Windows 10

Windows 10 ist das aktuelle Windows-Betriebssystem, das Microsoft an die Nutzer von Windows 7 und Windows 8 im ersten Jahr gratis ausliefert. Mit Windows 10 feiert das Start-Menü ein Comeback und Cortana auf dem Desktop ihre Premiere. Aber Windows 10 ist nicht nur für Desktop-PCs erhältlich, sondern kommt auch bei Smartphones, der Xbox One, IoT-Geräte und Hololens zum Einsatz.

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Windows 10: Coole Features für Tablets und Notebooks

09.05.2016 | 10:21 Uhr |

Ganz gleich, ob Tabletmodus, Cortana oder Continuum – eine Vielzahl von Windows-10-Funktionen entfalten ihr volles Potenzial nur auf neuen Geräten und bestimmten Formfaktoren.

Als universelles Betriebssystem läuft Windows 10 auf verschiedenen Plattformen. Der grundsätzliche Funktionsumfang ist auf Desktop-PCs, Notebooks, Tablets und 2-in-1-Geräten identisch. Allerdings gibt es eine Reihe von Funktionen, die auf bestimmte Formfaktoren zugeschnitten sind. In diesem Beitrag gehen wir auf diese Funktionen ein und zeigen Ihnen, wie Sie in der Praxis von Windows Hello, Cortana, virtuellen Desktops und Co. profitieren.

Windows Hello: Einfacher und dennoch sicherer Anmeldevorgang

Bereits mit Windows 8 hat Microsoft die Anmeldung am System grundlegend verändert. Anstatt – wie in früheren Windows-Versionen – ausschließlich lokale Benutzerkonten einzurichten, sie mit unterschiedlichen Rechten auszustatten und mittels Passwörtern zu schützen, konnten sich Anwender auf Wunsch mit ihrem Microsoft-Konto anmelden. Darüber hinaus wurde die Spanne der Authentifizierungsmöglichkeiten erweitert: Wer sich kein Passwort merken wollte, konnte sich auch per PIN oder mithilfe eines Bildcodes anmelden.

Windows 10 erweitert diese Vielfalt um Windows Hello, einem auf biometrischen Faktoren basierenden Authentifizierungsverfahren. Vereinfacht ausgedrückt, ermöglicht es Ihnen Windows Hello, sich mit Ihrem Gesicht, Ihrer Iris oder Ihrem Fingerabdruck einzuloggen. Einzige Voraussetzung ist, dass das Gerät mit der entsprechenden Hardware ausgestattet ist. Im Falle der Gesichtserkennung ist das etwa eine für Windows Hello zertifizierte Kamera, die nicht nur das Livebild erfasst, sondern auch Infrarotinformationen verarbeiten kann. Solch eine Komponente – genauer ausgedrückt die Intel RealSense Kamera – steckt etwa in den Microsoft-Geräten Surface Pro 4 und Surface Book. Für das erstgenannte Gerät bietet Microsoft seit März ein neues Tastatur-Cover an: Das Surface Pro 4 Type Cover mit Fingerabdrucksensor unterstützt Windows Hello, sodass Sie sich ganz einfach mit Ihrem Fingerabdruck anmelden können. Das Zubehör ist abwärtskompatibel und lässt sich auch mit Surface 3 nutzen. Die biometrische Anmeldung auf ausgewählten Smartphones, die mit Windows 10 ausgestattet sind, basiert hingegen auf der Iriserkennung.

Windows Hello kann sogar eineiige Zwillinge unterscheiden

So konfigurieren Sie die Windows-Hello-Gesichtserkennung

Angesichts der Tatsache, dass die Gesichtserkennung ein technologisch herausforderndes Verfahren ist, geht die Einrichtung bemerkenswert schnell und unkompliziert vonstatten.

Wählen Sie „Einstellungen -> Konten“ und klicken Sie in der linken Spalte auf den Eintrag „Anmeldeoptionen“. Im Bereich „Windows Hello“ klicken Sie unter „Gesicht“ auf die Schaltfläche „Einrichten“. Quittieren Sie den Hinweisdialog mit „Los geht’s“, geben Sie dann Ihr Kennwort oder die PIN ein, um sich anzumelden, und blicken Sie anschließend einige Sekunden lang in die Kamera.

Um noch bessere Ergebnisse zu erzielen, klicken Sie im folgenden Dialog auf „Erkennung verbessern“. Dieser zweite Durchlauf ist etwa dann zu empfehlen, wenn Sie Brillenträger sind, die Sehhilfe jedoch nicht immer tragen. Mit „Schließen“ beenden Sie die Einrichtung. Um sich zukünftig bei Windows 10 einzuloggen, müssen Sie nichts weiter tun, als einige Sekunden lang in die Kamera zu blicken.

Die erstmalige Einrichtung der Windows-Hello-Gesichtserkennung ist in den entsprechenden Einstellungen innerhalb weniger Augenblicke erledigt.
Vergrößern Die erstmalige Einrichtung der Windows-Hello-Gesichtserkennung ist in den entsprechenden Einstellungen innerhalb weniger Augenblicke erledigt.
Startmenü von Windows 10 erweitern - so geht's

Cortana steht Ihnen auf allen Geräten mit Rat und Tat zur Seite

Eine weitere Windows-10-Neuerung, deren volles Potenzial in erster Linie auf Tablets, 2-in-1-Geräten, Notebooks und natürlich Smartphones zum Vorschein kommt, ist Cortana. Die sprachgesteuerte Assistentin, die fest im Betriebssystem integriert ist, unterstützt Sie unter anderem bei der Terminplanung, der Websuche und der Wiedergabe von Musik. Zudem ist Cortana in der Lage, Apps und Desktop-Programme zu öffnen, einfache Berechnungen durchzuführen und Aktienkurse abzufragen. In der Praxis funktioniert das nahezu reibungslos, was nicht zuletzt auf die hervorragende Spracherkennung zurückzuführen ist.

Kann Cortana eine Frage nicht selbst beantworten, gibt sie sie direkt an Bing weiter. Das Ergebnis der Websuche wird Ihnen im Edge-Browser präsentiert. Auf Tablets und 2-in-1-Geräten ist dies ein wenig unkomfortabel, da jede Frage in einem eigenen Tab geöffnet wird und Sie die Assistentin anschließend wieder aktivieren müssen. Auf Smartphones wird die Ergebnisseite hingegen direkt im Cortana-Dialog geöffnet, sodass Sie eine neue Frage stellen können, ohne mit mehreren Apps hantieren zu müssen.

Was taugen Siri, Cortana und Google Now?

Kann Cortana eine Frage nicht beantworten, zieht sie die Microsoft-eigene Suchmaschine Bing zu Rate. Das Ergebnis wird Ihnen im Edge-Browser präsentiert.
Vergrößern Kann Cortana eine Frage nicht beantworten, zieht sie die Microsoft-eigene Suchmaschine Bing zu Rate. Das Ergebnis wird Ihnen im Edge-Browser präsentiert.

So geht’s: Cortana einschalten, konfigurieren und anlernen

Um auf einem mobilen Endgerät, etwa einem Surface Pro 4 , mit Cortana zu arbeiten, müssen Sie die Funktion erst einmal konfigurieren. Aktivieren Sie das Eingabefeld „Web und Windows durchsuchen“ und schalten Sie Cortana über das Kreissymbol ein. Im daraufhin angezeigten Dialog, in dem Ihnen einige Funktionen vorgestellt werden, wählen Sie „Weiter“ und bestätigen mit „Verwende Cortana“. Nun zeigt Cortana einige Standardinformationen an, darunter das aktuelle Wetter, Informationen zur Verkehrslage sowie den Nachrichtenfeed.

Ob 2-in-1-Gerät mit Windows 10 oder Windows-Smartphone – die Grundeinstellungen der sprachgesteuerten Assistentin Cortana legen Sie im sogenannten „Notizbuch“ fest.
Vergrößern Ob 2-in-1-Gerät mit Windows 10 oder Windows-Smartphone – die Grundeinstellungen der sprachgesteuerten Assistentin Cortana legen Sie im sogenannten „Notizbuch“ fest.

Über das Symbol mit den drei Strichen öffnen Sie das Menü, in dem Sie sich für „Notizbuch“ entscheiden und dann „Einstellungen“ wählen. Überprüfen Sie, ob die Option „Cortana reagiert auf `Hey Cortana´.“ aktiviert ist, um die Assistentin mittels Sprachbefehl starten zu können. Um die Erkennungsrate deutlich zu verbessern, ist es ratsam, im Bereich „Reagiere am besten auf:“ auf die Schaltfläche „Meine Stimme erlernen“ zu tippen. Cortana fordert Sie daraufhin auf, sechs vorgegebene Sätze nachzusprechen. Wählen Sie „Start“ und sprechen Sie die sechs Sätze nach. Soll Cortana nur auf Ihre Stimme reagieren, kehren Sie zu den „Einstellungen“ zurück und überprüfen, ob unter „Reagiere am besten auf:“ die Option „Mich“ ausgewählt ist. In diesem Dialog können Sie unter anderem auch festlegen, ob Cortana Tipps in der Taskleiste anzeigen und Sie über verpasste Telefonanrufe und den Akkustand Ihres Smartphones informieren soll. Letzteres funktioniert natürlich nur dann, wenn Sie ein Smartphone mit Windows 10 Mobile als Betriebssystem besitzen.

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Nutzen Sie ein solches Smartphone, kommen Sie ebenfalls in den Genuss von Cortana. Tippen Sie entweder auf die „Suchen“-Taste oder auf die entsprechende Kachel auf der Startseite, um Cortana zu aktivieren. Auf einigen Smartphone-Modellen kann es erforderlich sein, nach dem ersten Start „Einstellungen“ zu wählen, auf „Sprache hinzufügen“ zu tippen, sich im folgenden Dialog für „Deutsch (Deutschland)“ zu entscheiden und mit „Ja“ zu bestätigen, um die erforderlichen Sprachdateien herunterzuladen. Super: Im Gegensatz zu Surface Pro 4 muss Cortana auf dem Smartphone nicht erst angelernt werden.

Angefangen bei der dialoggesteuerten Einrichtung von Erinnerungen bis hin zur vollwertigen Navigation mithilfe der Karten-App – Cortana ist im Alltag eine große Hilfe.
Vergrößern Angefangen bei der dialoggesteuerten Einrichtung von Erinnerungen bis hin zur vollwertigen Navigation mithilfe der Karten-App – Cortana ist im Alltag eine große Hilfe.

Cortana sinnvoll verwenden und zur Routenplanung nutzen

Besonders komfortabel ist es, Cortana als Gedächtnisstütze einzusetzen. Sehr gut: Solche Erinnerungen lassen sich dialogbasiert anlegen. Sagen Sie „Hey Cortana“, um den Zuhörmodus zu aktivieren, und sprechen Sie anschließend „Erinnere mich“ oder „Denke daran“ in Richtung des Mikrofons. Cortana meldet sich dann zu Wort: „In Ordnung. Woran möchtest du erinnert werden?“. Sagen Sie, woran Sie erinnert werden wollen, etwa „Reifenwechsel“ oder „Friseurtermin“, geben Sie das Datum an, legen Sie die Uhrzeit fest und bestätigen Sie die Erinnerung. Auf Smartphones funktioniert die dialoggesteuerte Erinnerungsfunktion ebenso einfach.

Interessant ist aber auch, dass Cortana auf Mobilgeräten mit GPS-Unterstützung auch ortsabhängige Informationen bereitstellt. Möchten Sie etwa wissen, wo Sie etwas essen können, fragen Sie Cortana nach „Restaurants in der Nähe“. Aber auch in Sachen Navigation kennt sich Cortana aus. Die Frage „Wie ist der Verkehr zur Arbeit?“ beantwortet sie mit einem Kartenausschnitt, in dem die aktuelle Verkehrslage eingezeichnet ist. Möchten Sie hingegen eine Wegbeschreibung erhalten, fragen Sie „Wie komme ich nach München?“. Nach einer kurzen Wartezeit wird die App „Karten“ geöffnet, die Ihnen in der Regel mehrere Routenvorschläge präsentiert und die Sie als Navi nutzen können. Tippen Sie auf „Los“, um die Navigation zu starten.

Zehn Fragen, die Sie Cortana unbedingt stellen sollten

Cortana kümmert sich nicht nur um die Terminplanung, Erinnerungen und die Navigation. Sie kann auch als eloquente Gesprächspartnerin genutzt werden.

Sie stellt Ihnen Rätselaufgaben („Stelle mir ein Rätsel“), erzählt Witze („Erzähle mir einen Witz“) und beantwortet persönliche Fragen („Wo bist du geboren“) – mit teils schlagfertigen Antworten. Neben den Standardfragen „Wie alt bist du?“, „Wo wohnst du?“ und „Bist du verheiratet?“, beantwortet Cortana aber auch Philosophisches („Was ist der Sinn des Lebens?“), Sportliches („Sag mir einen Fußballspruch“) sowie Insiderfragen („Wie geht es dem Master Chief?“). Zur Information: Master Chief ist der Name des Hauptdarstellers der PC-und Xbox-Spielereihe Halo, der von einer künstlichen Intelligenz namens Cortana unterstützt wird ...

Dass die Entwickler eine Menge Humor haben, zeigt aber auch die Antwort auf die Frage „Kennst du Siri?“. Sie lautet: „Ich wollte sie gerne kennlernen, aber man gab mir lediglich ein iPhone 3G“. Prima: Auf Smartphones beantwortet Cortana nicht nur die gestellten Fragen, sondern zeigt auch Vorschläge für zusätzliche Fragen an.

Darüber hinaus können Sie auf Smartphones aber auch spezifische Befehle geben. Unter anderem können Sie Cortana anweisen, einen bestimmten Kontakt anzurufen, eine SMS zu senden oder E-Mails zu verschicken. Auf allen Geräten beherrscht Cortana die Musikerkennung. Wollen Sie Titel und Interpreten eines gerade laufenden Songs in Erfahrung bringen, wählen Sie das oben rechts platzierte Musiknotensymbol. Nach einigen Sekunden präsentiert Ihnen Cortana die gesuchten Informationen.

Die Spracherkennungstechnologie, in die übrigens die Erfahrungen eingeflossen sind, die Microsoft mit der Xbox-Bewegungs-und Sprachsteuerung Kinect gewonnen hat, reagiert aber auch auf ganz gewöhnliche Fragen. Fragen Sie Cortana etwa „Wer ist dein Boss?“, antwortet sie pflichtgemäß „Das bist du.“ Das ist zwar nur eine Spielerei, zeigt aber recht gut, wie weit diese Technologie bereits fortgeschritten ist. Mehr dazu erfahren Sie im Kasten „Zehn Fragen, die Sie Cortana unbedingt stellen sollten“ auf der linken Seite.

Mit dem neuen Info-Center haben Sie alles Wissenswerte im Blick

Das Info-Center zeigt Ihnen App-und Systembenachrichtigungen an und bietet Ihnen schnellen Zugriff auf typische Funktionen. Links: Surface Pro 4, rechts: Lumia-Smartphone.
Vergrößern Das Info-Center zeigt Ihnen App-und Systembenachrichtigungen an und bietet Ihnen schnellen Zugriff auf typische Funktionen. Links: Surface Pro 4, rechts: Lumia-Smartphone.

Das in einigen Builds auch als „Action Center“ bezeichnete „Info-Center“ stellt unter Windows 10 die allwissende Informationszentrale dar. Unter anderem sind hier neue E-Mails, Meldungen von Apps sowie Systemhinweise zusammengefasst. Zugleich erhalten Sie Zugriff auf die wichtigsten Einstellungen, darunter „Tabletmodus“ (siehe nächster Abschnitt), „WLAN“ und „Position“.

Windows 10: So nutzen Sie das Info-Center

Um das „Info-Center“ zu öffnen, klicken Sie auf das entsprechende Symbol in der Systray oder – auf Geräten mit Touch-Screen – wischen vom rechten Seitenrand nach innen. Klicken oder tippen Sie auf einen der Einträge, kommen Sie direkt zur jeweiligen App respektive Systemfunktion. An die Konfiguration des Info-Centers gelangen Sie in den „Einstellungen“ über „System“ und „Benachrichtigungen und Aktionen“. Unter „Benachrichtigungen“ legen Sie fest, welche Inhalte im Info-Center angezeigt werden sollen. Zur Auswahl stehen unter anderem Tipps zu Windows und App-Benachrichtigungen. Im Abschnitt „Benachrichtigungen dieser Apps anzeigen“ können Sie diese Funktion für einzelne Apps komplett deaktivieren.

Auf Smartphones mit Windows 10 Mobile ist diese Funktion ebenfalls vorhanden. Neben den Befehlen, die Ihnen auch auf Desktop-PCs, Tablets und 2-in-1-Geräten zur Auswahl stehen, erwarten Sie hier auch einige Smartphone-spezifische Funktionen, darunter „Taschenlampe“, „Mobiler Hotspot“ und „Kamera“. Bahnbrechend ist diese Neuerung jedoch nicht. Android-und iOS-Geräte bieten so eine Funktion schon seit längerem an. Wischen Sie vom oberen Bildschirmrand nach unten, wird das Info-Center geöffnet und Sie erhalten schnellen Zugriff auf „WLAN“, „Bluetooth“, „Rotationssperre“ und „Alle Einstellungen“. Über „Erweitern“ klappen Sie das Info-Center auf, damit alle vorhandenen Optionen angezeigt werden. Die Konfiguration erledigen Sie über „Einstellungen“ und „Benachrichtigungen und Infos“.

Tabletmodus: Bedienoberfläche für Tablets und 2-in-1-Geräte

Der Tabletmodus ist auf 2-in-1-Geräten und Notebooks mit Touch-Display eine mehr als gute Alternative zum herkömmlichen Desktop-Modus. Die Windows-Bedienung wird an vielen Stellen vereinfacht.
Vergrößern Der Tabletmodus ist auf 2-in-1-Geräten und Notebooks mit Touch-Display eine mehr als gute Alternative zum herkömmlichen Desktop-Modus. Die Windows-Bedienung wird an vielen Stellen vereinfacht.

Der Universalgedanke, der Windows 10 zugrunde liegt, zeigt sich insbesondere im Tabletmodus. Noch besser: Bei 2-in-1-Geräten, die mit einer abnehmbaren Tastatur ausgestattet sind, erkennt Windows 10 automatisch, dass der Nutzer in den Tabletmodus wechseln will. Ziehen Sie die Tastatur vom Gerät ab, wird ein Dialog eingeblendet, in dem Sie gefragt werden, ob Sie zum Tabletmodus wechseln möchten. Alternativ dazu öffnen Sie das „Info-Center“, wählen „Erweitern“ und tippen auf die Kachel „Tabletmodus“.

In diesem Modus, der auf die Bedienung mittels Fingerspitzen und Gesten ausgelegt ist, wird das Startmenü bildschirmfüllend angezeigt. Darüber hinaus stehen in der Taskleiste lediglich drei Symbole zur Verfügung: „Zurück“, „Cortana“ und „Taskansicht“. Mithilfe des über dem Windows-Logo platzierten Listensymbols öffnen Sie die Liste der auf dem Gerät installierten Apps. Über das Symbol darüber können Sie das Gerät herunterfahren und neu starten. Der Zugriff auf das Standard-Startmenü erfolgt über das oben links platzierte Symbol mit den drei Querstrichen.

Test: Die besten Tablets mit Windows

Tippen Sie die Taskleiste an und halten Sie den Finger einige Sekunden lang gedrückt, wird das Kontextmenü geöffnet. Hier können Sie festlegen, dass in der Taskleiste auch die Icons der geöffneten Apps und Anwendungen („App-Symbole anzeigen“) sowie Benachrichtigungen („Alle Benachrichtigungssymbole anzeigen“) eingeblendet werden sollen. Der dritte Befehl ist „Bildschirmtastatur anzeigen (Schaltfläche)“. Er bewirkt, dass das Symbol zum Aktivieren der On-Screen-Tastatur in der Windows-Systray verankert wird.

Um das Maximum aus dem Akku eines Mobilgeräts oder Smartphones zu holen, sollten Sie den „Stromsparmodus“ einschalten.
Vergrößern Um das Maximum aus dem Akku eines Mobilgeräts oder Smartphones zu holen, sollten Sie den „Stromsparmodus“ einschalten.

Längere Akkulaufzeit dank sinnvoller Energieeinstellungen

Der Umgang mit der Energie stellt bei mobilen Endgeräten ein elementares Kriterium dar. Einerseits werden Akkus immer leistungsfähiger, andererseits verbrauchen moderne Prozessoren und die lichtstarken, hochauflösenden Displays eine Menge Strom. Dementsprechend wichtig ist es, die Energieeinstellungen für den mobilen Einsatz zu konfigurieren.

Das Problem: Neben den Energieeinstellungen, die Sie wie in älteren Windows-Versionen über die bekannte „Systemsteuerung“ erreichen, bietet Windows 10 in diesem Zusammenhang einige weitere Funktionen an. An diese gelangen Sie, wenn Sie sich in den „Einstellungen“ für „System“ entscheiden. Wählen Sie in der linken Spalte „Stromsparmodus“, um einen Blick auf die verbleibende Akkulaufzeit zu werfen. Welche Apps, Anwendungen und Dienste während der letzten 24 Stunden am meisten Energie verbraucht haben, erfahren Sie, indem Sie auf den Link „Akkunutzung“ klicken.

Nutzen Sie Ihr Gerät regelmäßig unterwegs, sollten Sie unbedingt den Stromsparmodus so konfigurieren, dass er bei Unterschreiten eines bestimmten Akkuladestandes automatisch aktiviert wird. In der Standardeinstellung sind das 20 Prozent. Per Klick auf den Link „Einstellungen für Stromsparmodus“ öffnen Sie einen Dialog, in dem Sie mit dem Schieberegler den Schwellwert anpassen können, etwa auf „30%“. Die in diesem Dialog angebotene – und standardmäßig aktivierte – Option „Bildschirmhelligkeit im Stromsparmodus verringern“ sollten Sie keinesfalls ausschalten, da das Display der mit Abstand größte Stromfresser ist.

Weitere Möglichkeiten zur Optimierung des Energieverbrauchs finden Sie in der Rubrik „Netzbetrieb und Energiesparen“. Neben der automatischen Bildschirmabschaltung und dem zeitgesteuerten Wechsel in den Standbymodus ist insbesondere die Option „Energie sparen, wenn Cortana weiß, dass ich abwesend bin“ interessant. Über den Link „Zusätzliche Energieeinstellungen“ gelangen Sie hingegen zu den Eingangs erwähnten „Energieoptionen“ der klassischen Systemsteuerung.

Continuum: Über Gerätegrenzen hinweg mit Apps arbeiten

Continuum: Einige Universal-Windows-Apps, darunter die neue Mail-App von Microsoft für Windows 10, passen die Bedienoberfläche stets an die aktuell verfügbare Größe des Fensters an.
Vergrößern Continuum: Einige Universal-Windows-Apps, darunter die neue Mail-App von Microsoft für Windows 10, passen die Bedienoberfläche stets an die aktuell verfügbare Größe des Fensters an.

Einige Nutzer von Windows 10 wissen eventuell schon, dass Continuum der Name einer Funktion ist, die dafür sorgt, dass sich die Bedienoberflächen der sogenannten Windows-10-Universal-Apps an die Bildschirmgröße anpassen. Wie so etwas aussieht, können Sie ganz einfach selbst herausfinden, indem Sie eine der standardmäßig vorinstallierten Apps wie „Mail“ öffnen und dann die Fenstergröße verkleinern. Im Vollbild werden in der linken Spalte die eingerichteten Konten, benutzerdefinierten Ordner und Funktionen wie „Neue E-Mail“ angezeigt. In der Mitte stellt die App den Posteingang dar, rechts ist die E-Mail-Vorschau. Verringern Sie die Fensterbreite, wird die linke Spalte bei Erreichen einer bestimmten Breite verkleinert, sodass die Icons ohne dazugehörige Texte angezeigt werden. Bei weiterer Minimierung wird auch der Posteingang ausgeblendet, sodass ausschließlich die E-Mail-Vorschau zu sehen ist.

Windows 10: Universal Apps vorgestellt

Continuum funktioniert auch auf ausgewählten Geräten der Lumia-Baureihe; derzeit werden die Modelle Lumia 950 und 950 XL unterstützt. Hierbei wird aber nicht die Fenstergröße angepasst – was auf einem Smartphone-Display ohnehin keinen Sinn macht. Stattdessen lässt sich der Bildschirminhalt auf einem externen Monitor wiedergeben, wobei die Bedienoberfläche der geöffneten App an die Größe des Anzeigegeräts angepasst wird. Möglich macht’s das Zubehör Microsoft Display Dock. In der Praxis bedeutet dies, dass Sie etwa Office-Dokumente mit den Apps auf Ihrem Smartphone öffnen und auf einem großen Monitor bearbeiten können. Noch besser: Das Zubehör unterstützt auch Maus und Tastatur, sodass Sie wie gewohnt arbeiten können. Die grundlegenden Funktionen des Smartphones lassen sich auch weiterhin nutzen, sodass Sie etwa Anrufe entgegennehmen können.

Windows 10: Viel mehr Platz auf dem Bildschirm mit virtuellen Desktops

Virtuelle Desktops ermöglichen es Ihnen, mehrere unabhängige Arbeitsflächen in Windows 10 einzurichten, beispielsweise für das Surfen im Internet, die Office-Nutzung, Unterhaltung und Spiele.
Vergrößern Virtuelle Desktops ermöglichen es Ihnen, mehrere unabhängige Arbeitsflächen in Windows 10 einzurichten, beispielsweise für das Surfen im Internet, die Office-Nutzung, Unterhaltung und Spiele.

Virtuelle Desktops haben mit Windows 10 endlich auch Einzug in die Microsoft-Betriebssystemwelt gehalten. Auf Desktop-PCs, an denen meist große Monitore hängen, sind virtuelle Desktops nichts weiter als eine gute Möglichkeit, um für mehr Ordnung und Übersicht zu sorgen. Auf Geräten mit kleinen Displays, dazu gehören Notebooks ebenso wie Tablets und 2-in-1-Geräte, stellt das Arbeiten mit virtuellen Desktops hingegen einen echten Mehrwert dar. Denn anstatt den ohnehin eingeschränkten Arbeitsbereich auf dem Bildschirm mit geöffneten Fenstern, Icons, Ordnern und Verknüpfungen vollzukleistern, legen Sie verschiedene Desktops an, um so etwa zwischen Arbeit und Privatnutzung zu unterscheiden.

Tippen oder klicken Sie im Desktopmodus auf die in der Taskleiste verankerte Schaltfläche „Taskansicht“, wählen Sie „Neuer Desktop“ und aktivieren Sie die neue, als „Desktop 2“ bezeichnete Arbeitsfläche. Richten Sie den neuen Desktop nach Ihren Wünschen ein. Wollen Sie Apps oder Anwendungen direkt über ein Desktop-Symbol starten, öffnen Sie das Startmenü und ziehen Sie das Icon bei gedrückter linker Maustaste auf den Desktop. Die maximale Anzahl der Desktops, die sich anlegen lassen, hängt von der Speicherausstattung ab. Im Internet kursiert ein Video, auf dem ein Acer-Notebook zu sehen ist, auf dem 719 virtuelle Desktops eingerichtet wurden.

Hyper-V: Virtuelle PCs in Windows 10 und 8 anlegen

Der Wechsel von einem virtuellen Desktop zum anderen kann auf verschiedene Weisen erfolgen. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Taskansicht“, blendet Windows 10 Miniaturbilder aller bisher angelegten Desktops an. Um eine Arbeitsfläche auszuwählen, klicken Sie auf das Vorschaubild. Alternativ dazu können Sie auch mittels Tastenkombination durch die Liste der virtuellen Desktops blättern. Mit Windows-Strg-Cursor rechts gelangen Sie zum jeweils nächsten Desktop, mit Windows-Strg-Cursor links blättern Sie in die andere Richtung. Apropos Tastenkombinationen: Einen neuen virtuellen Desktop legen Sie mit Windows-Strg-D an, mit Windows-Strg-F4 entfernen Sie den ausgewählten Desktop wieder. Sollten auf diesem Desktop noch Apps oder Anwendungen laufen, werden diese Elemente automatisch auf die benachbarte Arbeitsfläche verschoben.

Praktisch ist, dass sich geöffnete Apps und Anwendungen von einem virtuellen Desktop in einen anderen verschieben lassen. Aktivieren Sie die Miniaturansicht und platzieren Sie die Maus auf dem gewünschten Desktop. Im Vorschaufenster klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine der geöffneten Apps oder Anwendungen, wählen im Kontextmenü den Befehl „Verschieben nach“ aus und legen fest, auf welchen Desktop das jeweilige Element verschoben werden soll.

Windows 10 Mobile kommt nur schleppend im Gang

Viele Besitzer eines Smartphones, auf dem Windows Phone 8.1 installiert ist, warten bereits seit Monaten auf das offizielle Update auf Windows 10 Mobile. Seit dem 17. März 2016 ist es endlich soweit: Microsoft hat in einem Blogpost bestätigt, dass Windows 10 Mobile für ausgewählte Smartphone-Modelle zur Verfügung steht. Die Liste der Geräte, die offiziell unterstützt werden, ist aber nicht besonders lang und umfasst gerade einmal 15 Lumia-Modelle. Darüber hinaus ist es derzeit nicht möglich, Windows 10 Mobile mithilfe der Smartphone-eigenen Updatefunktion einzuspielen. Warum Microsoft diese auch als OTA-Update bezeichnete Form der Aktualisierung nicht unterstützt, steht in den Sternen.

Wer sein Gerät, auf dem zwingend Windows Phone 8.1 installiert sein muss, aktualisieren möchte, muss zunächst einmal die App Windows 10 Upgrade Advisor aus dem Windows Store installieren. Diese App überprüft, ob die Systemvoraussetzungen erfüllt sind und ob genügend freier Speicherplatz zur Verfügung steht. Reicht der Platz nicht aus, bietet Ihnen die App an, Inhalte auf eine SD-Karte zu verschieben oder sie auf OneDrive auszulagern. Sobald der Windows 10 Upgrade Advisor sein OK gibt, können Sie die Aktualisierung auf Windows 10 Mobile starten.

Neuerungen von Windows 10 Build 14328 im Video
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