Windows 10

Windows 10 ist das aktuelle Windows-Betriebssystem, das Microsoft an die Nutzer von Windows 7 und Windows 8 im ersten Jahr gratis ausliefert. Mit Windows 10 feiert das Start-Menü ein Comeback und Cortana auf dem Desktop ihre Premiere. Aber Windows 10 ist nicht nur für Desktop-PCs erhältlich, sondern kommt auch bei Smartphones, der Xbox One, IoT-Geräte und Hololens zum Einsatz.

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Windows 10: Paket-Manager OneGet

13.04.2015 | 12:55 Uhr |

Mit OneGet haben die Microsoft-Entwickler einen Paketmanager in Windows 10 integriert, mit dem sich künftig Software aus Software-Quellen so sicher und einfach wie unter Linux installieren und aktualisieren lässt.

Mit Windows 10 kommt die neue PowerShell 5.0. Sie bietet im Vergleich zum direkten Vorgänger einige sehr interessante Neuerungen, unter anderem den Paket-Manager OneGet. Microsoft hat damit faktisch die Linux-Kommandozeilen-Befehlen apt, yum oder zypper abgekupfert.

Video: Windows 10 TP - Die neuen Funktionen

Mithilfe verschiedener Parameter lassen sich populäre Programme wie Chrome, Firefox oder VLC in Repositories finden und installieren. Neben NuGet sollen bald auch die Chocolatey-Quellen unterstützt werden. Das vom Entwickler Rob Reynolds betriebene Repository mit seinem eigenen Paketmanager für die PowerShell bietet bereits mehrere Tausend Anwendungen. Sobald einige verbleibende technische Probleme gelöst sind, wird das Chocolatey-Repository auch von OneGet unterstützt werden.

OneGet – neue Windows-Software wie die Profis installieren

Starten Sie die PowerShell über die Suche und einen Mausklick auf den Treffer. Das OneGet-Modul  laden Sie mit dem Kommando „Import-Module -Name OneGet“. Damit sich Pakete installieren lassen, muss die Ausführungsrichtlinie für Skripte auf RemoteSigned gesetzt sein. Das erledigen Sie den Befehl „Set-ExecutionPolicy RemoteSigned“.

Zeigen Sie in der PowerShell die Module von OneGet an, die für Aktionen zur Verfügung stehen.
Vergrößern Zeigen Sie in der PowerShell die Module von OneGet an, die für Aktionen zur Verfügung stehen.

Die zur Verfügung stehenden Pakete zeigt der Befehl „Find-Package | Out-Gridview”. Beim ersten Aufruf sollte man die Meldung erhalten, dass die NuGet-Erweiterung in der PowerShell installiert werden muss. Wird die Meldung bestätigt, werden die Pakete in einem eigenen Fenster angezeigt. Mit weiteren Parametern kann man Filter setzen und die Anzeige für mehr Übersichtlichkeit einschränken.

Bei der Suche nach Paketen verwenden Sie Platzhalter, um etwa Google Chrome zu finden.
Vergrößern Bei der Suche nach Paketen verwenden Sie Platzhalter, um etwa Google Chrome zu finden.

Um bestimmte Pakete zu suchen, wird das Kommando „Find-Package -Name *<Name>*“ abgesetzt. Die beiden Platzhalter * sorgen dafür, dass alle relevanten Pakete angezeigt werden. Ist der genaue Namen des Pakets bekannt, kann man auf die Platzhalter verzichten. Zur Installation eines Software-Pakets dient der Befehl „Install-Package -Name <Paketname>“.

Bei der Installation wird das Software-Paket aus dem Repository geladen und danach installiert.
Vergrößern Bei der Installation wird das Software-Paket aus dem Repository geladen und danach installiert.

In einem konkreten Beispiel suchen Sie mit „Find-Package -Name *chrome*“ nach dem Google-Browser. Mit „Install-Package -Name google-chrome-x64“ wird die Software geladen und installiert. Sie müssen lediglich die Quelle bestätigen und die Installation mit Administratorrechten erlauben. Direkt im Anschluss werden die Pakete ohne weitere Benutzereingaben installiert. Die dazu notwendigen Optionen sind direkt in dem betreffenden Paket integriert.

Kurze Zeit später ist die Software installiert. Lediglich das Setup als Administrator muss bestätigt werden.
Vergrößern Kurze Zeit später ist die Software installiert. Lediglich das Setup als Administrator muss bestätigt werden.
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