachtet.

Die Windows Insider werden in der Insider Hub auf die denkbaren Änderungen im Startmenü informiert und um ihre Meinung gefragt. Der entsprechende Beitrag in der Insider Hub kann über diesen Link aufgerufen werden. (Wichtiger Hinweis: Die App Insider Hub ist nur in den Windows 10 Insider Versionen vorhanden).

In der aktuellen neuen Vorabversion des neuen Startmenüs lässt sich der Eintrag "Alle Apps" schneller aufrufen und über der App-Liste werden die häufig genutzten Anwendungen angezeigt. Über "Alle Apps" werden alle auf dem Windows-10-Rechner installieren Apps im Startmenü aufgelistet. Außerdem soll das Design des Startmenüs im Tablet-Modus geändert werden.

Auf dieser Seite finden Sie eine Vorher-Nachher-Übersicht, mit der die bisherige Ansichten des Startmenüs den ersten Entwürfen des neuen Startmenüs gegenübergestellt werden.

Cortana kann Fragen im Sperrbildschirm beantworten
Vergrößern Cortana kann Fragen im Sperrbildschirm beantworten
© Microsoft

Cortana bereits im Sperrbildschirm nutzbar

Cortana kann künftig bereits auf dem Sperrbildschirm eines Windows-10-Geräts verwendet werden und reagiert entsprechend auf die Sprachkommandos des Anwenders. Nach der Build-Keynote lieferte Microsoft im Gespräch mit Journalisten noch eine genauere Erklärung der Funktion. Dabei betonte Microsoft, dass Cortana nur solche Fragen im Sperrbildschirm beantwortet, für die sie nicht auf die persönlichen Informationen des Nutzers zugreifen muss. Also eher allgemeine Fragen wie etwa "Wie wird das Wetter heute." Sollte die Frage "Welche Termine stehen heute für mich an" gestellt werden, dann fordert Cortana vor dem Beantworten zur Entsperrung des Rechners auf.

Hintergrund: Cortana kann anhand der Sprachkommandos nicht erkennen, ob der tatsächliche Besitzer des Geräts oder ein Fremder eine Frage stellt. Wäre auch blöd, wenn ein Mitarbeiter das Windows-10-Gerät seines Chefs über Cortana aushorchen könnte. Alle privaten Daten werden in einem getrennten Bereich gespeichert, an den Cortana nur gelangt, wenn sich ein Anwender authentifiziert hat. Andrerseits gilt: Ist ein Gerät nicht per Passwort & Co. geschützt, dann hat Cortana natürlich immer den vollen Zugriff auf alle gespeicherten Informationen. Generell gilt: Der Anwender kann in den Cortana-Einstellungen ziemlich genau festlegen, was Cortana darf und was nicht.

Zusätzlich soll die digitale persönliche Assistentin Cortana nach dem Anniversary Update künftig proaktiver agieren und dem Nutzer über den Tag hinweg Ratschläge geben, die für ihn von Interesse sein könnten.

Cortana erscheint außerdem mit dem Anniversary Update auch für die Xbox One. Weiterhin sind auch Cortana-Versionen für Android und iOS geplant, so dass letztendlich Cortana in naher Zukunft für alle relevanten Plattformen verfügbar sein wird. Nutzt der Anwender Cortana auf mehreren Geräten, dann werden über das Microsoft-Konto alle auf den jeweiligen Geräten gespeicherten Cortana-Daten mit allen anderen Geräten synchronisiert. Einfaches Beispiel: Ein auf der Xbox One per Cortana erstellter Termin wird automatisch sowohl auf einem mobilen Gerät als auch auf dem Windows-10-PC gespeichert.

Auch Apps von Drittanbietern profitieren künftig von Cortana
Vergrößern Auch Apps von Drittanbietern profitieren künftig von Cortana
© Microsoft

Zusätzlich dürfen künftig auch Apps von Drittanbietern die Stärken von Cortana verwenden. Schaut man beispielsweise regelmäßig über Netflix Filme, dann merkt sich Cortana die Lieblingsgenres des Nutzers und berücksichtigt dies entsprechend bei Vorschlägen.

Windows Hello auch für Anwendungen und Websites

Bisher kann Windows Hello für den biometrisch gesicherten Zugang zu Windows-10-Geräten genutzt werden. Künftig können die Anwender sich über Windows Hello und ihrem Fingerabdruck beispielsweise für die Nutzung einer Website oder einer Anwendung authentifizieren. Der Vorteil: Meldet sich der Nutzer an dem Rechner über Windows Hello an, dann muss er während einer Sitzung keine Passwörter bei der Nutzung des Rechners eingeben.

Windows 10 als einheitliche Spieleplattform für PCs und Konsole

Mit dem Anniversary Update für Windows 10 und Xbox One wird Microsoft auch die bisher getrennten Xbox Store und Windows Store zusammenführen.

Neben Cortana erhält die Xbox One mit dem Update eine weitere Neuerung: Die Spieler dürfen beim Spielen eines Spiels eine eigene Hintergrundmusik auswählen.

Als weitere Neuerung lässt sich künftig jede Xbox Retail Konsole in ein Xbox One Dev Kit verwandeln. In diesem "Dev Mode" genannten Modus können selbst entwickelte Applikationen und Spiele auf der Xbox One gestartet und genutzt werden. Der "Dev Mode" ist ab sofort in einer Preview verfügbar.

Neue Entwicklerwerkzeuge für mehr App-Vielfalt

Microsoft bietet mit dem Desktop App Converter (Codename Projekt Centennial) ein Werkzeug an, mit dem Entwickler jede Win32- und .Net-Anwendung auf die Universal Windows Platform portieren können. Nach einigen weiteren, vergleichsweise kleinen Code-Anpassungen, können diese Apps dann über den Windows Store nicht nur für WIndows-10-PCs und mobile Geräte angeboten werden, sondern auch für die Xbox One.

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