Windows 10

Windows 10 ist das aktuelle Windows-Betriebssystem, das Microsoft an die Nutzer von Windows 7 und Windows 8 im ersten Jahr gratis ausliefert. Mit Windows 10 feiert das Start-Menü ein Comeback und Cortana auf dem Desktop ihre Premiere. Aber Windows 10 ist nicht nur für Desktop-PCs erhältlich, sondern kommt auch bei Smartphones, der Xbox One, IoT-Geräte und Hololens zum Einsatz.

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Windows 10 Funktionen

Windows 10: Virtuelle Desktops mit Task View

28.12.2015 | 09:36 Uhr |

In Windows 10 kann man dank virtueller Desktops Fenster für verschiedene Aufgaben auf separate Arbeitsbereiche verteilen.

Windows 8.1 zeigt alle geöffneten Fenster im selben Desktop-Arbeitsbereich an . Nutzt man gleichzeitig mehreren Anwendungen, wird es dadurch schnell unübersichtlich. Windows 10 sorgt mit virtuellen Desktops für Abhilfe. Diese ermöglichen es, je nach Bedarf zusätzliche Desktops in Form logisch getrennter Arbeitsbereiche anzulegen und darauf Fenster laufender Anwendungen beliebig zuzuordnen. So kann man auch mit nur einem Monitor strukturiert und produktiv arbeiten und Multitasking in Windows 10 besser einsetzen. Die neue Funktion heißt offiziell Aufgabenansicht (englisch: Task View) und lässt sich über ein neues Symbol in der Taskleiste von Windows 10 steuern.

Gut: Trotz Trennung der Fenster auf den virtuellen Desktop kann man weiterhin wie gewohnt mit den Tastenkombinationen Alt-Tab und Windows-Tab durch geöffnete Anwendungen blättern.

Windows 10: OneDrive mit neuen Funktionen

Zusätzlichen Desktop erstellen

Das Sortieren von Fenstern in separate logische Desktop-Arbeitsbereiche kennt man etwa von Ubuntu oder Mac OS. Auch für Windows XP, 7 und 8.1 gibt es Tools zum Einrichten virtueller Desktops. Windows 10 macht solche Hilfsprogramme nun überflüssig, denn virtuelle Desktops sind Bestandteil der neuen Windows-Release.

Standardmäßig zeigt Windows 10 nur einen Desktop an. Zum Hinzufügen weiterer Desktops klicken Sie auf den neuen Button mit den beiden überlappenden Rechtecken in der Taskleiste rechts neben der neuen Suchleiste beziehungsweise der Lupe. Der Button öffnet am unteren Bildschirmrand eine dunkle Leiste, darüber sehen Sie Miniaturen aller derzeit geöffneten Fenster. Klicken Sie nun auf das Plus-Zeichen oder „Desktop hinzufügen“.

Windows 10: Alle Details zu den neuen Funktionen

Windows 10 öffnet daraufhin einen zweiten Desktop, auf dem Sie unabhängig vom ersten Desktop Fenster öffnen und anordnen können. Beliebig viele Desktops lassen sich auf diese Weise erstellen – allerdings begrenzt die Bildschirmauflösung die Zahl der Desktops. So können Sie etwa einen Desktop für Office-Anwendungen wie Word und Excel nutzen, auf einem zweiten Desktop Ihr Mailprogramm und den Browser anordnen und auf dem dritten Alternativ-Desktop Ihre Bildbearbeitung zusammen mit dem Foto-Browser starten. Auf jedem Desktop sehen Sie nur die Fenster, die Sie gerade benötigen.

Auf der abgedunkelten Leiste unten im Fenster zeigt Windows 10 die verfügbaren virtuellen Desktops an.
Vergrößern Auf der abgedunkelten Leiste unten im Fenster zeigt Windows 10 die verfügbaren virtuellen Desktops an.

Desktop wechseln

Zum Hin- und Herschalten der Desktops klicken Sie wiederum auf das Aufgabenansicht-Icon in der Taskleiste und dann auf die gewünschte Desktop-Kachel. Auf dem abgedunkelten Streifen sehen Sie eine Echtzeitvorschau aller Alternativ-Desktops, der Kachelinhalt wird also beispielsweise auch während der Wiedergabe eines Films fortwährend aktualisiert. Haltet Sie den Mauszeiger über einen der Desktop-Kacheln, sehen Sie auch, welche Programme auf dieser aktiv sind.

Fenstervorschau: Beim Überfahren der Kacheln zeigt Windows 10 in der Bildschirmmitte die jeweils aktiven Fenster als Vorschau an. Ein Klick auf eines der Fenster in der Vorschau öffnet den korrespondierenden Desktop und bringt das Wunschfenster nach vorne. Direkt in der Vorschau kann man Anwendungen auch beenden, ohne den betreffenden Desktop extra aufzurufen. Es genügt, den Mauszeiger in der Vorschau auf dem gewünschten Fenster zu platzieren und auf das „X“ zu klicken.

Video: 10 Fragen zu Windows 10

Anwendung wechseln: Haben Sie ein Programm auf einem der virtuellen Desktops gestartet, so wird sein Symbol in der Taskleiste von Windows 10 nur auf dem Desktop angezeigt, auf dem das Fenster selbst zu sehen ist – auf allen anderen Desktops verbirgt Windows das Icon. Ein Klick auf eine Desktop-Vorschaukachel und dann auf das Anwendungs-Icon in der Taskleiste bringt das korrespondierende Fenster nach vorne. Wenn Sie in der Taskansicht auf ein auf einem anderen Desktop sichtbares Fenster klicken, passiert allerdings nichts.

Klicken oder Tippen Sie unten auf eine Vorschaukachel, um zum gewünschten virtuellen Desktop zu wechseln.
Vergrößern Klicken oder Tippen Sie unten auf eine Vorschaukachel, um zum gewünschten virtuellen Desktop zu wechseln.

Anwendungsfenster verschieben

Ein offenes Fenster lässt sich von einem virtuellen Desktop auf einen anderen verschieben. Klicken Sie auf das Symbol für virtuelle Desktops in der Taskleiste, suchen Sie in der Voransicht das gewünschte Programm und klicken Sie das Vorschaufenster mit der rechten Maustaste an. Gehen Sie dann im Kontextmenü auf „Verschieben nach“ und wählen den Ziel-Desktop aus.

Vorlagen, über die sich bestimmte Anwendungen stets auf einem zuvor festgelegten Desktop öffnen lassen, bietet die Technical Preview von Windows 10 bislang nicht. Ebenso gibt es keine Möglichkeit, die Anordnung von Fenstern auf einem virtuellen Desktop als Schnappschuss zu speichern und auf Knopfdruck wiederherzustellen.

Fenster lassen sich mittels Rechtsklick und „verschieben nach“ auf einen anderen virtuellen Desktop befördern.
Vergrößern Fenster lassen sich mittels Rechtsklick und „verschieben nach“ auf einen anderen virtuellen Desktop befördern.

Virtuellen Desktop löschen

Das Entfernen eines nicht mehr benötigten virtuellen Desktops ist genauso einfach wie das Erstellen eines Desktops. Klicken Sie in der Taskleiste auf das Icon für virtuelle Desktops und setzen Sie den Mauszeiger unten auf dem abgedunkelten Streifen auf den virtuellen Desktop, den Sie schließen möchten. Windows 10 blendet daraufhin ein „X“ in der rechten oberen Ecke der Vorschaukachel ein. Ein Klick darauf und Windows löscht den Desktop wieder. Fenster, die auf dem betreffenden Desktop geöffnet waren, werden nicht geschlossen, sondern auf den benachbarten offenen Desktop verschoben.

Ein Klick auf das „X“ in der rechten oberen Ecke einer Desktop-Kachel schließt den virtuellen Desktop.
Vergrößern Ein Klick auf das „X“ in der rechten oberen Ecke einer Desktop-Kachel schließt den virtuellen Desktop.

Virtuelle Desktops mit Tastenkürzeln steuern

Einiges an Zeit bei der Nutzung virtueller Desktops in Windows 10 sparen Sie durch den Einsatz von Tastenkürzeln . Damit sind Sie vor allem beim Wechsel des gerade aktiven Desktops, aber auch beim Erstellen und Schließen virtueller Arbeitsbereiche deutlich schneller als mit der Maus.

Einen neuen virtuellen Desktop erstellen Sie mit der Tastenkombination Windows-Strg-D. Schließen lässt sich ein virtueller Desktop durch Drücken von Windows-Strg-F4. Wie beim Schließen mit der Maus über das „X“ auf der Vorschaukachel verschiebt Windows die auf dem betreffenden Desktop geöffneten Fenster auf den benachbarten Arbeitsbereich.

Zum nächsten virtuellen Desktop springen Sie mit dem Hotkey Windows-Strg-Cursor-rechts, die Tastenkombinationen Windows-Strg-Cursor-rechts bringt Sie blitzschnell zum vorherigen Alternativ-Desktop zurück. Dadurch entfällt das ständige Aufrufen der Desktop-Übersichtskacheln.

Häufiges Tippen auf das Aufgabenansicht-Icon zum Wechseln des virtuellen Desktops ersparen Sie sich mittels Tastenkürzeln.
Vergrößern Häufiges Tippen auf das Aufgabenansicht-Icon zum Wechseln des virtuellen Desktops ersparen Sie sich mittels Tastenkürzeln.
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